Kork

Rathausumbau komplizierter als gedacht

Autor: 
Nina Saam
Lesezeit 3 Minuten
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06. Dezember 2017

Schon seit Mai wird am Korker Rathaus gewerkelt. ©Nina Saam

Ende Januar sollen nun endlich die Sanierungs- und Umbauarbeiten am Korker Rathaus beginnen. Planer Michael Heitzmann stellte dem Korker Ortschaftsrat auf seiner Sitzung am Dienstag den aktuellen Sachstand vor. 

Schon seit einem Dreivierteljahr sind im Korker Rathaus Handwerker, Sachverständige und freiwillige Helfer zugange. Neben vielen Abbrucharbeiten galt es vor allem, den Zustand des Gebäudes genau zu ermitteln und verschiedene Gutachten einzuholen. Dabei wurden beispielsweise massivere Schäden im Gebälk festgestellt als erwartet. Auch anderswo gab es Überraschungen: »Wir haben wenig Wände gefunden, die durchgehend aus einem Material gebaut wurden«, berichtete Michael Heitzmann dem Gremium. 

»Bei den meisten Wänden wurden sowohl Bruchsteine als auch Ziegelwerk verwendet, was die Arbeiten erschwert.« Die 100 000 Euro teure Überdruckanlage, die aus Gründen des Brandschutzes installiert werden muss, soll jetzt statt im Keller im Erdgeschoss eingebaut werden. Sie soll im Brandfall Luft in das Treppenhaus drücken, damit kein Rauch in den einzigen Fluchtweg aus dem Gebäude eindringen kann. Die Realisierung eines zweiten Rettungswegs ist an dem 1763 erbauten Rathaus nicht möglich. Damit die eingepresste Luft auch wieder entweichen kann, muss aber in jedem Raum des Gebäudes ein Fenster mit einem Motor versehen und mit der Brandschutzanlage vernetzt werden, damit es sich automatisch öffnet. »Das ist alles sehr kompliziert«, so Heitzmann. 

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Auch an anderen Stellen gilt es, den heutigen Anforderungen und Normen gerecht zu werden: So sind die Balkenverbindungen im Dach durchaus haltbar verzahnt und verzapft, müssen aber aus Sicherheitsgründen verschraubt werden. Der Aufzug, der den barrierefreien Zugang zum Ratssaal im Dachgeschoss gewährleisten soll, muss wegen des Walmdachs speziell angefertigt werden: Die Aufzugskabine darf nur 2,60 Meter hoch sein. »Bei der üblichen Höhe von 3,40 Meter würden wir die Dachhaut durchstoßen«, legte der Planer dar. 

Die langwierigen Vorarbeiten sind jetzt abgeschlossen. Dennoch soll mit dem Ausbau erst nach den Weihnachtsferien begonnen werden. Da für die Arbeiten das Dach geöffnet werden muss, sei die Gefahr zu groß, dass während der langen Arbeitspause über die Feiertage Wasser ins Innere eindringen und weitere Schäden anrichten könnte. Dann könne aber zügig gearbeitet werden, so Heitzmann. Die Fertigstellung ist für Mitte Dezember 2018 geplant. »Wir hoffen, dass wir die letzte Sitzung des nächsten Jahres in unserem neuen Ratssaal abhalten können«, meinte Ortsvorsteher Patric Jockers abschließend – dies auch im Hinblick auf die recht frostigen Temperaturen im Foyer der Gemeindehalle, in der derzeit die Ortschaftsratssitzungen abgehalten werden.

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