Willstätt - Legelshurst

Legelshurster Rathaus aus Lego-Steinen nachgebaut

Autor: 
Richard Lux
Lesezeit 3 Minuten
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15. Juni 2018

(Bild 1/2) Nachbau und Original: Das von Legelshursts Pfarrer Andreas Eisenmann erbaute Modell des Legelshurster Rathauses... ©Richard Lux

Ein Rathaus im Rathaus: Legelshursts Pfarrer Andreas Eisenmann hat jetzt das markante Legelshurster Gebäude mit Lego-Steinen nachgebaut. 

Das Legelshurster Rathaus ist eines der markantesten Gebäude im Ort und hat für viele Einwohner eine hohe Bedeutung, wie die Diskussion und eine Unterschriftensammlung um das brisante Thema »neue Ortsmitte« bestätigt (die Kehler Zeitung berichtete). Zusammen mit der Kirche bildet es den Ortskern, der auf vielen Bildern, Fotos, Gemälden und Zeichnungen zu sehen ist. 

Legelshursts Pfarrer An­dreas Eisenmann hat nun etwas geschaffen, damit das Rathaus auf jeden Fall erhalten bleibt – egal was die »neue Ortsmitte« noch bringt. Allerdings halt aus Lego-Steinen und daher natürlich in kleiner Form. Per Internet hat der Baumeister die dafür nötigen Teile bestellt und alles zu einem großen Ganzen zusammengebaut. 

Schon Kirche aus Lego-Steinen gebaut

Es ist übrigens nicht das erste Gebäude, das Eisenmann aus Lego-Steinen nachgebaut hat: Auch die eigene Kirche hat er schon en miniature mit dem Baumaterial made in Dänemark erstellt.
Etwa 30 mal 20 Zentimeter misst das Miniatur-Rathaus in der Grundfläche. Grundrisspläne brauchte er dafür nicht. »Vom meinem Pfarrbüro aus hab ich es ja immer im Blick«, erzählt er. Ansonsten dienten ihm Fotografien als Vorlage. Und schließlich hat das Rathaus-Modell auch kein »Innenleben« – »bis auf ein paar kleine Gags«. 

Dimensionen am PC errechnet

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Die ungefähren Dimensionen errechnete er am PC. »Man muss ja mit den Teilen bauen, die man kriegen kann«, so Eisenmann weiter. Im Grunde habe die Größe der Fenster die Dimensionen des Modells vorgegeben. Und vieles sei einfach auch nur eine Frage von »trial and error«, von Ausprobieren und Verwerfen, gewesen.

Dach war besonders schwierig

Rund ein halbes Jahr hat er dran gebaut, erzählt er. »Eine besondere Herausforderung stellte die Dachkonstruktion dar, da sie nicht rechtwinklig ist«, berichtet Andreas Eisenmann über die »Bauarbeiten«. Für den Wiedererkennungswert seien auch die versetzten braunen Steine an den Ecken des Gebäudes wichtig, die sich in ähnlicher Form auch bei der Kirche finden. 

Witzige Details

Pfarrer Eisenmann weist ferner auf einige kleine Details hin, die an seinem Rathaus-Modell zu sehen sind, wie etwa das Legelshurster Wappen, die Fallrohre für das Regenwasser, der Lieblinger Gedenkstein, die Sirene und natürlich das Feuerwehrauto, das man durch die Eingangstore anschauen kann. Hinter den Fenstern finden sich noch weitere kleine Besonderheiten, wie zum Beispiel eine Treppe, eine Uhr, eine Blume, eine Fledermaus oder eine Katze. Das »kleine« Rathaus ist innen beleuchtet, sodass man dies alles besser sehen kann. 

◼ Wer das Eisenmann’sche Lego-Modell selbst in Augenschein nehmen möchte, kann dies vor Ort im Legelshurster Rathaus tun. Es ist in der dort derzeit untergebrachten Willstätter Mediathek ausgestellt und kann zu den normalen Öffnungszeiten besichtigt werden.

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