Kehl

Kehler Stadtgeflüster

Autor: 
Michael Müller
Lesezeit 3 Minuten
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14. Juli 2018

OB-Kandidat Marco Steffens vor seinem zum rollenden Wahlkampfbüro umgerüsteten Familienauto. ©Marco Steffens

Morgen also wird der Gottesdienst aus Anlass »100 Jahre Ende des Ersten Weltkriegs« live aus der Kehler Friedenskirche übertragen. Kehl kommt also schon wieder ins Fernsehen. Die Stadt am Rhein ist ja fast schon eine TV-Berühmtheit geworden – und das auch dank der Verbrüderung der deutschen und französischen Fußballfans, die – nachdem die DFB-Kicker ja leider nicht viel Anlass zum Feiern geboten haben – nun gemeinsam die Erfolge der »Equipe tricolore« bei der WM in Russland beim Public Viewing am »WM-Beach« auf dem Kehler Kasernengelände und auf der französischen Seite des Gartens der zwei Ufer verfolgen. Morgen, Sonntag, beim Finale Frankreich–Kroatien, dürfte an beiden Orten wieder Hochbetrieb herrschen. 

Gänse dürfen nicht umgesiedelt werden

Fernsehbekannt – wenn auch leider aus ziemlich unerfreulichem Anlass – ist inzwischen der Goldscheuerer Badesee. Der ist bekanntlich der einzige Badesee im gesamten Ländle mit Wasserqualität »Mangelhaft« – was auch die SWR-»Landesschau« auf den Plan gerufen hatte. Anfang Mai musste die Stadt auf Betreiben des Gesundheitsamtes des Ortenaukreises daher ein Badeverbot verhängen. Grund für die miese Bewertung sind nicht zuletzt Darmbakterien im Wasser. Ursache dafür ist, so sagen die Experten, der Kot von Gänsevögeln, die sich in den letzten Jahren rund um den beliebten kleinen Badesee angesiedelt hatten. Zuletzt jedoch waren die Messwerte wieder gut, und zudem hoffte man im Goldscheuerer Rathaus, durch Einfangen und Umsiedeln der Gänse dem Kot-Problem Herr werden zu können. Doch daraus wird wohl nichts: Wie es aus dem Rathaus der Ortschaft heißt, hat die Untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt eine Umsiedlung der Gänse abgelehnt. Somit bleibt es wohl einstweilen dabei, dass die Gänse den Badesee zum Schwimmen exklusiv für sich haben – wir Menschen werden uns zum Spaß im kühlenden Nass wohl bis auf weiteres andere Orte suchen müssen. 

Sperling weiß, was 'ne Harke ist

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Ganz andere Sorgen hatte unterdessen ein kleiner Sperling, der kürzlich in einem Garten in Willstätt in die Bredouille geriet. Vermutlich beim Rauspicken der letzten leckeren Gräsersamen blieb das vorwitzige Vögelchen mit seinem Köpfchen zwischen den Metallzinken eines Laubrechens hängen, wie eine große Boulevardzeitung berichtete. Zum Glück bemerkte der Gartenbesitzer den kleinen Kerl und befreite ihn aus seiner misslichen Lage. Ob der Spatz nun weiß, was ’ne Harke ist?

Steffens auf Wahlkampftour

Der oberste Willstätter, Bürgermeister Marco Steffens, ist unterdessen bereits im Wahlkampfmodus. Bekanntlich hatte er schon weit vorm offiziellen Beginn der Bewerbungsfrist für die OB-Wahl in Offenburg seinen Hut in den Ring geworfen – und nun nutzt er schon mal die Zeit, um mit seinem zum rollenden Wahlkampfbüro umfunktionierten Familienauto durch die Ortsteile zu touren und die dort lebenden Menschen kennenzulernen und erste Duftmarken zu setzen. Gespräche in Elgersweier und Zunsweier, bei der Feuerwehr, der DLRG oder mit Unternehmern: sowas nennt man wohl »Graswurzel-Wahlkampf«. Die Zeit scheint günstig: Noch ist er weitgehend ohne Konkurrenz und kann sich der Aufmerksamkeit der Offenburger sicher sein – zumal die potenziellen Wähler auch noch überwiegend alle da sind und noch nicht im Urlaub weilen. Ganz schön clever, der Mann.

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