Narrenrat "Wölfe" Eckartsweier

Neuer Narrenvorstand entspricht fast der alten Besetzung

Autor: 
Klaus Elff
Lesezeit 3 Minuten
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30. Oktober 2018

Ein Teil des Narrenrates: Philip Stadtmüller (Kasse), Stefanie Birk (Schriftführerin), Vorsitzender Edgar Reuter und sein Stellvertreter Dietmar Zapf ©Klaus Elff

Am Freitag wählten die Narren aus Eckartsweier einen neuen Narrenrat. Bis auf wenige Ausnahmen blieb es bei dem bisherigen Vorstand.

Auch ein Verein, der sich die Narretei auf die Fahnen geschrieben hat, muss sich hin und wieder »trockenen« Themen widmen. Und das taten die Verantwortlichen des Narrenrats »Wölfe« Eckartsweier bei der Hauptversammlung am Freitag im Vereinssaal im Keller des Kindergartens.

Über die Auswirkungen der Datenschutzgesetzgebung für Vereine referierte Vizepräsident Dietmar Zapf und verteilte an alle Anwesenden Einwilligungserklärungen, damit sie keinen Widersprich einlegen, wenn sie im Zusammenhang mit öffentlichen Veranstaltungen mit Bild und Name erwähnt werden.

Die Last der Steuern

Auch über die Finanzen musste nachgedacht werden. Mehr als 4000 Euro Steuern wurden im abgelaufenen Berichtsjahr im Voraus fällig. Die Gema schlug mit mehr als 1000 Euro zu, und die Versicherungen wollten um die 2000 Euro von den Narren. Ganz schöne Batzen, wenn die Einnahmen nicht ebenso steigen. Deshalb hatten sich die Verantwortlichen viele Gedanken gemacht, wo Einsparungen möglich sind. 

Solche Probleme machten nicht gerade Mut, sich bei den anstehenden Neuwahlen um Ämter zu bewerben. Der Noch-Vorsitzende Edgar Reuter gab voller Optimismus sein Bestes zu zeigen, wie gut die »Wölfe« im Verband integriert sind, und wie gut es in den einzelnen Gruppen läuft. Trotzdem fanden sich keine Mitglieder für die Übernahme des Vorstandsposten bereit. Die Fußstapfen des Präsidenten Reuter waren wohl doch für einen Nachfolger ganz schön groß, wenn nicht gar zu groß. 

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Auch die eindringlichen Worte des Wahlleiters Jürgen Hetzel, langjähriger Vorsitzender eines Eckartsweierer Vereins und damit sehr erfahren mit der Vorstandsarbeit, fand kein Gehör in der Runde. Unter dieser Voraussetzung ging man an die Wahl des Vorstands.

Im April ist Schluss

Und so setzt sich der Vorstand nun zusammen: Reuter bleibt Präsident der Narren, Dietmar Zapf sein Vertreter. »Ich lass Dich nicht im Stich!«, sagte er zum Vorsitzenden. Die Kasse bleibt in den Händen von Philipp Stadtmüller und Sarina Baas, Stefanie Birk schreibt weiter die Protokolle. Fast alle Beisitzer konnten für eine Weiterarbeit gewonnen werden. Der im Amt bestätigte Reuter machte aber klar: »Im April des nächsten Jahres ist endgültig Schluss für mich!«

Neue Aktivengruppe

Eine positive Geschichte ist die Gründung einer neuen Gruppe von Aktiven im Narrenrat. Es sollte eine Möglichkeit geben für Frauen, die etwa aus der Prinzengarde ausscheiden, weiter oder neu in einer Gruppe bei der Fasnacht dabei zu sein und auf der Bühne zu stehen.

Dieser Vorschlag wurde mit viel Beifall aufgenommen. »Wir haben sogar schon angefangen mit dem Training für einen Auftritt im nächsten Jahr«, sagte die später als Leiterin der Gruppe gewählte Kendra König. »Eine Trainerin haben wir auch schon.« »Rotkäppchen« soll die Gruppe heißen, passend zu den »Wölfen«.

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