Kehl

Partner der Bauern im Hanauerland

Autor: 
Hans-Jürgen Walter
Lesezeit 2 Minuten
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22. Januar 2011
Foto: Christoph Breithaupt - So bleibt er in Erinnerung: Friedrich Rumpelhardt.

Foto: Christoph Breithaupt - So bleibt er in Erinnerung: Friedrich Rumpelhardt.

Die Landwirtschaft und die Bauern lagen ihm am Herzen. Und das Hanauerland hatte es ihm angetan. Da fühlte sich der Chef des Landwirtschaftsamtes daheim. Am Donnerstag ist Friedrich Rumpelhardt gestorben. Er wurde 90 Jahre alt.
Kehl. Noch ist gut im Gedächtnis, wie Friedrich Rumpelhardt im vergangenen Juni den 90. Geburtstag gefeiert hat. Gesundheitlich angeschlagen zwar, aber voller Optimismus. Seine Kraft schöpfte er aus einem glücklichen Familienleben und aus seiner Liebe zur Natur, beides das Wichtigste in seinem Leben. Die Familie gab ihm Geborgenheit, war ihm Quelle für seine positive Lebenseinstellung und seine Lebenslust. Bis zuletzt, wo er gegen die Krankheit ankämpfte. Gerade jetzt galt das Motto, das ihn zeit Lebens begleitet hat: Aus allem das Beste machen. Seine Naturverbundenheit führte Friedrich Rumpelhardt in die Landwirtschaft. 1957 kam er nach Kehl. Die erst 1953 von französischer Besatzung frei gewordene Stadt befand sich im Wiederaufbau, das galt auch für die Landwirtschaft mit Auswirkungen auch hinaus ins Hanauerland. Ein Betätigungsfeld, in dem Friedrich Rumpelhardt aufging. Zusammen mit Landrat Walter Schäfer bildete er ein harmonierendes Tandem, das den ehemaligen Landkreis Kehl nach vorne brachte. Rumpelhardt setzte sich mit viel Nachdruck ein für die Aussiedlung landwirtschaftlicher Betriebe aus den beengten Dorflagen in die freie Feldflur. Den Bauernhöfen eröffnete er damit neue Entwicklungsmöglichkeiten, die Dörfer konnten ihre Infrastruktur stärken. 1965 wurde Friedrich Rumpelhardt die Leitung der landwirtschaftlichen Dienststelle und der Landwirtschaftsschule des Hanauerlandes mit Sitz in Kehl übertragen. Sein berufliches Wirken war stets geprägt von dem Bemühen um Bürger- und Praxisnähe. Er war draußen bei »seinen Leut’«, deren soziales und wirtschaftliches Wohlergehen ihm ebenso ein Anliegen war wie die Integration der Landwirtschaft in das gesellschafltiche Leben. Den Kontakt zum Hanauerland hat er auch dann nicht verloren, als ihn sein beruflicher Lebensweg 1967 nach Offenburg führte, wo er das Landwirtschaftsamt bis zu seiner Pensionierung 1984 leitete. Das wird von Friedrich Rumpelhardt in Erinnerung bleiben wie die Frohnatur, wenn er mit seiner Frau Herta beim Bauernball in der Stadthalle voller Lebensfreude schöne Stunden zu genießen wusste. Am Freitag, 28. Januar, wird Friedrich Rumpelhardt beigesetzt. Auf dem Friedhof in Kehl, das dem gebürtigen Hegauer zur Heimat geworden ist.

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