Kehler Stadtentwicklung

Einzelhändler und Gastronomen wollen Innenstadt verbessern

Autor: 
Redaktion
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17. Januar 2019

Die Runde wurde von Richard Reschl (rechts) vom gleichnamigen Stadtentwicklungsbüro« moderiert. ©Stadt Kehl

Kehler Einzelhändler und Gastronomen haben eine Qualitätsoffensive für die Innenstadt von Kehl gefordert. Sie haben sich jetzt getroffen, um aus ihrer Sicht einen Beitrag zum Stadtentwicklungskonzept 2035 zu leisten. 

Der Einkauf müsse bequem und angenehm sein, war sich die Runde aus Einzelhändlern und Gastronomen einig. Deshalb müssten auch die Parkplätze attraktiv sein –  eine Voraussetzung, die der Läger nicht erfülle. Die Teilnehmer plädieren dafür, den Läger gestalterisch aufzuwerten, gut auszuleuchten und die Parkautomaten so umzurüsten, dass die Gebühren mit dem Smartphone oder kontaktlos mit Bankkarte bezahlt werden können. 

Mieten zu hoch

Die Mietkosten für Ladenflächen seien in Kehl sehr hoch, meinte die Runde. Manchen Vermietern seien hohe Mieteinnahmen wichtiger als die Qualität des Angebots des Mieters, wurde bedauert. Dabei sei klar: Verschlechtere sich die Qualität der Innenstadt durch ein Überangebot an Automatenbistros, Tabak- und Billigläden, sänken auch die Mieten. Solidarität sei das Gebot der Stunde, wenn man die Entwicklung von anderen Klein- und Mittelzentren im Einzugsbereich von Großstädten verhindern wolle – nämlich dass der Einzelhandel nur noch die Nahversorgung abdecke.

Mehr Gastronomie

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Die Innenstadt brauche eine Qualitätsoffensive: mehr Gastronomie auf dem Marktplatz zur Belebung und Verbesserung der Aufenthaltsqualität, freies WLan in der  Fußgängerzone, das auf ein Stadtportal mit Einkaufs- und Gastro-Tipps führe, Anzeigetafeln auf dem Marktplatz, auf denen die Kunden ablesen können, wann Tramzüge oder Busse abfahren, mehr und attraktivere Kinder-Spielgeräte, Fassaden-Sanierungen und Beschränkung von Schriftzügen und Werbeanlagen, lauteten einige der vorgeschlagenen Maßnahmen. Die Themen Identifikation und Regionalität sollten zudem stärker herausgearbeitet werden. Würden in der Innenstadt Ladenflächen frei, sollten sich alle bemühen, eine qualitativ hochwertige Nachnutzung zu finden, hieß es. In einem Gewerbeverein könnten auch Hausbesitzer eingebunden werden, damit diese stärker darauf achteten, an wen sie vermieteten.

Ein Imageproblem

Einig war man sich, dass Kehl als Einkaufsstadt von Einheimischen deutlich schlechter beurteilt wird als von Besuchern von außen: »Wir haben ein Imageproblem, das von innen heraus kommt«, hieß es. 

Laut einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung lässt sich das Ergebnis des Treffens so zusammenfassen: Der Einzelhandel in der Kehler Innenstadt könne zuversichtlich in die Zukunft blicken – wenn er sich anpasst, weiterentwickelt und die Rahmenbedingungen stimmen. Die Kräfte müssten gebündelt werden: Neben Einzelhändlern, Hoteliers, Gastronomen und der Stadt seien dabei auch die Hauseigentümer im Stadtzentrum gefordert.

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