Zweckverbands-Sitzung in Willstätt

»Kopfgeld« für Bejagung von Nutrias

Autor: 
Günter Ferber
Lesezeit 3 Minuten
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01. Dezember 2017
Die Schutter: Änderungen gibt es ab 2019 bei der ackerbaulichen Nutzung im Gewässerrandstreifen.

Die Schutter: Änderungen gibt es ab 2019 bei der ackerbaulichen Nutzung im Gewässerrandstreifen. ©Günter Ferber

Die Mitglieder des Zweckverbands Hochwasserschutz Schuttermündung trafen sich am Dienstag zu einer öffentlichen Sitzung in Bürgersaal im Rathaus in Willstätt.

Der Verbandsvorsitzende, Willstätts Bürgermeister Marco Steffens, leitete die Sitzung. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Vergabe der Gewässerunterhaltungsarbeiten für die Jahre 2018 bis 2020, der Bericht über die Gewässerschau 2017 an der Unditz  und der Bericht zum Stand der Bisam- und Nutriabejagung im Verbandsgebiet.

Die Gewässerunterhaltungsarbeiten für den Zweckverband Hochwasserschutz Schuttermündung seien für den Zeitraum 1. Mai 2018 bis 30. April 2020, unterteilt in zwei Lose, öffentlich ausgeschrieben worden, so Marco Steffens. Für die beiden Jahre fallen insgesamt Kosten in Höhe von 542 000 Euro an. Das sind ungefähr 3000 Euro weniger, als für die vergangenen beiden Jahre aufgebracht werden musste.

Am 6. September dieses Jahres fand eine Gewässerschau an der Unditz im Verbandsgebiet Süd (Gemarkungsgrenze Kürzell bis Mündung in die Schutter ) statt. Die Unditz hat sich gut entwickelt und ist in einem guten Zustand. Beanstandungen gab es lediglich im Böschungsbereich der Unditz. Zum einen wurden dort Ablagerungen, die dort nicht hingehören, und ortsfremde Pflanzen angefunden. Zum anderen gab es Beanstandungen durch Bebauungen von Angrenzern, deren Rechmäßigkeit nun das Landratsamt überprüften muss. Die nächste Gewässerschau findet im September 2018, dann an der Schutter, statt.

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Große Nutria-Populationen

Die Bisam- und Nutriapopulation entlang der Gewässer des Zweckverbandes ist hoch, wobei der Nutria deutlich überwiegt. Nutrias richten insbesondere auf angrenzenden Maisfeldern und am Ufer der Gewässer große Schäden an. Die Bejagung von Nutrias unterliegt dem Jagdrecht. Der Zweckverband als Unterhaltungsträger versucht die Population gering zu halten ist aber auf Unterstüzung der Jäger angewiesen. Der Zweckverband unterstützt die Bejagung von Bisam und Nutria mit einer Prämie von 10 Euro je Tier. So wurden im Zweckverbandsgebeit in vergangenen Jahr 214 Tiere erlegt, 2016 waren es 153, und 2015 wurden 235 Tiere getötet.

Der Zweckverband billigte ferner den Haushalt 2018 und nahm die wasserrechtliche Plangenehmigung zur Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Schutter an den Wasserkraftanlagne an der »Rohrburger Mühle« und an der »Schutterzeller Mühle« zur Kenntnis.

Besprochen wurde auch die Situation der Gewässerrandstreifen. Ab 2019 ist im Gewässerrandstreifen in einem Bereich von fünf Metern eine ackerbauliche Nutzung nur noch in Form von »Kurzumtriebsplantagen« (Anpflanzung von Gehölzen mit Ernteintervallen von mehr als zwei Jahren) oder Blühstreifen in Form von mehrjährigen nektar- und pollenspendenden Trachtflächen für Insekten möglich.

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