Hilfe für Indien und Afrika

Legelshurster Unternehmer hilft bei Trinkwasseraufbereitung

Autor: 
Richard Lux
Lesezeit 3 Minuten
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21. Januar 2020

(Bild 1/2) Dieses Straßenbild in Madagaskar hat Rüdiger Fladt und seine Frau Tanja dazu bewogen sich für die dortigen Menschen zu engagieren. ©LFI

Sauberes Wasser für die Ärmsten der Armen: Eine Firma aus Legelshurst unterstützt mit technischen Anlagen die Trinkwasseraufbereitung in Indien und verschiedenen Staaten Afrikas.

„Las Fuentes International“ (LFI) ist eine der jüngsten Partner der Kontaktmission, einer weltweit vernetzten Missionsbewegung. Die LFI wurde vor zwei Jahren vom Legelshurster Unternehmer Rüdiger Fladt und seinen Freunden Thomas Walter und Roland Schlenker bei einem Urlaub im Hotel „Las Fuentes“ im spanischen Alcossebre gegründet. „In langen Gesprächen wurde uns immer mehr bewusst, wie wichtig es wäre, unser technisches Wissen für Andere zur Verfügung zu stellen“, erzählt Rüdiger Fladt. „Das war dann die Geburtsstunde unseres Wasserprojekts, und was dessen Namen betrifft hat sich der Hotelname ‚Las Fuentes‘ (zu Deutsch: „die Quelle“) in Bezug auf die Wiederherstellung von Trinkwasser geradezu aufgedrängt.“ 

Besuch in Madagaskar als Schlüsselerlebnis

Für Rüdiger Fladt und dessen Ehefrau Tanja waren bei einem Besuch vor einigen Jahren in Madagaskar die damaligen Eindrücke der Hauptgrund, sich für die Menschen in ärmeren Ländern der Welt zu engagieren. Die LFI-Idee basiert darauf, technische Ausrüstung zum Beispiel bei der Trinkwasser-Aufbereitung, Wasserversorgung, Brunnenzubehör, Stahlkonstruktionen oder Elektrotechnik für die Ärmsten der Armen zu entwickeln, zu fertigen und zu liefern. 

Ohne Chemie und absolut autark

Die LFI baut Wasseraufbereitungs-Anlagen zum Selbstkostenpreis, die verschmutztes und verkeimtes Wasser auf ganz einfache Weise reinigen können – ohne Chemie und absolut autark. Die Anlagen sind so klein, dass sie durch zwei Menschen transportiert werden können, und so einfach gebaut, dass sie auch keine komplizierte Wartung benötigen. Je nach Verschmutzung des Wassers können damit bis zu 700 Liter Wasser pro Stunde gereinigt werden. 

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Laut Rüdiger Fladt möchte man Missionaren oder Hilfswerken die in Deutschland gebauten Anlagen vor Ort zur Verfügung stellen, auch um Menschen mit Gottes Wort zu erreichen. In Indien ist die LFI mit einem Wasserprojekt bereits ansässig; aktuell läuft eine Anlage erfolgreich in Madagaskar. Drei weitere Anlagen sind derzeit im Bau und mehrere Projekte in der Planung. 

Anlage für Missionsstation in Kenia

Mit einer in der Firma Fladt Engineering GmbH gebauten Trinkwasser-Aufbereitungsanlage fliegen auch Carolin und Simon Haberstroh nach Kenia in die dortige Missionsstation. Die Missions-Eheleute schauten sich vor einigen Tagen in Kehl ihr „Mitbringsel“ an und bekamen von Rüdiger Fladt auch gleich eine technische Einweisung. Das junge Ehepaar aus der Gemeinde Wüstenrot war schon zweimal in Kenia vor Ort und wird sich künftig dort bei der Betreuung der Menschen als Missionare in einem Waisenhaus einbringen.

Sponsoren gesucht

Natürlich sucht die LFI Sponsoren. Bei der Zimmer Group in Freistett war man auch bereits erfolgreich, denn das Rheinauer Unternehmen hat die nächste Anlage gespendet, die noch im Januar nach Kenia geflogen wird. 

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