Aus dem Ortschaftsrat Odelshofen

Rathaus-Renovierung kommt teurer als gedacht

Autor: 
Nina Saam
Lesezeit 2 Minuten
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12. Oktober 2017

Die Sanierung der Büros im Odelshofener Rathaus kommt teurer als erwartet. ©Nina Saam

Eigentlich ging es bei der Sanierung der Büros im Rathaus Odelshofen vor allem darum, die in die Jahre gekommenen Amtsstuben etwas aufzuhübschen. Warum nun umfangreiche Elektroarbeiten notwendig sind, erklärte Michael Heitzmann vom Gebäudemanagement in der Ortschaftsratssitzung am Dienstag.

20 000 Euro war für die Renovierung der Odelshofener Ortsverwaltung vorgesehen – für Arbeiten an der Decke und am Boden, für den Maler, neue Möbel, LED-Lampen und eine zeitgemäße EDV-Verkabelung: Bislang ist Ortsvorsteher Markus Murr mit einem Verlängerungskabel unterwegs, wenn er mit dem Laptop den Raum wechselt.

Das meint der Experte

Doch genau darin liege der Knackpunkt, erläuterte Michael Heitzmann vom Gebäudemanagement am Dienstag dem Ortschaftsrat. Das Gremium hatte den Fachmann eingeladen, weil allein die Kosten für den Elektriker mit 34 500 Euro erheblich über dem vorgesehenen Budget liegen – und die fehlenden Mittel von der Sanierung der WC-Anlage in der Gemeindehalle abgezwackt werden sollen, was dem Rat ein Dorn im Auge ist. »Wir haben wegen der EDV-Verkabelung ein Elektro-Fachplanungsbüro hinzugezogen«, berichtete Michael Heitzmann. »Dabei wurde festgestellt, dass die Stromleitungen nicht VDE-konform sind.« Das sei in vielen älteren Gebäuden so, weil sich die Vorschriften immer wieder änderten. Alte Hausverkabelungen hätten aber Bestandsschutz. Das ändere sich jedoch, wenn Arbeiten am Stromnetz vorgenommen würden, so Heitzmann: »Dann muss die neue Norm eingehalten werden, was umfangreiche Arbeiten nach sich ziehen kann.« So muss beispielsweise der Elektroverteiler, der im Odelshofener Rathaus im Hausflur und damit im Fluchtweg hängt, in den Keller verlegt werden.

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Mittel für Nachtragshaushalt beantragt

Die Sorge des Odelshofener Ortschaftsrates, dass mit der Umschichtung der Mittel die Sanierung der WC-Anlage in der Halle auf unbestimmte Zeit verschoben ist, konnte Michael Heitzmann vom Gebäudemanagement zerstreuen: »Wir haben diese Mittel bereits für den Nachtragshaushalt beantragt«, sagte er. »Das kommt 2018 bestimmt.«
 

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