Landtagswahl

Partei, die Finger in die Wunde legt

Autor: 
Nina Saam
Lesezeit 2 Minuten
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23. Februar 2021

Markus Schmoll, Klimaliste. ©Klimaliste

Im Wahlkreis Kehl treten zwölf Kandidaten für die Landtagswahl an. Im Landtag sind bisher fünf Parteien vertreten, deren Kandidaten ausführlich auf Sonderseiten vorgestellt werden. In einer kleinen Serie wollen wir  aber auch die Vertreter der anderen sieben Gruppierungen und Parteien vorstellen, die im Wahlkreis Kehl ihren Hut in den Ring geworfen haben. Heute: Markus Schmoll, Klimaliste.

Der aus Bühl stammende Markus Schmoll ist der Kandidat der im September 2020 gegründeten Klimaliste Baden-Württemberg. „Nachdem ich mein Privatleben soweit wie möglich klimagerecht gestaltet habe – ich fliege nicht mehr, besitze kein Auto und konsumiere keine Tierprodukte mehr – war mein Gang in die Politik der logische nächste Schritt“, sagt der 33-jährige Ingenieur, der am KIT Karlsruhe Elektrotechnik studiert hat und nun im Eisenbahnwesen im Bereich Sicherheit tätig ist. Er sieht im Klimawandel die größte Bedrohung für die Zukunft, die alle Lebensbereiche betrifft: Gesundheit, Sicherheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt. „Politik sehe ich als Weg, den Menschen klar zu machen, wie schlimm die Krise wirklich ist, und als Mittel, die Lösungen wählbar zu machen“, sagt er. Im Landtag fehle aktuell eine Partei, die konsequent den Finger in die Wunde lege, wenn die Regierung zu lasch auf den Klimawandel reagiere, sagt er. Deshalb habe er sich der Klimaliste angeschlossen.

Klimagerechte Technologien

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Schmoll lebt und arbeitet in Karlsruhe, möchte aber nahe der Heimat kandidieren, da sie ihm am Herzen liegt. Lösungsansätze für die drängenden Probleme sieht er in der Region viele: Umweltfreundliche Energiegewinnung durch Windenergie auf den Schwarzwaldhöhen beispielsweise oder auch die Struktur der mittelständischen Betriebe, die viel zu einem Wandel beitragen könnten, indem sie sich auf zukunftsfähige, klimagerechte Technologien konzentrierten. Dazu gehört für ihn auch, dass die Lasten und Chancen des gesellschaftlichen Wandels fair verteilt werden. Es sei Aufgabe der Politik, hier steuernd einzugreifen.

In seiner Freizeit betreibt Schmoll Ausdauersport – joggen und radfahren – und spielt gerne Skat mit Freunden. Er lebt mit seiner Partnerin zusammen und ist kinderlos.
 

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