Kehl

Schließung des Kehler Hallenbads 2015?

Klaus Körnich
Lesezeit 3 Minuten
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13. Februar 2015

Das Aus fürs Kehler Hallenbad gilt als eine mögliche Option im Zuge einer Neuordnung der Kehler Bäderlandschaft. Stadtverwaltung und Stadträte wollen die Diskussion darüber wieder aufnehmen. ©Jürgen Lorey

Die Stadtverwaltung will die Diskussion über eine Neuordnung der Kehler Bäderlandschaft wieder beleben. Dies wurde in der Beratung zum Doppelhaushalt 2015/2016 im Verwaltungsausschuss am Mittwoch deutlich.

Das Thema Bäder dürfe nicht mehr auf die »lange Bank« geschoben werden, warnten am Mittwoch vor allem OB Toni Vetrano und Baubürgermeister Harald Krapp im Ausschuss. Das Kehler Hallenbad gilt schon lange als marode. Deshalb beschränken sich die Investitionen dort auch nur noch »auf die zwingend notwendigen Maßnahmen«, wie es in einer Vorlage der Verwaltung heißt. Dennoch kostet auch diese minimale Unterhaltung des maroden Bades nicht wenig Geld – Jahr für Jahr: So rechnet die Verwaltung, um den jetzigen Standard in den drei Bädern (Hallen- und Freibad Kehl, Freibad Auenheim) aufrechtzuerhalten, auch in den kommenden beiden Jahren mit fast einer halben Million Euro an Unterhaltungskosten.

Eine Schließung des Hallenbads ist in den städtischen Gremien bisher weder diskutiert noch beschlossen worden. In einer Verwaltungsvorlage zum Doppelhaushalt 2015/2016 taucht jetzt jedoch eine mögliche Schließung des Hallenbads auf – datiert auf den 30. Juni dieses Jahres. Dieser Vorschlag ist dem Vernehmen nach aus den Reihen der Fraktionen an die Stadtverwaltung herangetragen worden.

Erster Schritt notwendig

Dies sei nur eine von mehreren Optionen, die mögliche Schließung des Hallenbads sei eine Diskussionsgrundlage, stellte Kehls Oberbürgermeister Toni Vetrano im Ausschuss klar. Die Diskussion über die Zukunft der Bäder sei dringend notwendig, so der Rathaus-Chef weiter: »Wir müssen irgendwann anfangen, den ersten Schritt zu gehen«, mahnte er. Es reiche nicht aus, immer nur in der mittelfristigen Finanzplanung die Millionen für einen Neubau einzuplanen und dann »nur das Nötigste« zu tun. In der mittelfristigen Finanzplanung des städtischen Eigenbetriebs Technische Dienste Kehl (TDK) sind für den Neubau eines Frei- und Hallenbads 17 Millionen Euro für 2017 bis 2019 eingestellt.

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Im TDK-Investitionsplan ist zudem eine Planungsrate von 100 000 Euro vorgesehen – für 2016. Dieses Geld soll für Untersuchungen oder eine Machbarkeitsstudie hinsichtlich einer Verbesserung der Bädersituation in Kehl verwendet werden, erklärte Bürgermeister Krapp. Er wies darauf hin, dass ja auch schon Pläne vorhanden seien, über die bereits diskutiert worden sei. Diese gelte es zu überprüfen und »fortzuschreiben«.

Falls Verwaltung und Gemeinderat das Thema Neuordnung der Bäderlandschaft angehen wollen, so Oberbürgermeister Vetrano, sei es zudem wichtig, dass Rücklagen für die Finanzierung der Vorhaben gebildet werden.

CDU-Fraktionsvorsitzender Richard Schüler meinte, einen Bad-Neubau in der Größenordnung von 17 bis 20 Millionen Euro werde die Stadt Kehl alleine nicht stemmen können. »Wir werden Kooperationen und Partner brauchen, die bereit sind hier mitzumachen. Straßburg würde sich anbieten«, sagte er. Und auch der Eurodistrikt suche nach konkreten grenzüberschreitenden Projekten. Schüler kündigte einen Antrag für Rückstellungen für den Neubau eines Ganzjahresbades an. »Kehl ohne Hallen- oder Ganzjahresbad ist aus Sicht der CDU nicht denkbar«, betonte Richard Schüler.

Der OB schloss mit den Worten, dass die Stadtverwaltung nicht vorhabe, das Bad »mit der Brechstange« zuzumachen, jedoch wolle man für alle Fälle – auch auf einen »Worst Case« – vorbereitet sein und deshalb sei es wichtig, sich rechtzeitig Gedanken machen, wie es mit den Bädern weitergehen könne. Da sei auch Kreativität gefragt, zum Beispiel bei der Finanzierung: Vielleicht könne ein Neubau zum Teil auch durch private Investoren finanziert werden, so Vetrano.

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