Kehl

Sarstedt & Co. begeistern in der Kehler Feldscheune

Autor: 
Karin Bürk
Lesezeit 3 Minuten
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13. Oktober 2019

Jürgen Sarstedt und seine Band begeisterten das Publikum in der Kehler Feldscheune. ©Karin Bürk

Einen Ohrenschmaus vom Feinsten bot die Akustik-Formation Sarstedt & Co. aus Offenburg am Samstagabend ihren Zuhörern in der Feldscheune. 

Zum ersten Mal in Kehl zu Gast war am Samstagabend die Akustik-Formation Sarstedt & Co. aus Offenburg. War anfänglich die Besucherzahl etwas verhalten, füllten sich die Stühle in der Feldscheune nach den ersten Liedern dann doch recht schnell. 
Und wer den Weg in die Feldscheune nicht gefunden hatte, hatte etwas verpasst.

Handgemachter Folkrock  

Handgemachter Folkrock und Balladen bestimmten das Programm der vier Vollblutmusiker. Jürgen Sarstedt (Gesang, Gitarre, Bluesharp), Fritz Beck (Gesang, Gitarre, Bouzouki, Ukelele), Moni Kimmig (Bass) und Klaus Parotat (Drums, Percussion) haben jahrelange Bühnenerfahrung in verschiedenen Formationen gesammelt und sind in der Region und darüber hinaus bestens bekannt. 

Songs von Cat Stevens bis John Lennon

Songs großer Namen hatten sie im Gepäck: Cat Stevens, Neil Young, Tom Petty, Bob Dylan, Bill Withers, Billy Joel, Otis Redding oder John Lennon. Aus diesen Vorlagen entstand eine ganz eigene, atmosphärisch dichte Akustikmusik mit ohne großen technischen Aufwand. Und damit traf die Band den Nerv und Geschmack der Zuhörer – „Gänsehaut-Feeling“ inklusive.

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Mit Neil Youngs „Heart of Gold“ legte Jürgen Sarstedt den Startschuss. Es dauerte nicht lange, und die Besucher wurden zum Mitsingen animiert. Bei den folgenden Liedern „Brown Sugar“, „Wild World“ und „Hotel California“ durften sie den Part von Moni Kimmig übernehmen, die an diesem Abend wegen Heiserkeit als Backing-Sängerin ausfiel.
So richtig wollte es mit dem Mitsingen jedoch nicht klappen, aber ein leichtes rhythmisches Wiegen der Oberkörper zu „Losing My Religion“ von R.E.M. oder „Moon Shadow“ von Cat Stevens war dann doch angesagt. Sänger Jürgen Sarstedt brachte immer wieder die Unterschiede und Missverständnisse zwischen Mann und Frau in Liedern wie „Don‘t Let Me Be Misunderstood“ von Santa Esmeralda zu Gehör, bevor es mit Cat Stevens‘ „Peace Train“ in die Pause ging.

Traurige Balladen 

Nach teils traurigen Balladen im zweiten Teil des Programms waren die Musiker mit „Mr. Tambourine Man“ und „Lady d‘Arbanville“ in den 1960er-Jahren angekommen und brachten jetzt die Zuschauer richtig in Schwung. 

Zwei Zugaben zum Mitsingen

Mit „Father and Son“ von Cat Stevens wurde die Schlusskurve angesteuert. Das Lied ist ein Zwiegespräch zwischen Vater und Sohn und thematisiert den Generationskonflikt – ein Thema, das heute noch aktuell ist. Mittlerweile saßen nur noch wenige Zuhörer auf ihren Stühlen, und erst nach zwei Zugaben und einem kräftigen Mitsingen bei „Hang On Sloopy“ und „Here Comes My Baby“ durfte die Musiker endgültig die Bühne verlassen. Denn zwei Stunden Musik, das trocknet die Kehlen aus und macht durstig.

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