Schwarzwaldverein

„Ola kala“ für die Wanderer

Autor: 
Karin Bürk
Lesezeit 3 Minuten
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14. Oktober 2021
Mitglieder des Kehler Schwarzwaldvereins waren auf der Insel Naxos unterwegen. Bei sommerlichen Temperaturen erkundeten sie die Geschichte und Landschaft der ägäischen Insel.

Mitglieder des Kehler Schwarzwaldvereins waren auf der Insel Naxos unterwegen. Bei sommerlichen Temperaturen erkundeten sie die Geschichte und Landschaft der ägäischen Insel. ©Karin Bürk

Mitglieder des Kehler Schwarzwaldvereins waren auf der Insel Naxos unterwegen. Bei sommerlichen Temperaturen erkundeten sie die Geschichte und Landschaft der ägäischen Insel.

Eine Gruppe von 22 Wanderbegeisterten des Kehler Schwarzwaldvereins flog Mitte September für eine Woche in die Ägäis. Los ging es um 2 Uhr morgens mit dem Bus nach Frankfurt am Main, dann per Flugzeug nach Santorini und letztlich mit der Expressfähre in Richtung Naxos.

Die bewegte Geschichte der griechischen Insel in der Südlichen Ägäis ist weithin sichtbar, davon zeugen unter anderem die zahlreichen Wohntürme mit den markanten Ecksteinen auf den Dächern oder das zwölftürmige Kastell in der Hauptstadt, die aus venezianischer Herrschaft im 13. Jahrhundert stammen. Viele Dörfer, die Ausgangspunkt der Wanderungen waren, wurden im Inneren der Insel in Tälern errichtet, um vor Piraten geschützt zu sein.

Naxos baut noch heute weißen Marmor ab und war bis vor kurzem Hauptlieferant von Schmirgel, der auch in Deutschland zur Herstellung von Schleifmitteln verwendet wurde. Weiter sind Landwirtschaft und sanfter Tourismus von wesentlicher Bedeutung für die Insel.

Durch enge Gassen

Vier Wanderungen und eine abendliche Stadtführung durch die engen Gassen in und um das Kastell waren geplant. Steinmauern, die über Generationen hinweg von Hand aufgeschichtet wurden und die ganze Insel durchziehen, begleiteten die Wanderer überall. Es ging durch malerische Dörfer, die Hauswände blauweiß gestrichen, mit eingetopften Geranien und Kräutern auf Treppen und Fenstersimsen geschmückt, Bougainvillea-Sträucher leuchteten in kräftigen Farben. Die Wanderführerin Stella Korre reichte immer wieder duftende Kräuter an ihre Begleiter weiter, deren Aromen den ganzen Weg überall in der Nase lagen: Thymian, Salbei oder gelb blühender wilder Fenchel.

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Eine der Wanderungen führte durch die Eichen- und Olivenhaine von Koronos bergab nach Lionas ans Ägäische Meer. Nach einem anstrengenden Marsch in der für diese Jahreszeit unerwarteten Hitze war der Sprung ins kühle Wasser eine wunderbare Erfrischung. Anschließend gab es in der Taverne frisch zubereitete landestypische Gerichte zu kosten.

Eine weitere Tour führte über die alten Handelspfade, die heute noch mit Eseln beritten werden und häufig mit weißen Marmorblöcken ausgelegt sind, von Aparathou zur Kirche Kyriaki aus dem neunten Jahrhundert. Die bunten Fresken mit ihren Pflanzen- und Vogelmotiven sind gut erhalten.

Das nächste Ziel waren die Kolosse von Kouros im Steinbruch und Garten von Ferio aus dem sechsten Jahrhundert vor Christus (Foto). Der Anblick der fünf Meter hohen Steinfiguren aus weißem Marmor war eine beeindruckende und interessante Erfahrung für die Gruppe.

Die Mitglieder verabschiedeten sich herzlich von Stella Korre, die sehr sachkundig auf Naxos führte und die Teilnehmer mit ihrem „Ola kala“, griechisch für „Wie geht es Euch“, zusammen und bei Laune hielt.

Krönender Abschluss der Reise war die Wanderung und die Übernachtung auf Santorini vor dem Rückflug. Abends, in lockerer Stimmung und rechtzeitig vor dem Untergang des feuerroten Sonnenballs, spazierten die Kehler auf dem Kraterrand von Fira nach Oia und erfuhren allerlei Wissenswertes über den Ausbruch des Vulkans im 16. Jahrhundert vor Christus, den immer noch aktiven Krater und die Bewohner der Insel.

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