Konzert

Konzert des Kehler Kammerorchesters

Autor: 
Simona Ciubotaru
Lesezeit 2 Minuten
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13. Januar 2020

Das Kehler Kammerorchester wurde in der Stadthalle von Andreas Dilles geleitet. ©Simona Ciubotaru

Das traditionelle Neujahrskonzert des Kehler Kammerorchesters füllte erneut die Stadthalle bis auf den letzten Platz und verzauberte das Publikum.

Das Kehler Publikum liebt sein wunderbares Kammerorchester und seine drei Dirigenten, die sich an der Leitung des Ensembles abwechseln und mit jedem Konzert ein vielfältiges Repertoire zu bieten vermögen. Das Neujahrskonzert 2020 wurde am Sonntag erneut von Andreas Dilles dirigiert. In einer perfekten szenischen und musikalischen Darbietung erklangen um die 16 Schlager und Filmhits, die Berühmtheiten wie Hans Albers, Heinz Rühmann, Zarah Leander und Marlene Dietrich in den 30ern gesungen hatten.

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Im neuen Glanz erklangen Kompositionen wie die Ouvertüre zur Operette „Im weißen Rössl“ (1930) und „Die ganze Welt ist Himmelblau“ aus demselben Stück, „Eine Nacht in Monte Carlo“ aus dem Film „Bomben auf Monte Carlo“ (1931), „Ins blaue Leben“ aus dem Film „Das schöne Abenteuer“ (1932), „Ich bin von Kopf bis Fuß“ aus dem Film „Der blaue Engel“ (1930), russische Lieder von Spoliansky und Mackeben, ebenfalls aus Filmen, die heute nur Cinephile noch kennen.
Unter Dilles Händen klang das Klavier in „Der Spieluhr“ von P. Blaauw wie Kristallglöckchen, zart von einem „Salonorchester“ begleitet, das aus den Reihen des Kammerorchesters zusammengestellt wurde.
Die Musiker traten im eleganten Look der Epoche auf. Alle Stücke, die Andreas Dilles mit viel Können fürs Orchester arrangierte, hatten den unverwechselbaren Sound von damals, etwas, das auch in jungen Zuhörern eine namenlose Sehnsucht hervorruft – trotz Redundanz und Naivität der Lyrics, dem Schatten zum Trotz, den die Kompromisse mit der NS-Diktatur über den Namen manches Künstlers wachsen ließen.

„Mein Vater hat diese Lieder oft gespielt. Als er mich in seine Band als Pianist aufnahm, konnte ich mit den alten Herrschaften musizieren, die sie kannten, als sie ganz neu waren“, erzählte Dilles. Er habe bei der Instrumentierung mit Absicht viele Hornisten wegen der Klangfarbe eingesetzt. Auch die Streichinstrumente veränderten entsprechend ihre Spieltechnik, erklärte Ellen Oertel, die wundervolle Cellosoli bot. Und das berührte.
Lilia Dornhof (Sopran) und Patrick Labiche (Moderator und wahrhaftiges Stimm-Chamäleon) verzauberten die Zuhörer mit ihrem Charme, dem Gesangstil, dem Tanz und, nicht zuletzt, durch ihre Schönheit als Bühnen-Duo. Stürmischer Applaus, Ovationen, mehrere Zugaben waren der Lohn. 

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