Willstätt - Legelshurst

Legelshurst lehnt Änderung der Friedhofssatzung ab

Autor: 
Richard Lux
Lesezeit 2 Minuten
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15. Mai 2019

Die geplanten weiteren Baumgrabfelder sollen in Legelshurst genauso gestaltet werden dürfen wie das bereits bestehende Baumgrabfeld. Für eine Änderung der Friedhofssatzung sieht man daher in Legelshurst keinen Handlungsbedarf. ©Richard Lux

Die Friedhofssatzung soll für Legelshurst nicht geändert werden. Dies beschloss der Ortschaftsrat am Montag.

Im November 2016 wurde die derzeit geltende Friedhofssatzung vom Gemeinderat einstimmig beschlossen. Die Konzeption, die für den Zeitraum von 20 Jahren ausgelegt ist, sieht auf allen fünf Friedhöfen Handlungsbedarf. 

Laut Beschlussvorschlag der Verwaltung kam nach der Anlage der ersten Grabfelder in Legelshurst von der Ortschaft Sand der Wunsch auf, die Gestaltung der Baumgräber zu verändern. Derzeit sieht die Friedhofssatzung bei Baumgrabstellen ein Grabmahl aus Naturstein in quadratischer oder rechteckiger Form (Kantenlänge mindestens 40, höchstens 50 Zentimeter), das mit einer umlaufenden Pflasterung zu versehen ist. Das Grabmal kann 10 bis 25 Zentimeter hoch sein. Ferner ist es gestattet, Kerzen und Lampen aufzustellen, sowie Blumen, Dekorationen oder Ähnliches anzulegen. Künftig sollten für die Neuanlage der Baumgräber in Sand ausschließlich vollständig ins Erdreich eingelassene Grabmale zugelassen werden. Um diesen Wunsch umsetzen zu können, müsste die Friedhofsatzung von 2016 entsprechend angepasst werden. 

Optilon für alle neuen Grabfelder

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Die Verwaltung hatte daraufhin eine entsprechende Änderungssatzung entworfen. Zusammen mit den Ortsvorstehern wurden verschiedene Varianten besprochen. Im Ergebnis soll künftig für alle noch nicht neu angelegten Grabfelder in den Ortschaften diese Option geschaffen werden. An den jeweiligen Baumgrabstellen sind dann nur beschriftete Grabmale aus Naturstein zugelassen, die vollständig ins Erdreich eingelassen sind und mindestens drei Zentimeter unterhalb der Bodenoberfläche liegen. Diese Grabmale dürfen in der Breite und Länge jeweils 30 Zentimeter nicht überschreiten. Nun sind die Ortschaften gefragt, ihr Votum abzugeben. 

Keine Notwendigkeit für Änderung

Im Ortschaftsrat Legelshurst kristallisierte sich bald heraus, dass man keine Veränderung wünscht. Dafür gebe es keine zwingende Notwendigkeit, meinte Ortsvorsteher Hans Fladt. Nachdem das erste Grabfeld bereits angelegt ist, möchte man bei den zwei weiteren geplanten Grabfeldern dies einheitlich so beibehalten. Es erging daher der einstimmige Beschlussvorschlag, die geltende Friedhofssatzung für Legelshurst zu belassen.

Stichwort

Hesselhurst ist für Änderungen

Aus Hesselhurst kommt ein mehrheitlich positiver Beschluss für eine Änderung der Willstätter Friedhofsatzung. Einzig Klaus Hillert (FWV) votierte dagegen. 

Nach einer kurzen Diskussion folgte das Gremium den Vorschlägen von Elvira Walter Schmidt (GfH) und Kurt Vetter (FWV), dass man es bei dem bereits angelegten Rasen-Urnengrab bei der bisherigen Satzung belässt und bei den neuen Gräbern die Änderung greifen soll. Ortsvorsteher Volker Mehne (FWV) wies ferner darauf hin, dass, wer die neue Gestaltung nicht mag, ja auf ein Urnengrab ausweichen kann. 

Der in der Friedhofsatzung stehende Begriff „Baumgrab“ gilt übrigens für Hesselhurst nicht, da auf den dortigen neuen Grabfeldern keine Bäume vorgesehen sind. Man spricht dort daher von Rasenurnengräbern.

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