Abschied

Pfarrer Raimund Fiehn verlässt Kehl

Autor: 
Sabine Schafbauer
Lesezeit 3 Minuten
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16. August 2019

Raimund Fiehn in der Christuskirche. ©Sabine Schafbauer

Nach sechs bewegten Jahren in der evangelischen Kirchengemeinde Kehl möchte sich Pfarrer Raimund Fiehn noch einmal neuen Herausforderungen stellen. Am 8. September wird er in einem Festgottesdienst in der Christuskirche verabschiedet.

»Es war von Anfang an klar, dass ich nicht bis zu meiner Rente hier in Kehl bleibe«, erklärt Raimund Fiehn seinen bevorstehenden Wechsel zu der Auferstehungsgemeinde in Lahr. Der engagierte Pfarrer stellt sich gerne neuen Herausforderungen und Ideen, vor allem wenn diese aus der Gemeinde kommen.

An Herausforderungen hat es ihm während seiner Dienstzeit in Kehl nicht gemangelt. Neben dem Aufbau des Gruppenpfarramtes haben ihn vor allem die Baumaßnahmen an Christuskirche und Gemeindehaus manchmal an seine Grenzen gebracht. »Ich hatte aber auch noch nie eine so intensive Teamarbeit, das gehört mit zu den Highlights meiner Zeit hier in Kehl«, so Fiehn. Viel Zeit verbrachte er im Team des Bauausschusses zusammen mit Gerhard Vogt, Hans-Joachim Marz und Karl Kirrmann. »Ohne die hätte ich es nicht geschafft«, ist sich Fiehn sicher. Auch die sehr gute ökumenische Teamarbeit in Kehl wird Fiehn in gutem Gedächtnis behalten, ebenso die Zusammenarbeit mit seinen Kollegen und dem Kirchengemeinderat. Viel Freude hat ihm auch der Männertreff gemacht, der aus einer Idee von Jürgen Fischer entstanden ist. Gern erinnert sich der Pfarrer an die Aktionen im Luther-Jahr, als der Männertreff »Die andere Kanzel« ins Leben rief. 
»Das tolle Team und der Männertreff werden mir wahrscheinlich am meisten fehlen«, so Fiehn. Deshalb war es für die Mitwirkenden des Männertreffs auch selbstverständlich, der Bitte von Raimund Fiehn nachzukommen und seinen Abschiedsgottesdienst zu gestalten. 

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Sehr viel Freude hatte der weltoffene Pfarrer auch an der Konfirmandenarbeit. »Die Arbeit im Team mit Claudia Baumann war toll, die Konfizeit war für mich ein guter Ausgleich zu den Baumaßnahmen.« Generell arbeitet Fiehn am liebsten nahe an den Menschen. Pfarrer sein heißt für ihn, sich mit der Gemeinde auf den Weg zu machen. 

Das gilt auch für die Gottesdienste, die er immer wieder gerne außerhalb der Kirchenräume abgehalten hat. Gottesdienste am Steinlöchel und auf dem Sundheimer Dorfplatz waren in Kehl nicht neu, Fiehn ergänzte es um Weihnachtsgottesdienste, die eine ganz besondere Atmosphäre schafften. Aus einer spontanen Idee heraus rief er auch die Sommerferien-Gottesdienste auf dem Campingplatz ins Leben. »Wir müssen raus zu den Leuten, Kirche soll da sein, wo die Menschen sind.« Sehr geschätzt hat Fiehn die Zusammenarbeit mit Bezirkskantorin Carola Maute sowie der Pfarramtssekretärin Barbara Käshammer. »Frau Käshammer nimmt mir und meinen Kollegen viel ab und fängt auch einiges schon im Vorfeld auf.«
Der Abschiedsgottesdienst beginnt am 8. September um 14 Uhr in der Christuskirche. Unter dem Motto »Wir haben hier keine bleibende Stadt« hat sich der Männertreff einiges einfallen lassen. Im Anschluss gibt es eine Abschiedsfeier im Gemeindehaus mit Grußworten und Raum für persönliche Gespräche. 

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