Standortfrage

Klinikdebatte: Kehler SPD spricht sich für Appenweier aus

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red/egg
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25. April 2019
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Landrat Scherer hat sich auf den "Holderstock" als einzig möglichen Standort für das künftige Offenburger Großklinikum festgelegt. ©Christian Kornmeier

Der Ortsverein Kehl der SPD übt in der Klinikdebatte Kritik am Verhalten des Landkreises aus. 

In einer Pressemitteilung nimmt die Kehler SPD Stellung zur aktuellen Debatte um den künftigen Standort eines Großklinikums. Sie kritisiert unter anderem Landrat Frank Scherer: »Der Landrat ist von Bürgerbeteiligung in der Standortfrage überzeugt, aber bitte nur soweit es auch seine Pläne unterstützt. Der Standort Windschläg ist nicht mehr realisierbar, weil das Land plötzlich doch keinen Bahnhalt dort mit Rücksichtnahme auf den Tunnelbau realisieren kann. Gleichzeitig wird beim Standort Holderstock gesagt, dass an diesem alles perfekt ist bis auf die 1,5 Kilometer zum nächsten Bahnhof. Laut dem Landrat könnte diese Distanz aber zur Not mit einem Shuttleservice überwunden werden. Wieso das beim Holderstock möglich ist, aber bei Windschläg nicht ist schwer nachzuvollziehen.« 

Die SPD spricht in der Standortfrage von noch vielen offenen Fragen und sie kritisiert, dass von der Überprüfungsklausel keine Rede mehr sei, »im Gegenteil, das Großklinikum einhergehend mit der Schließung der anderen Standorte scheint fix (...) Dabei ist die Tatsache, dass einfach richtungsweisende Sitzungen nach Belieben unter dem Vorwand Termindruck verschoben werden, ein Mittel, was den Bürgerinnen und Bürgern nicht mehr vermittelbar ist.«

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Als eine »gute Lösung für alle Beteiligten« sieht die Kehler SPD den Standort Appenweier an – rund 15 Fahrminuten von Kehl entfernt und mit eigenem Bahnhof. »Selbst von Achern aus ist es die 20 Minuten entfernt, die man auch den Kehlerinnen und Kehlern zum Holderstock zumuten will. Zusätzlich gibt es mit dem Klinikum Bühl noch eine nähere Alternative für die Bevölkerung aus Achern. So könnte das Klinikum in Achern, ähnlich wie in Kehl und Oberkirch geplant, auch als Versorgungszentrum dienen und mit dem dort gesparten Geld Rücklagen gebildet werden.« 

Die Kehler SPD geht davon aus, dass die geplanten Klinikbauten »die aktuelle Kostenschätzung um ein vielfaches übersteigen« werden, und sie sieht eine hohe Verschuldung auf den Kreis zukommen.

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