Sanierung

Kehler Rathaus II erstrahlt in neuem Glanz

Autor: 
Nina Saam
Lesezeit 3 Minuten
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15. Mai 2019

Der neue Eingangsbereich von Rathaus II. ©Nina Saam

Drei Jahre lang wurde das alte Rathaus II zu einem modernen Amtsgebäude, dem neuen Technischen Rathaus, umgebaut. Dafür musste die Stadt 920 000 Euro in die Hand nehmen. 

Das 1954 erbaute Rathaus II, in dem die Bereiche Planen, Bauen und Umwelt untergebracht sind, wurde in den letzten drei Jahren umgebaut und modernisiert. Die Arbeiten stehen kurz vor dem Abschluss. Auf der Gemeinderatssitzung am Montag stellte der Chef des Gebäudemanagements, Michael Heitzmann, den Abschlussbericht mit einer vorläufigen Kostendarstellung vor.

Ein wesentliches Ziel der Umbaumaßnahmen war die Barrierefreiheit gewesen, die im alten Rathaus nicht gegeben war. Durch den Einbau einer Aufzuganlage sind nun alle Geschosse barrierefrei erreichbar. Das Haupttreppenhaus, das im alten Rathaus nur bis zum ersten Stock ging, wurde verlängert, sodass nun zwei vollständige Treppenhäuser zur Verfügung stehen. Zudem wurde in beiden Treppenhäusern eine Rauchabzugseinrichtung eingebaut.
Im Erweiterungsanbau wurde im Eingangsbereich das Bürgerbüro »Planen, Bauen, Umwelt« und ein Informationsportal eingerichtet. Hier kann sich jeder Bürger Infos über Bauprojekte holen, zum Beispiel Bebauungspläne einsehen. Der Besprechungsraum im Dachgeschoss am südlichen Ende des Gebäudes wurde ausgebaut und mit moderner Technik ausgestattet. Die störenden Stützen im Raum konnten durch den Umbau des Walmdachs zu einem Satteldach entfernt werden. Die darunterliegende Giebelwand wurde mit einem Vollwärmeschutz versehen, die undichten Fenster wurden ausgetauscht. Durch die Umstrukturierung der Fachbereiche waren zudem verschiedene Umbauten in den Büros notwendig. So wurde das Großraumbüro im Dachgeschoss durch gläserne Trennwände in kleinere Büroeinheiten umgewandelt. 

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Mammutbaum lockerte Boden auf

Wie bei jedem Umbau gab es ein paar unvorhergesehene Überraschungen: Der Boden unter dem Erweiterungsbau war durch das Wurzelwerk des Mammutbaums, der den Bauarbeiten hatte weichen müssen, so aufgelockert, dass viel Erdreich ausgebaggert werden musste. Dabei kam man auf die Idee, den so gewonnenen Raum zu nutzen. Der Erweiterungsbau ist nun komplett unterkellert. 
In den Kellerräumen wurde das Archiv untergebracht. In einigen Räumen musste der Bodenbelag ausgetauscht werden, da er stark schadstoffbelastet war, im Treppenhaus lösten sich die Fliesen, sodass alles neu gefliest werden musste. Die unliebsamste Überraschung dürfte aber die massive Preissteigerung gewesen sein: »Die aktuelle Lage in der Bauwirtschaft hat dazu geführt, dass sich eine Baukostensteigerung von ca. 30 Prozent über alle Gewerke entgegen der ursprünglichen Berechnung ergeben hat«, heißt es in dem Abschlussbericht. In absoluten Zahlen ausgedrückt: Der Umbau des Rathauses wurde dadurch satte 144 000 Euro teurer. 
Die aktuellen Gesamtbaukosten belaufen sich auf etwa 920 000 Euro. Ganz zufrieden ist Michael Heitzmann aber noch nicht: »Die beiden Längsseiten des Gebäudes sind durch die dünnen Backstein-Fensternischenbereiche energetisch ungünstig«, sagte er. »Die sollten auch noch saniert werden.«

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