Willstätt - Legelshurst

Legelshurst trauert um früheren Wassermeister

Autor: 
Richard Lux
Lesezeit 3 Minuten
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30. Juni 2020

Beliebt als Wassermeister, gefürchtet als Fußballer: Walter Erhardt ist mit 82 Jahren gestorben. ©Privat

Die Ortschaft Legelshurst nahm am Freitag Abschied von Walter Erhardt. Der frühere Wassermeister der Gemeinde Willstätt war Mitte Juni überraschend verstorben.

Eine der Corona-Krise angepasste Trauergemeinde nahm am Freitag in Legelshurst Abschied von Walter Erhardt, der im Alter von 82 Jahren am 13. Juni nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt überraschend verstorben war. Verwandte, ehemalige Arbeitskollegen, Freunde und Bekannte waren gekommen, um ihm die letzte Ehre zu erweisen.

Ein echter Legelshurster

Walter Erhardt war ein echter Legelshurster und eng mit seinem Heimatort verbunden. Geboren am 15. April 1938, wuchs er zusammen mit drei Brüdern auf. Nach der Hochzeit 1968 baute er sich mit seiner Frau Sigrid neben dem Anwesen seiner Eltern in der Schierengstraße ein eigenes Haus, wobei er dank seines handwerklichen Geschicks viel Eigenarbeit leistete.

Faible für alte Schlepper

Der „Nutz“ – wie Erhardt auch genannt wurde – war bis zu seinem Renteneintritt im Juni 2001 über 37 Jahre der, in der ganzen Gemeinde bekannte und geschätzte, Wassermeister von Willstätt. In seine Dienstzeit fiel auch der Neubau des Wasserwerks „Spittelschlag“ 1985. Bevor Walter Erhardt 1964 bei der Gemeinde angestellt wurde, machte er bei Meister Emil Lusch in Legelshurst eine Ausbildung zum Landmaschinen-Mechaniker und war – nur unterbrochen von seiner Bundeswehrzeit in Pfullendorf – dort bis 1964 als Geselle beschäftigt. Seinen ehemaligen Beruf nahm er zeitweise als Rentner wieder auf und bastelte oft und gerne an seinen Lanz- Oldtimer-Traktoren. 

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Talentierter Fußballer

Viel Talent bewies Walter Erhardt als Fußballer. Er und sein Bruder Hermann „Männl“ genossen in Fußballerkreisen weit über Legelshurst hinaus ein hohes Ansehen. Sein ehemaliger Schulrektor Wilhelm Schadt stellte einmal für den Verstorbenen eine heute noch vorhandene Biografie auf und nannte den „Nutz“ darin „Pelé aus der Rathausgasse“. Jedenfalls schaffte Walter Erhardt vom kleinen TuS Legelshurst damals den Sprung in die südbadische Fußball-Auswahl. Leider verhinderte eine schwere Knieverletzung im Oktober 1961 die Fortsetzung einer vielversprechenden Karriere. 

Mehrfach Ehrenmitglied

Walter Erhardt war ein sehr interessierter und geselliger Mensch, der bei Legelshurster Veranstaltungen fast immer zu den Gästen zählte. Im Schützenverein, beim Musikverein, dem „Sängerbund“, dem Reiterverein und dem TuS war er Ehrenmitglied – Indiz dafür, wie wichtig ihm sein Heimatdorf war. Walter Erhardt reiste aber auch viel und gern und war mit seiner Frau alleine oder mit Bekannten oft mit seinem Wohnmobil unterwegs. Seine Reisen führten ihn durch ganz Europa – von Skandinavien bis Sizilien und von Polen bis nach Spanien. Auch mit dem Flugzeug und per Schiff hat er viel von der Welt gesehen. 

Den Trauergottesdienst hielt Pfarrer Andreas Eisenmann. Außer Ehefrau Sigrid hinterlässt er seine Söhne Heiko und Marc, seine Schwiegertöchter Anja und Stefanie, seine fünf Enkelkinder und Bruder Hermann. 

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