Willstätt

Neue interkulturelle Mutter-Kind-Gruppe in Willstätt

Autor: 
Nina Saam
Lesezeit 2 Minuten
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08. November 2019

Lin Ling aus China und Silda aus Syrien sind zwei Teilnehmerinnen der interkulturellen Mutter-Kind-Gruppe in Willstätt. Sie freuen sich nicht nur über die gemeinsame Zeit mit ihren Jüngsten und den Erfahrungsaustausch mit anderen Mamas, sondern auch über die Gelegenheit, Deutsch sprechen zu können. ©Andrea Schlegel

Seit drei Wochen gibt es eine interkulturelle Krabbelgruppe in Willstätt. Mamas aller Nationalitäten und ihre Babys können sich hier austauschen, Freundinnen finden und Zeit mit ihren Kindern verbringen. Die Integrationsbeauftragte der Gemeinde, Andrea Schlegel, die das Projekt initiiert hat, sucht nun noch deutsche Mütter.

Rund 120 Geflüchtete leben in der Gemeinde Willstätt. Die Integration läuft ziemlich reibungslos – auch dank der Integrationsbeauftragten Andrea Schlegel und Integrationsmanager Philipp Bürkel, die zusammen immer wieder neue Projekte auf die Beine stellen. 

Man spricht meist Deutsch

So gibt es seit drei Wochen eine interkulturelle Mutter-Kind-Gruppe – eine Krabbelgruppe für Kinder von 0 bis 18 Monaten. „Es geht wirklich interkulturell zu“, sagt Andrea Schlegel. „Momentan sind es 5 bis 6 Frauen aus Syrien, Palästina und China.“ Die meisten Frauen leben schon seit mehreren Jahren in Willstätt. „Dadurch, dass sie verschiedenen Nationalitäten angehören, unterhalten sie sich auch untereinander auf Deutsch“, freut sich Andrea Schlegel. 

Problem: mangelnde Mobilität

Ein Problem ist allerdings die mangelnde Mobilität. Da einige Familien in Sand leben, hat sie einen Bus organisiert, der die Mamas mitsamt ihren Babys abholt und zum „Treffpunkt“ nach Willstätt bringt, wo sich die Krabbelgruppe trifft. Für die fachkundige Leitung der Mutter-Kind-Gruppe hat die Integrationsbeauftragte mit Vanessa Sachs eine ausgebildete Pekip-Gruppenleiterin gewinnen können. 

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Deutsche Mamas mit Babys gesucht

Was freilich noch fehlt, sind deutsche Mamas und ihre Babys. Andrea Schlegel und Vanessa Sachs würden sich freuen, wenn auch deutsche Frauen das unverbindliche und kostenlose Angebot wahrnehmen würden. „Ich finde, Krabbelgruppen sind eine schöne Tradition hierzulande – und eine gute Einstiegs-Aktivität für unsere geflüchteten Frauen“, so Andrea Schlegel. 

Dabei geht es bei den Treffen oft ziemlich „deutsch“ zu, denn „Hoppe hoppe Reiter“ und „Aramsamsam“ kennen die meisten Teilnehmerinnen auch – von ihren älteren Kindern, die die bekannten Kinderlieder und Verse aus dem Kindergarten mit nach Hause bringen. Daneben können die Frauen aber auch Lieder und Bewegungsspiele aus ihrer jeweiligen Heimat mit einbringen. 

Erfahrungsaustausch ist möglich

Neben dem Spiel und der Beschäftigung mit dem Kind ist natürlich auch der Erfahrungsaustausch ein wichtiger Bestandteil, sagt Andrea Schlegel, die selbst zwei Kinder hat: „Die Fragen und Probleme frisch gebackener Mütter sind ja in jeder Kultur die gleichen.“ 
◼ Die interkulturelle Mutter-Kind-Gruppe findet immer donnerstags von 10 bis 11 Uhr im Begegnungszentrum „Treffpunkt“, Hauptstraße 59a in Willstätt, statt. Infos gibt es bei Andrea Schlegel, • 0 78 52/43-3 38, E-Mail: an­drea.schlegel@willstaett.de.

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