Vorsicht

Kehler Verbraucherschützer warnen vor Abzocke auf Jobportalen

Redaktion
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04. März 2024
Berufliche Online-Netzwerke wie LinkedIn sind auch für Betrüger attraktiv. 

Berufliche Online-Netzwerke wie LinkedIn sind auch für Betrüger attraktiv.  ©Jens Büttner

Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland in Kehl warnt: Kriminelle sind auf LinkedIn, Xing und Co. unterwegs. Doch man kann sich dagegen schützen.

 Auf wie LinkedIn, Xing und Co. treiben auch Betrüger mit Fake-Profilen ihr Unwesen. Diese Karrierenetzwerke werden geschätzt, weil sie der beruflichen Vernetzung dienen – und im besten Falle die Karriere fördern. Deshalb begegnen Nutzer neuen Kontakten mit weniger Argwohn, als sie dies unter anderen Umständen täten. Doch auch wenn ein soziales Netzwerk als seriös gilt, sollte man neuen Kontakten mit einem guten Maß an Misstrauen begegnen. 

So geben sich Betrüger gerne als Unternehmen aus, oder als ein leitender Angestellter eines beliebten Arbeitgebers, am besten aus der Personalabteilung. Allen Betrugsmaschen ist eines gemeinsam: Einmal überwiesenes Geld sehen die Opfer nicht wieder. Auch persönliche Daten können missbraucht werden.

Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland mit Sitz in Kehl erklärt, mit welchen Betrugsmaschen zu rechnen ist.

Falsche Stellenangebote

Arbeitsuchende werden von Kriminellen über angebliche Stellenanzeigen angeworben. Es wird von ihnen verlangt, bei verschiedenen Banken Konten in eigenem Namen zu eröffnen und Geld darüber zu empfangen und zu überweisen. Diese Arbeit wird oft damit beworben, dass schnell und einfach viel Geld verdient werden könne. Ganz unkompliziert soll die Arbeit sein und sehr flexibel, weil sie weder an feste Arbeitszeiten noch einen Ort gebunden ist. Die Geldtransfers dienen aber der Geldwäsche. Der Betrug wird gerne als Teilnahme an einem Marktforschungsprojekt getarnt.

Auch „Mystery Shopper“ oder Produkttester sind bei Betrügern beliebte Stellenbezeichnungen. Wer hier mitspielt, wird nicht nur hereingelegt, sondern macht sich möglicherweise strafbar.

Liebesbetrug

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User werden von einer für sie attraktiven Person kontaktiert, um sich kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen. Der neue Kontakt erscheint interessant, weil es sich um jemanden in einer guten beruflichen Position handelt oder weil ein ansprechendes Profilbild verwendet wird. Die Betrüger bauen nun eine emotionale Beziehung zu ihrem Opfer auf. Sobald diese stabil genug ist, verlangen sie unter einem Vorwand Geld. Häufig vorgetäuscht werden plötzliche finanzielle Notlagen, weil es angeblich privat oder beruflich zu einem unerwarteten Zwischenfall gekommen ist. Oder es werden gemeinsame Pläne geschmiedet, für deren Umsetzung es Geld braucht, etwa um den gemeinsamen Urlaub zu buchen. Tatsächlich treffen werden die Betrugsopfer ihr Gegenüber nie.

Wenn es angeblich Probleme mit einem Nutzerkonto des Netzwerks gibt, sollte die Nachricht mit Vorsicht behandelt werden. Denn meistens handelt es sich um einen Phishing-Angriff: Täuschend echte Kopien der offiziellen Kommunikation des Anbieters fordern dazu auf, einen Link zu klicken, einen Download zu starten, einen Anruf zu tätigen, sich einzuloggen oder andere Daten einzugeben. Wer sichergehen möchte, kontaktiert den Kundenservice über einen bereits bekannten Weg. 

Vorschussbetrug

Betrüger versuchen, Nutzer davon zu überzeugen, dass sie viel Geld erhalten werden, wenn sie nur eine relativ geringe Summe investieren. Der Vorwand ist frei erfunden: eine angebliche Erbschaft, eine Geldanlage, ein wohltätiger Zweck, ein günstiger Kredit. Die „kleine“ Anzahlung von mehreren hundert oder tausend Euro kommt jedoch nie zurück. Vielmehr werden die Opfer zu weiteren Zahlungen verleitet. Vorwände wie fällige Steuern oder Bearbeitungsgebühren, die vor der Auszahlung größerer Summen entrichtet werden müssen, existieren jedoch nur in der Fantasie der Betrüger.

Nachdem die Betrüger einen persönlichen Kontakt zu ihrem Opfer aufgebaut haben, berichten sie ihm von einem angeblich geheimen und wasserdichten Plan, wie sich in kurzer Zeit viel Geld verdienen lässt. Sie haben angeblich selber auch schon investiert – in eine Fremdwährung, Kryptowährung, Fonds oder Aktien.

Allerdings teilt die neue Bekanntschaft ihren heißen Tipp nur, um selber reich zu werden. Das Betrugsopfer sieht das Geld nicht wieder.

Info

Was tun bei Verdacht auf Betrug?

Wenn eine Nachricht verdächtig erscheint:

  • Nicht daraufklicken, sondern eine gesonderte Suchanfrage auf Google oder einer anderen Suchmaschine starten.
  • Unternehmenswebsite aufrufen, um Angebote zu prüfen. Ein Produkt, das über soziale Medien angepriesen wird, muss auch auf der Website zu finden sein.
  • einen Blick ins Impressum werfen und Bedingungen für den Vertragsabschluss prüfen.

Wer glaubt, hinters Licht geführt worden zu sein:

  • Kontakt abbrechen.
  • der Plattform den Nutzer melden. Beweise sichern: Screenshots machen, Unterhaltungen aus einem Chat exportieren, E-Mails speichern.
  • Anzeige erstatten – das geht in manchen Fällen sogar online.

    Wer befürchten, ein Schadprogramm könne sich auf seinem PC oder Smartphone befinden:

  • Antivirus-Programm kontrollieren. Es sollte eingeschaltet und auf dem neuesten Stand sein.
  • Updates herunterladen und das Gerät vom Antivirus-Programm prüfen lassen. 
  • Im Zweifelsfall weder Passwörter eingeben noch Online-Banking auf dem Gerät nutzen.

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