Kehl

Kinderchöre zeigen ihre räuberische Seite

Autor: 
Prisca Ullrich
Lesezeit 2 Minuten
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02. Dezember 2008
Foto: Prisca Ullrich - Protagonisten des Adventsgottesdienstes am Sonntag waren die Kleinsten der beiden Kinderchöre. Räuberisches hatten sie für den Auftritt in der Friedenskirche einstudiert.

Foto: Prisca Ullrich - Protagonisten des Adventsgottesdienstes am Sonntag waren die Kleinsten der beiden Kinderchöre. Räuberisches hatten sie für den Auftritt in der Friedenskirche einstudiert.

Die Kinderchöre der Friedenskirche führten mit dem Singspiel »Der Räuber Horificus« eine etwas andere Weihnachtsgeschichte auf. Das Publikum zeigte sich begeistert.
Kehl. Räuberisch wild ging es am Sonntag in der Friedenskirche her: Die kleinen Sängerinnen und Sänger der beiden Kinderchöre unter der Leitung von Bezirkskantorin Carola Maute schlüpften unter die Hüte von Räubern, um vor den Besuchern des Adventsgottesdienstes die Geschichte des »Räubers Horificus« sängerisch darzustellen. Das Singspiel von Ralf Grössler basiert auf der gleichnamigen Weihnachtserzählung von Karl Heinrich Waggerl. Die Geschichte beginnt mit dem Besuch der heiligen drei Könige, die auf dem Weg nach Bethlehem zu Joseph und Maria sind, auf der Suche nach dem neugeborenen König der Juden. Im Gepäck haben sie wertvolle Geschenke. Die Ankunft der drei Heiligen scheint idyllisch, untermalt von dem festlichem Gesang der Engel. Keiner ahnt, dass eine Horde Räuber den unscheinbaren Stall zufällig beobachtet und das mitgebrachte Gold wittert. Kurzerhand beschließen die Räuber, sich an den Stall heranzuschleichen, um das Gold zu stehlen. Mit Furcht einflößendem Gesang stürmen sie den Stall und fordern das Gold. Der Chor der Engel entgegnet jedoch, die Räuber mögen leise sein. Denn für Joseph und Maria ist das einzig Wichtige, dass das Kind schläft. Das Gold hat für sie keinen besonderen Wert. Als die Räuber genauer in die Futterkrippe blicken, sehen sie das Kindlein mit dem leuchtend hellen Gesicht und spüren, dass das ein ganz besonderes Kind sein muss. Von einem plötzlichen Sinneswandel ergriffen, stimmen die Räuber in einen Lobgesang ein und preisen das Kind. Schließlich wärmen das vermeintlich kalte Räuberherz die Freude des Jesuskindes: Die Bande bietet an, Joseph, Maria und das Kind vor bösen Menschen und anderen Gefahren zu beschützen. Nicht nur die Kirchengemeinde zeigte sich hellauf begeistert, auch Dekan Günter Ihle war sehr von der Aufführung der Kinder angetan. Ihle fand vor allem die Wandlung der Räuber vom materialistischen »Egoismus zur Nächstenliebe« sehr beeindruckend. Im Anschluss an den kunterbunten Adventsgottesdienst wurde beim Gemeindefest im Agnes-Trick-Haus noch allerlei geboten. Für Unterhaltung sorgte die Seniorengymnastikgruppe mit ihren Darbietungen sowie Kantorin Maute mit Musik. Ein liebevoll gestalteter Bazar, bei dem Weihnachtsgebäck und Gebasteltes verkauft wurden, sorgte für den vorweihnachtlichen Rahmen. Weihnachtsmarkt Am Samstag verkaufen die Kinder der Chöre und des Kindergottesdienstes Kaffee, Kuchen und Plätzchen auf dem Kehler Weihnachtsmarkt. Der Verkauf findet zugunsten der Kirchengemeinde und des Vereins »Huckepack« statt.

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