Kehl

Kehler Schüler spenden Bäume gegen das Vergessen

red/kk
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12. April 2019

Schüler der Zeitzeugen-AG pflanzen gemeinsam mit ihrem Lehrer Uli Hillenbrand (5. von links), Frank Wagner, Leiter des städtischen Grünflächenmanagements (4. von links), Ute Scherb, Leiterin des Stadtarchivs und Museums (6. von links) sowie Hans-Ulrich Müller-Russell vom Historischen Verein (3. von rechts) die amerikanische Gleditschie mit einer Gedenktafel. ©Stadt Kehl

Die Zeitzeugen-AG des Einstein-Gymnasiums hat bei einem Wettbewerb mit seinem Filmbeitrag den dritten Platz belegt. Den Großteil des Preisgeldes haben die Schüler in zwei Bäume investiert und diese der Stadt Kehl geschenkt. 

Man soll nie die Geschichte verschweigen. Dazu fordern zwei Gedenktafeln an den beiden Bäumen neben der Passerelle auf, die am Donnerstag gepflanzt wurden. Die Bäume hat die Stadt Kehl von der Zeitzeugen-AG des »Einsteins« geschenkt bekommen. 

Finanziert haben die Jugendlichen die Bäume mit dem Preisgeld, das sie beim bundesweiten Wettbewerb »Erinnerung sichtbar machen – 80 Jahre Reichspogromnacht« für ihren dritten Platz bekommen haben. »Täglich gehen am Rhein Hunderte von Menschen entlang. Wir sind daher sehr froh, dass wir so einen prominenten Standort für die beiden Bäume bekommen haben«, sagt Uli Hillenbrand, Lehrer am »Einstein« und Koordinator der Zeitzeugen-AG. 

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Weil sich 2018 die Reichspogromnacht zum 80. Mal jährte, hatte die »Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet« Schüler aufgefordert, das Gedenken daran wachzuhalten und eigene Projekte zur Aufarbeitung der Geschichte einzureichen. An dem Schülerwettbewerb nahmen mehr als 30 Schulen aus Deutschland und sogar aus Polen und Mexiko teil. Mit ihrem Filmbeitrag »Ein Tag im November«, in dem es um die Verfolgung in Kehl lebender Juden geht, erreichte die Einstein-Zeitzeugen-AG den dritten Platz.  Schnell stand für die Schüler fest, dass sie den Großteil des Preisgeldes spenden wollen: »Genau wie mit unserem Wettbewerbsbeitrag wollen wir mit den beiden Bäumen ein sichtbares Zeichen hinterlassen«, erklärt Hillenbrand. Wie die jungen Bäume solle auch die Erinnerungskultur stetig weiter wachsen. 

Die Spende in Höhe von 2000 Euro deckt die Kosten für die Anschaffung der beiden Bäume, deren Pflanzung und Pflege. Danach pflegt die Stadt die Bäume auf eigene Kosten, wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung schreibt. Seit dem Schuljahr 2015/16 besteht die Zeitzeugen-AG als Projektgruppe des »Einsteins«, um Geschichte in Kehl und der Region erlebbar zu machen. So haben sie bereits mehrere CDs mit Zeitzeugenberichten herausgebracht und kooperieren mit dem Stadtarchiv und dem Historischen Verein Kehl. 

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