Sanierung

Markuszentrum: Goldscheuer zahlt an Toiletten mit

Autor: 
Michael Müller
Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
18. Juni 2018

Das Markuszentrum in Goldscheuer hatte zuvor durch Schimmelbefall von sich reden gemacht. ©Michael Müller

Die Ortschaft Goldscheuer wird sich an den Kosten für den Einbau einer barrierefreien Toilettenanlage im Markuszentrum beteiligen. Dies beschloss der Ortschaftsrat am Donnerstag. 

Das evangelische Markuszentrum in Goldscheuer hatte in letzter Zeit häufiger für Negativschlagzeilen gesorgt. Zuletzt war Ende Oktober vergangenen Jahres Schimmelbefall im Bereich des Herren-WCs und im Heizungsraum nebenan entdeckt worden. 
Das Gebäude musste aus Gründen des Gesundheitsschutzes geschlossen werden. Ursache war ein Wasserrohrbruch, der auch an einigen Stahlträger in den Wänden Schäden verursachte. Es konnten keine Gottesdienste dort gefeiert, kein Konfirmandenunterricht abgehalten werden, und auch die Gruppen und Kreise konnten das Markuszentrum nicht mehr nutzen.

- Anzeige -

Wände ausgetauscht 
Inzwischen sind die betroffenen Wände und Sanitäranlagen ausgetauscht, der Schimmelbefall beseitigt, sodass das Markuszentrum inzwischen teilweise wieder genutzt werden kann. Die Gebäudeversicherung kommt mit rund 40 000 Euro für die Wiederherstellung der Räume auf. Davon sind laut Kirchengemeinde für Schimmelbeseitigung inklusive Sachverständigen-Gutachten, Ortung der Leckage und Bautrocknung bereits rund 14 000 Euro ausgegeben. Somit stehen noch rund 26 000 Euro zur Verfügung. 
Schon länger wünscht sich die Kirchengemeinde ein barrierefreies WC im Markuszentrum. Zuletzt hatte es in dieser Frage mehrere Gespräche mit dem Kirchengemeinderat, dem evangelischen Verwaltungs- und Serviceamt und der Ortsverwaltung gegeben. Die Idee ist nun, das barrierefreie WC im Zuge der restlichen Arbeiten zur endgültigen Wiederherstellung des Markuszentrums zu realisieren. 
Hierfür würden indes laut Kirchengemeinde Mehrkosten von rund 20 000 Euro anfallen, da ein barrierefreies WC mehr Platz braucht und daher umfangreichere Umbauten innerhalb des Gebäudes nötig sind. Doch eine nachträgliche »Nachrüstung« würde noch teurer. Die Kirchengemeinde möchte daher jetzt die »Gunst der Stunde« nutzen – zumal sie finanziell ohnehin nicht auf Rosen gebettet ist.
Erfreulich sei, dass der Evangelische Oberkirchenrat in Karlsruhe bei einem Vorgespräch zugesagt hatte, die Hälfte der Mehrkosten (also rund 10 000 Euro) zu übernehmen. Die Kirchengemeinde selbst kann dank außerordentlicher Spenden eine Eigenbeteiligung von 2500 Euro aufbringen. 

Maßnahme mache Sinn
Die restlichen rund 7500 Euro wird nun die politische Gemeinde übernehmen, beschloss der Ortschaftsrat am Donnerstag. Die Maßnahme mache Sinn, so Ortsvorsteher Richard Schüler – auch vor dem Hintergrund, dass das Markuszentrum in einem mittelfristig zu planenden Bürgerpark eingebunden werden soll, der zwischen dem Friedhof Goldscheuer und den »Hanfrötze«-Teichen und der Skater-Anlage in Marlen entstehen soll. Zudem, so Schüler weiter, will die Kirchengemeinde das Markuszentrum auch für andere als kirchliche Zwecke nutzen. Und schließlich hat sich die Ortschaft auch an Sanierungsmaßnahmen in den katholischen Kirchen in Marlen und Goldscheuer beteiligt.
Da die politische Gemeinde auch außerplanmäßig einen Bauplatz in der Ortschaft verkaufen konnte, kann sie den Zuschuss auch aufbringen.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Kehl

06.06.2020
Schmucklose Bestattung in Willstätt
Ausnahme für Urnenrasengräber nur für zwei Wochen
06.06.2020
Willstätt
Gemeinderats- und Ausschusssitzungen in Willstätt können zukünftig zu Protokollzwecken mitgeschnitten werden. Dies beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. 
05.06.2020
Serie "Ehrensache"
Manfred Hofer ist Vorsitzender des Männerchors Bodersweier. Er ist sich sicher, dass ein guter Vorsitzender hunderprozentig hinter seinen Aufgaben stehen muss.
05.06.2020
Badesaison
Das Freibad in Kehl wird trotz Corona-Lockerung in diesem Sommer nicht öffnen, das hat die Stadtverwaltung entschieden. Und in Auenheim soll es auch nicht so bald weitergehen. Claude Woitzschitzky von der DLRG hat nun eine schlimme Befürchtung.
05.06.2020
Bank-Azubis
Die Azubis der Volksbank Bühl realisieren seit vielen Jahren in Eigenregie soziale Projekte vor Ort. Da in Corona-Zeiten das Mitwirken in Betreuungseinrichtungen nicht möglich ist, haben sie sich ein neues Betätigungsfeld gesucht und in Kehl bei der Erdbeerernte mit angepackt. 
05.06.2020
Verkehr
Auch in Kehl erlebt das Fahrrad einen nie dagewesenen Boom. Vor allem E-Bikes, beziehungsweise Pedelecs, werden verstärkt gekauft. Nicht ganz unschuldig an Trend ist auch das Coronavirus.  
05.06.2020
Flüster-News
Das Kehler Stadtgeflüster: Heute unter anderem mit einem ausgezeichneten Kehler, einem türkischen Frühstück und einem Bahn-Aufreger.
05.06.2020
Willstätt
Mit der Rückkehr weiterer Schüler in den Präsenzunterricht wird sich auch in der Corona-Notbetreuung der Schulkinder in Willstätt einiges ändern. Künftig wird die Caritas wochenweise den Dienst übernehmen.
05.06.2020
Willstätt
Die Gemeinde Willstätt sieht den laufenden Etat durch die Corona-Krise nicht belastet. In Sachen Finanzausgleich gibt es für die Folgejahre allerdings Fragezeichen, hieß es im Gemeinderat.
05.06.2020
Willstätt
Ein Fachwerkhaus an der Hauptstraße in Willstätt steht seit 15 Jahren leer. Noch ist seine Zukunft unklar.
04.06.2020
Serie "Ehrensache"
KEZ-Serie „Ehrensache“ (2): Lina Stoll ist Vorsitzende des Frauenvereins Kork. Im Interview spricht sie über ihre Motivation, ehrenamtliches Engagement und Begegnungen mit Jung und Alt.
04.06.2020
Kehl
Kehl als Carsharing-Standort: Ein zweites Elektrofahrzeug für die Flotte, eine zusätzliche Ladestation für mehr Klimaschutz und die Online-Anmeldung machen es möglich.

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -
  • High Performance Fitness: Im Mai hat das neue Studio mit über 900 Quadratmetern eröffnet.
    06.06.2020
    Oberkirch-Zusenhofen: Von der Muckibude zum großen Fitnessstudio
    Zusenhofen hat ein neues Fitnessstudio. Die Huze Muskelschmiede am Wiesenbach bietet, was es sonst eher in Großstädten gibt: Öffnungszeiten rund um die Uhr und einen Gerätepark, bei dem neben den Gesundheitssportlern auch ambitionierte Kraftsportler auf ihre Kosten kommen.
  • 370 Mitarbeiter des Familienunternehmens J. Schneider Elektrotechnik fertigen am Standort Offenburg Produkte für die industrielle Stromversorgung – für Windräder, Fotovoltaikanlagen oder Papierfabriken.
    05.06.2020
    Serie "Wir sind systemrelevant"
    Serie „Wir sind systemrelevant“ – Ortenauer Firmen, die in der Corona-Krise unverzichtbar sind. Teil 22: Die J. Schneider Elektrotechnik aus Offenburg stellt Transformatoren her.
  • Fischer Küchen in Offenburg bietet auf 1100 Quadratmetern eine große Auswahl an Küchenideen.
    04.06.2020
    Aktuelle Trends in der Ausstellung auf 1100 Quadratmetern Verkaufsfläche
    29 Jahre Erfahrung in der Branche sowie der Anspruch an Professionalität und Qualität in Beratung, Planung, Materialien, Geräten oder Montage machen es möglich: Das Fischer Küchenatelier Offenburg verhilft den Kunden zum individuellen Küchentraum - maßgeschneidert, termingerecht und...
  • Mehr als 50 Attraktionen erwartet die Besucher bei Funny World in Kappel-Grafenhausen.
    29.05.2020
    KInderspielparadies in Kappel-Grafenhausen öffnet ab Freitag, 29. Mai, wieder / Tickets vorab reservieren
    Das In- & Outdoor Spieleparadies in Kappel-Grafenhausen öffnet ab Freitag, 29. Mai, wieder seine Tore für seine großen und kleinen Besucher. Ein besonderes Highlight zur Wiedereröffnung ist die neue Attraktion „mexikanischer Adler Flug“.