Kehl

Keine Lösung für Umleitung der Leutesheimer Mühle

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23. Februar 2021

Für die Umleitung des Plauelbachs um die Leutesheimer Mühle zeichnet sich noch immer keine Lösung ab. ©Marco Karch

Für die Umleitung der Leutesheimer Mühle zeichnet sich noch keine umsetzbare Lösung ab. Dies wurde auf der Versammlung des Zweckverbandes „Hochwasserschutz Hanauerland“ deutlich.

Der Umbau der Leutesheimer Mühle entwickelt sich allmählich zur unendlichen Geschichte. Nachdem der einst geplante Bau eines kleinen Wasserkraftwerks vom Tisch ist und auch der Bau einer „rauen Rampe“ auf Schwierigkeiten stieß, denkt man beim Zweckverband „Hochwasserschutz Hanauerland“ nun darüber nach, auf die „raue Rampe“ zu verzichten und stattdessen den Plauelbach um die Mühle herumzuführen. Doch wie in der jüngsten Zweckverbandsversammlung deutlich wurde, hat sich noch immer nichts getan.

Verhandlungen stocken

Grund ist, dass sich nach wie vor keine Lösung abzeichnet, die wirtschaftlich darstellbar und ökologisch sinnvoll ist.  Zwei Varianten sind im Gespräch: eine eher „kleinräumige“ Umleitung und eine, die den Plauelbach in einem großen Bogen weit um die Mühle herumführt. Doch in beiden Fällen hapert es an den Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern, so Verbandsrechner Peter Grün auf Nachfrage. Im Haushalt 2021, den die Verbandsversammlung jetzt verabschiedet hat, wurde daher nur ein Ansatz von 20 000 Euro zur Fortführung und Konkretisierung der Planungen aufgenommen. 

Flussgebietsuntersuchung läuft weiter

Deren Ergebnis wird wohl auch nicht zuletzt von den Ergebnissen der großen Flussgebietsuntersuchung abhängen, die der Zweckverband 2016 in Auftrag gegeben hatte. Ziel dieser Untersuchung ist es, die komplexen Wechselwirkungen zwischen Grund- und Oberflächenwasser und Niederschlägen darzustellen, um Aussagen über die Leistungsfähigkeit der Gewässer im Verbandsgebiet treffen zu können, daraus Steuerungs- und Optimierungsmöglichkeiten abzuleiten und Überflutungsflächen in Form von Karten darzustellen. Die Ergebnisse sind auch relevant für jene Rheinseitengewässer, für die Hochwassergefahrenkarten zu erstellen sind, und für den geplanten Polder bei Freistett. Dieser ist Teil des Integrierten Rheinprogramms (IRP), an dessen Umsetzung bereits seit Mitte der 1990er-Jahre gearbeitet wird. 

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Für die Fortführung des Flussgebietsmodells sind im Haushalt 2021 700 000 Euro und eine Verpflichtungsermächtigung für die Folgejahre über 150 000 Euro aufgenommen. Im Gegenzug erhält der Zweckverband über eine halbe Million Euro an Zuschüssen vom Land. 

Für den Frühsommer ist laut Peter Grün ein Zwischenbericht durch die Experten des beauftragten Ingenieur­büros geplant. Die Untersuchung soll bis Ende 2022 abgeschlossen sein. 

Ansonsten nur kleine Maßnahmen

Je nachdem, welche Erkenntnisse sich aus der Untersuchung ergeben, kann auch ein dritter Bauabschnitt bei der Mess-, Steuer- und Regeltechnik der Regulierungsbauwerke des Zweckverbandes nötig werden. Größere Baumaßnahmen sind laut Grün ansonsten im kommenden Jahr nicht geplant, nur kleinere Unterhaltungsmaßnahmen. 

Daher ergeben sich im Vergleich zu den Aufwandsansätzen im Finanzhaushalt im Vergleich zu den Vorjahren auch keine größeren Veränderungen. Als Investitionsumlagen sind für 2021 125 000 und für 2022 71 500 Euro eingeplant, die nach dem geltenden Schlüssel auf die drei Verbandsgemeinden aufzuteilen sind.

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