Willstätt/Willstätt-Sand

Sander Wehrleute rücken nachts weiter von Sand aus

Autor: 
Günter Ferber
Lesezeit 2 Minuten
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14. November 2013
Über 100 Zuhörer waren zur Gemeinderatssitzung gekommen, in der es um die Feuerwehr ging.

Über 100 Zuhörer waren zur Gemeinderatssitzung gekommen, in der es um die Feuerwehr ging. ©Günter Ferber

Bei einem Alarm rücken die Sander Wehrleute nachts weiter von Sand aus zum Einsatzort, tagsüber gemeinsam mit den Willstätter Wehrleuten von Willstätt aus. Dieser vom Gemeinderat am Dienstag beschlossene Kompromiss gilt solange wie das jetzige Sander Feuerwehrauto einsatzfähig ist.

Über 100 Zuhörer waren am Dienstag ins Foyer der Hanauerland-Halle  gekommen, um dabei zu sein, wenn der Gemeinderat über die Feuerwehrbedarfsplanung 2014 bis 2018 entscheidet. Beschlossen wurde von der Ratsmehrheit ein Kompromiss.

Den Besuchern war es bei dieser Sitzung nicht darum gegangen, welches Fahrzeug die Gemeinde Willstätt für die Feuerwehr in den kommenden Jahren anschafft, sondern einzig und allein darum, ob der Gemeinderat an seiner vor der Sommerpause getroffenen Entscheidung zum Entwurf der Feuerwehrbedarfsplanung festhält oder nicht. Demnach sollte die Sander Wehr nach Willstätt umziehen.

Am Montag hatte Bürgermeister Marco Steffens noch einmal zwei Stunden mit dem Kommandanten der Feuerwehr Willstätt, Christian Hetzel, sowie mit den Abteilungskommandanten von Willstätt, Sebastian Britz, und von Sand, Torsten Koppold nach einer für alle tragbaren Lösung gesucht und einen Kompromiss gefunden.

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Demnach bleibt die Abteilung Sand, solange ihr derzeitiges Löschfahrzeug einsatzfähig ist, mit Fahrzeug und Ausrüstung im Sander Gerätehaus und rückt von dort aus gemeinsam mit der Abteilung Willstätt im »Ausrückebereich 1« aus. Dies gilt aber nur von Montag bis Freitag von 18 bis 7 Uhr morgens und an Wochenenden. Werktags zwischen 7 und 18 Uhr werden die Sander Wehrleute gemeinsam mit ihren Kollegen der Abteilung Willstätt vom Gerätehaus in Willstätt ausrücken. Damit soll tagsüber an Werktagen eine Einsatzbereitschaft gewährleistet werden. Ferner werden ab Januar des kommenden Jahres beide Abteilungen – Willstätt und Sand – nur noch gemeinsam üben.

Dieser Kompromiss wurde am Dienstag bei der Gegenstimme von Klaus Hillert vom Gemeinderat beschlossen. Das heißt, die Sander Wehr bleibt solange mit ihrem Fahrzeug in Sand, wie das derzeitige Löschfahrzeug technisch in Ordnung ist, danach geht es nach Willstätt.

Im Gemeinderat war man froh, eine Lösung des Problems gefunden zu haben und hofft, dass sich die Feuerwehr nun wieder auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren kann und die beiden Abteilungen Willstätt und Sand in Zukunft zusammenwachsen und dass nicht all zu viel Porzellan zerschlagen wurde.

Es wurden aber auch Bedenken laut, dass die Diskussion wieder von vorne anfängt, wenn der Fall eintritt, dass das Sander Fahrzeug nicht mehr einsatzbereit sein sollte.

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