Willstätt - Sand

SC Sand braucht dringend mehr Trainingsplätze

Autor: 
Günter Ferber
Lesezeit 3 Minuten
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02. November 2017

Nach dem Abpfiff des DFB-Pokalfinales: Trotz Niederlage feierten die Sander Fußballfrauen mit ihren Fans den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Damit die Erfolgsgeschichte weitergehen kann, braucht der SC aber mehr Trainingsplätze. ©Udo Künster

Der SC Sand freut sich über sportliche Erfolge, braucht aber dringend weitere Trainingsplätze. Dies wurde am Freitag auf der Hauptversammlung bekannt. Hans-Peter Krieg kündigte seinen Rückzug aus dem geschäftsführenden Vorstand an.

18 Monate betrug diesmal  der Berichtszeitraum bei der Hauptversammlung des SC Sand – nämlich vom 1. Januar 2016 bis zum 30. Juni 2017. Das lag laut Hans-Peter Krieg daran, dass das Geschäftsjahr nach Vorgaben des Deutschen Fußballbundes (DFB) geändert wurde. Bislang zählte das Kalenderjahr; ab sofort gelte jedoch der Zeitraum 1. Juli zum 30. Juni. 

Hans Peter Krieg hört als Vorstandssprecher auf
Für Hans-Peter Krieg war die Mitgliederversammlung die letzte in seiner Funktion als Vorstandssprecher. In den geschäftsführenden Vorstand wurde neben Hans-Peter Krieg und Gerald Jungmann mit Klaus Drengwitz ein drittes Mitglied gewählt. Drengwitz übernimmt ab sofort auch den Posten des Vorstandssprechers von Krieg, der ankündigte, bei der nächsten Mitgliederversammlung 2018 nicht mehr für ein Amt im geschäftsführenden Vorstand zur Verfügung zu stehen. Er will nur noch als Abteilungsleiter Judo – dieses Amt hat er seit 19 Jahren ebenfalls inne – fungieren. 

Erfolgreiche Fußball-Frauen
Das Vereinsgeschehen prägten vor allem die Fußball-Frauen. So zog die erste Mannschaft gleich zweimal hintereinander ins DFB-Pokalendspiel ein – der größte Erfolg der Vereinsgeschichte, obwohl man sich beide Male dem VfL Wolfsburg geschlagen geben musste. 

Immer neue Auflagen des DFB
Schon im vierten Jahr spielen die Fußball-Frauen in der Bundesliga. Dies bringt jedoch, bedingt durch jährlich neue Auflagen des DFB, erhebliche Kosten mit sich. So wurden das Spielfeld verbreitert und neue Zuschauerränge geschaffen, sodass nunmehr bis zu 3200 Zuschauer ins Orsay-Stadion passen; eine elektronische Anzeigetafel wurde aufgebaut und ein Medienturm aufgestellt, wodurch nunmehr auch Live-Übertragungen möglich sind, was am 12. November im Heimspiel gegen den SC Freiburg der Fall sein wird. Ohne Sponsoren und die Unterstützung der Gemeinde wäre dies nicht möglich, sagte Gerald Jungmann. Die »Reserve« spielte in der vergangenen Saison zum ersten Mal in der 2. Bundesliga, stieg jedoch am Saisonende freiwillig in die Regionalliga ab. Grund ist, dass es in der kommenden Saison auch bei den Frauen eine eingleisige 2. Bundesliga geben wird und dort zweite Mannschaften nur mit U 20-Spielerinnen spielen dürfen, was für den SC Sand nicht machbar ist. 

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Meistertitel und Aufstieg für die Herren
Die Herren wurden nach 40 Jahren erstmals wieder Meister der Kreisklasse B und stiegen in die Kreisklasse A auf. Insgesamt hat der SC 15 Fußballmannschaften, was für den Trainingsbetrieb Probleme mit sich bringt.

Ein Kunstrasenplatz reicht nicht
So trainieren Sander Mannschaften bereits in Eckartsweier, Hesselhurst, Willstätt und in Griesheim. Daher wurde am Freitag auch die Forderung nach ein bis zwei weiteren Sportplätzen laut. Vor allem im kommenden Winterhalbjahr steht für das Training nur der Kunstrasenplatz mit Flutlicht zur Verfügung – für eine Bundesliga-Mannschaft viel zu wenig. Auch wurde bemängelt, dass es bei der Gemeinde Willstätt niemanden gebe, die für die Belange der Vereine direkt zuständig ist. Ehrenvorsitzender Hans Sachs bemängelte, dass sich die Gemeinde nicht regelmäßig um die Pflege der Rasenplätze und des Kunstrasenplatzes kümmere. 

Bei den Neuwahlen wurden neben dem geschäftsführenden Vorstand auch alle weiteren Posten neu gewählt. Bestätigt wurden Kassiererin Daniela Haupt, ihr Stellvertreter Walter Türkl und Schriftführerin Tamara Auer, und auch Abteilungsleiter und Beisitzer wurden gewählt. 

Für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit wurde Frank Bayer mit der silbernen Ehrennadel geehrt. 

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