Kehl

Musiker zollen bei Kehler Premiere James Bond ihren Tribut

Autor: 
Martin Egg
Lesezeit 3 Minuten
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19. Juli 2021
Olaf Fütterer, der in Achern lebende der Singakademie Ortenau, legte bei dem zweieinhalbstündigen Konzert in der Stadthalle nur ein einziges Mal seinen Taktstock beiseite.

(Bild 1/3) Olaf Fütterer, der in Achern lebende der Singakademie Ortenau, legte bei dem zweieinhalbstündigen Konzert in der Stadthalle nur ein einziges Mal seinen Taktstock beiseite. ©Martin Egg

Geschüttelt, nicht gerührt: Olaf Fütterers James-Bond-Tribute-Band erhöhte am vergangenen Samstagabend in der Kehler Stadthalle den Pulsschlag nicht nur eingefleischter 007-Fans.

Mit „Keine Zeit zu sterben“ feiert am 30. September das nach offizieller Zählweise 25. Leinwandabenteuer des britischen Geheimagenten James Bond seine Premiere in den deutschen Kinos. Hoffentlich. Denn der Corona-Krise geschuldet, war der neueste Film über den Spion mit der Lizenz zum Töten gleich mehrmals verschoben worden. Nicht nur die Filmbranche, die Kulturindustrie an sich litt in den vergangenen Monaten unter massiven pandemiebedingten Einschränkungen. Viele Künstler sahen und sehen sich noch immer in ihrer Existenz gefährdet.

Drosten war Ideengeber

Ausgerechnet der zu Beginn der Pandemie in allen Medien präsente Virologe Christian Drosten soll es gewesen sein, der den in Achern lebenden Leiter der Singakademie Ortenau, Olaf Fütterer, zur Gründung eines Projekt-Orchesters inspirierte. Drostens Physiognomie, vor allem dessen wuschelige Haarpracht, hätten ihn an den von Ben Whishaw dargestellten jungen Waffenmeister „Q“ erinnert. Fütterers Fantasie kannte keine Grenzen: So wurde aus dem Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wiehler, der Geheimdienst-Chef „M“, aus Gesundheitsminister Jens Spahn wiederum der britische Verteidigungsminister. Die James-Bond-Tribute-Band war geboren.

Die 18-köpfige, aus deutschen und französischen Profi-Musikern zusammengesetzte Bigband mit Bläsern, Synthie-Piano, E-Gitarre und Schlagzeug lieferte am Samstagabend in der mit 150 Sitzplätzen bestuhlten und nahezu ausverkauften Kehler Stadthalle eine bemerkenswerte Leistung ab. Denn der in sechs Jahrzehnten zur langlebigsten Filmreihe der Welt herangereifte Bond-Kult war – changierend zwischen jazzigen Arrangements der frühen 60er, 70er-Jahre-Plastik-Pop, dem New Wave der 80er-Jahre und den in den 90ern aufkommenden R'n'B-Rhythmen – auch musikalisch stets ein Spiegel seiner jeweiligen Zeit.

Facettenreichtum war deshalb nicht nur von den Orchestermitgliedern, sondern auch von der Acherner Sängerin Rina Späth gefordert, die diesen Parforceritt zwar nicht immer mühelos, dafür aber mit viel Hingabe meisterten und von ihrem Publikum völlig verdient Applaus ernteten.

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Späth intonierte mit „Goldfinger“ (1964), „Diamonds are forever“ ('71) und „Moonraker“ ('79) gleich drei ursprünglich von der stimmlich einzigartigen Shirley Bassey performte Stücke. Allesamt aus der Feder des vierfachen Oscar-Preisträgers John Barry, der die Bond-Reihe musikalisch geprägt hat wie kein zweiter Komponist. Bis auf Sam Smiths „Writings on the Wall“, dem Titelsong aus „Spectre“ (2015), blieb Späth an dem Abend den weiblichen Interpreten treu. Bei „We have all the Time in the World“, den Louis Armstrong anlässlich von „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ 1969 nur zwei Jahre vor seinem Tod eingesungen hatte, tauschte aber Dirigent Fütterer den Taktstock mit dem Mikrofon und ließ seine Stimmbänder die Arbeit verrichten.

007-Experte moderiert

So fanden bei der zweieinhalbstündigen Veranstaltung gut drei Viertel der für die Bond-Reihe produzierten Titelsongs ihren Weg in die Kehler Stadthalle. Moderiert wurde der Abend anekdotenreich und informativ von Fütterers niedersächsischem Landsmann Danny Morgenstern, der sich nicht nur einen Namen als Tanzlehrer und Knigge-Coach, sondern auch als mit Expertenwissen glänzender Autor zahlreicher 007-Sachbücher gemacht hat.

Weitere Bond-Band-Auftritte in Deutschland, Frankreich und der Schweiz sind geplant. Informationen zu den Tour-Terminen finden sich im Internet unter:

www.james-bond-tribute-concert.de

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