Nachhaltigkeit

Plakatausstellung thematisiert Ausbeutung in Textilindustrie

Autor: 
Martin Egg
Lesezeit 2 Minuten
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14. August 2018

Erich Sorge vom Diakonie- und Krankenpflegeverein Kehl und Ingrid Kaufmann, Leiterin des »Stoff-Wechsel«, befestigen eines von insgesamt sechs im Sozialkaufhaus gezeigte Poster mit Motiven der Fotografin Taslima Akther. Die Frau aus Bangladesch thematisiert das Leben und den Kampf von Arbeitern in der örtlichen Textil-Industrie. ©Martin Egg

Die Ausbeutung in der Textil-Industrie ist Thema einer Poster-Ausstellung, deren ständig wechselnde Motive noch bis 3. September in den Geschäftsräumen des Kehler Sozialkaufhauses »Stoff-Wechsel« gezeigt werden. 

1135 tote Menschen, 2438 Verletzte: Der Gebäudeeinsturz einer achtstöckigen Textilfabrik am 24. April 2013 in der Nähe von Dhaka, der Haupstadt von Bangladesch, lenkte blitzartig die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf die durch Ausbeutung gekennzeichneten prekären Arbeitsbedingungen in dem bitterarmen südasiatischen Land. 

Diesem Thema widmet sich nun auch die Poster-Ausstellung »The life & struggle of garment workers« (Das Leben und der Kampf von Textil-Arbeitern) der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ). Sechs der insgesamt 13 Motive wechseln sich mit Unterstützung der örtlichen Bürgeriniatiative (BI) Umweltschutz noch bis 3. September in den Geschäftsräumen des Kehler Sozialkaufhauses »Stoff-Wechsel« in der Hauptstraße 150 ab. 

Preisgekrönte Fotografin

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Die gezeigten Bilder sind das Werk von Taslima Akhter, einer selbst aus Bangladesch stammenden Fotografin, deren Fotos vom US-amerikanischen Magazin »Time« zu den zehn besten des Jahres 2013 gezählt wurden; geben sie doch authentische Einblicke in die Schattenseite industrieller Produktion in Entwicklungsländern vor dem Hintergrund eines ungezügelten, auf Kostenminimierung geeichten Konsums in der Wegwerfgesellschaft westlicher Industriestaaten.

Dem diametral entgegen steht die Idee des »Stoff-Wechsel«, wo Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung Thema seien, erklärt Erich Sorge, Vorsitzender des Kehler Diakonie- und Krankenpflege-Trägervereins. Das Sozialkaufhaus nimmt gebrauchte Kleidung entgegen und verkauft sie im von Ehrenamtlichen geführten Ladengeschäft für wenig Geld weiter – gerade sozial Schwache profitieren von dem Angebot. »Das Kehler Sozialkaufhaus leistet einen wichtigen Beitrag, dass tragbare Kleidung länger genutzt wird«, lobt die BI Umweltschutz das Second-Hand-Konzept.

Zum Thema Nachhaltigkeit zeigen die BI und das »Stoff-Wechsel« am Dienstag, 15. September, den aus dem Jahr 2016 stammenden Dokumentar-Film »The True Cost – der Preis der Mode«. Die Filmvorführung findet ab 19.30 Uhr im Gemeindehaus der Christuskirche statt. 

◼ Öffnungszeiten des »Stoff-Wechsel« sind dienstags und donnerstags, 10 bis 18 Uhr, sowie samstags von 10 bis 16 Uhr. Weitere Informationen unter • 0 78 51/7 95 72 26 sowie unter www.facebook.com/stoffwechselkehl im Internet. 

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