Kommunalpolitik

Neujahrsempfang in Legelshurst

Autor: 
Richard Lux
Lesezeit 3 Minuten
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13. Januar 2020

Mit mehr als 200 Besuchern war die Legelshurster Festhalle sehr gut gefüllt. ©Richard Lux

Mit über 200 Besuchern war der Neujahrsempfang am Freitagabend in der Legelshurster Festhalle sehr gut besucht.

Ortsvorsteher Peter Scheffel begrüßte die zahlreichen Gäste. Sein besonderer Gruß verbunden mit einem großen Dankeschön galt den Legelshurster Vereinsvorständen und Tobias Hirsch, dem Abteilungskommandanten der Freiwilligen Feuerwehr. 

Scheffel hielt bei seiner Neujahrsempfangs-Premiere als Ortsvorsteher eine bemerkenswerte Rede, die gepaart mit Sachlichkeit, aber auch Angriffslust Eindruck machte und mit viel Beifall bedacht wurde. So bot er unter anderem dem unter den Gästen weilenden Bürgermeister Christian Huber ein Duett an, was die Umsetzung der Vorhaben 2020 und darüber hinaus betrifft und dies mit der Anmerkung, dass natürlich alles Zeit braucht und man auch einen ausgeglichenen Haushalt von Willstätt im Blick behalten muss. 

Duett oder Duell?

Falls man bei den großen Themen für sein Dorf allerdings nicht den optimalen Spielraum nutzt, würde der Ortsvorsteher aber auch einem „Duell“ mit dem Bürgermeister nicht ausweichen. Scheffel: „Herr Huber, ich denke es ist Zeit für ein Duett. Ich weiß, dass die Legelshurster Ihnen vom Wahlkampf her wichtig sind. 58,62 Prozent sind ja auch eine stattliche Zahl, aber auch verpflichtend.“ 

Scheffel setzt vor allem auf einen Termin im Februar/März, wo erste Gespräche mit Verwaltung und Ortschaftsrat bezüglich der Legelshurster Themen mit dem Freiburger Planungsbüro „sutter³ KG“ anberaumt sind. In der fünfmonatigen Amtszeit des neuen Ortschaftsrates habe man laut dem Ortsvorsteher einiges auf den Weg gebracht und mit angeschoben. 

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Ein wunderbares Erlebnis, nicht nur für die vielen Besucher, sondern auch für das neue Gremium, war der Weihnachtsmarkt, der erstmals rund um das Rathaus stattfand. Auch auf den Spatenstich des neuen Feuerwehrhauses am kommenden Mittwoch freut man sich. 

Positiv sieht man im Ortschaftsrat den Dialog mit den Bürgern, der das Dorf voranbringen soll. „Duell oder Duett“? Bürgermeister Christian Huber nahm die Vorlage locker auf. Er schließt dabei auch mögliche Duelle mit anderen Ortsteilen nicht aus. Mit Legelshurst hat er ja bislang gute Erfahrungen gemacht und er fühlt sich dort auch wohl. Wohl fühlen sollen sich auch weiter die Legelshurster und daran gilt es gemeinsam zu arbeiten.

Thema Supermarkt

Auch für den Bürgermeister ist der Termin mit dem Planungsbüro wichtig. Er hofft, dass es für die anstehenden Projekte bis Mitte des Jahres ein Spur gibt. Noch nicht gefunden hat man den richtigen Weg in Sachen Supermarkt in Legelshurst. Der Bürgermeister berichtete von unzähligen Gesprächen mit Interessenten. Huber: „Natürlich sehen wir die 1100 Unterschriften. Der Ortsvorsteher und ich suchen im ›Duett‹ alle Möglichkeiten auszuloten und hoffen auf eine positive Lösung.“ 

Auch für den Bürgermeister ist der Austausch mit den Bürgern wichtig und für sein Motto „Im Duett führen und aus dem Duell etwas Gutes machen“ gab es für Huber in Legelshurst ebenso großen Applaus wie nach seiner humorigen „Kampfansage“ an Ortsvorsteher Scheffel: „Fordern Sie mich zum Duell – ich bin bereit.“ 
Über viel Beifall und ein großes Lob von allen Seiten durften sich Alex Wagner und sein Tochter Lisa freuen, die mit ihrer Musik nicht nur ein optimales Kontrastprogramm zu den Redner boten, sondern sich auch als tolle Botschafter vom Ortsteil Hesselhurst präsentierten.

Nach dem offiziellen Teil herrschte – bestens versorgt durch den Ortschaftsrat – noch lange reger Betrieb an den vielen Stehtischen und alle Legelshurster hoffen, dass das „Duell“, wenn nötig, fruchtet und das „Duett“ sich letztendlich findet.

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