Moscherosch-Schule

Schulleiter Bertram Walter und zwei Lehrerinnen verabschiedet

Autor: 
Günter Ferber
Lesezeit 2 Minuten
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02. August 2021
Bürgermeister Christian Huber (links) verabschiedete Bertram Walter, der 2009 an die Moscherosch-Schule kam und jetzt nach Kappelrodeck wechselt.

(Bild 1/3) Bürgermeister Christian Huber (links) verabschiedete Bertram Walter, der 2009 an die Moscherosch-Schule kam und jetzt nach Kappelrodeck wechselt. ©Günter Ferber

Wenn‘s am schönsten ist, soll man gehen. Mit diesen Worten verabschiedete sich Bertram Walter von seinem Kollegium der Moscherosch-Gemeinschaftsschule am letzten Mittwoch.

Das gesamte Lehrerkollegium war in der Hanauerland-Halle anwesend, um seinen Rektor, den es nach zwölf Jahren zu neuen Aufgaben an die Schlossbergschule nach Kappelrodeck zieht, zu verabschieden.

„Abschied nehmen fällt heute schwer – und es ist auch Wehmut mit dabei“, sagte Willstätts Bürgermeister Christian Huber. „Sie haben in diesen zwölf Jahren einiges bewegt und viel verändert.“ In den letzten fünf Jahren sei die Moscherosch-Schule eine Baustelle gewesen – eine Baustelle, die Bertram Walter auf den Weg gebracht und die Gemeinschaftsschule mit geprägt habe.

Visionen umgesetzt

„Sie hatten Visionen und haben diese Visionen in Willstätt umgesetzt“, so Huber weiter. Er bedauerte, dass Walter gerade jetzt gehe, wo noch nicht alles umgesetzt sei. Mensa und Mediathek befinden sich noch im Bau.

Corona habe auch große Anforderungen an die Schule gestellt, die Walter gut gemanagt habe. „Sie haben mit Kompetenz und großem Engagement die Moscherosch-Schule geprägt“, sagte Huber. „Ich bedauere, dass Sie weggehen.“

Ein Dankeschön, verbunden mit einem Geschenkkorb mit Früchten aus dem Willstätter Schulgarten, überbrachte Elvira Walter-Schmidt als ehemalige Außenstellenleiterin der Volkshochschule und Vorsitzende des Vereins „Jung & Alt“, unter dessen Leitung die Schulgarten-AG seit Jahren auf dem Gelände der Moscherosch-Schule stattfindet.

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Für die sehr gute Zusammenarbeit bedankte sich Elke Obrecht im Namen des Elternbeirates.

„Ich hätte mir vorstellen können, noch länger mit Ihnen zusammenzuarbeiten“, sagte Konrektor Jochen Schmukle. „Sie haben an der Moscherosch-Schule die Teamarbeit gefördert.“

„Wir sind eine Schulgemeinschaft“, entgegnete Bertram Walter, „und alles, was an unserer Schule passiert, passiert gemeinschaftlich. Wir brauchen jeden Einzelnen. Mir ist bezüglich der Zukunft der Gemeinschaftsschule in Willstätt nicht bange.“

Nur kleines Rahmenprogramm

Coronabedingt gab es bei der Verabschiedung in der Halle nur ein kleines Rahmenprogramm. Eine Lehrerband, bestehend aus Christian Kocheise (Schlagzeug), Marion Nenninger (Saxophon) und Birgit Bläsi (Orgel), spielte das Stück „On Top of the World“ der US-Rockband Imagine Dragons und bei „Doppelpass“ musste Ex-Schulleiter Bertram Walter Rede und Antwort stehen.

Danach gab es viel Beifall für den scheidenden Rektor vom Lehrerkollegium.

Stichwort

Cordula Fischer und Gudrun Kiene bringen es zusammen auf 65 Dienstjahre

Davon entfallen 24 Jahre auf Gudrun Kiene und 41 Jahre auf Cordula Fischer. Als Cordula Fischer im August 1980 ihren Dienst an der Moscherosch-Schule begann, so Bertram Walter, war rund die Hälfte des heutigen Lehrerkollegiums noch nicht geboren.
Cordula Fischer war von Anfang an und über die Jahre hinweg in allen Klassenstufen und in allen Teilschulen eingesetzt. „Sie können heute mit Fug und Recht behaupten, dass niemand vom aktuellen Kollegium inklusive Schulleitung alle Teilschulen unseres Schulverbunds besser kennt als Sie“, so Bertram Walter. Sie sei eine Lehrerin, deren Einsatzbereitschaft sowohl im Unterricht als auch im außerunterrichtlichen Bereich als vorbildlich bezeichnet werden kann, lobte der Rektor.
Gudrun Kiene war Klassenlehrerin an der Hauptschule und an der Werkrealschule, ihr „Spezialgebiet“ waren die höheren und gerne auch mal die „schwierigen“ Klassen, sagte Bertram Walter. Gudrun Kiene sei es gelungen, durch ihre offene, freundlich-energische und zupackende Art auch in schwierigen Klassen ein spürbar angenehmes Arbeits- und Unterrichtsklima zu schaffen. Beide Lehrerinnen hätten sich um die Moscherosch-Schule verdient gemacht, wofür ihnen Dank gebühre.
Cordula Fischer absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Bauzeichnerin, was dann aber nicht ihren Vorstellungen entsprach, und es folgte von 1976 bis 1978 die Fachlehrerausbildung am Seminar in Gengenbach in den Fächern Textiles Werken und Bildhaftes Gestalten. Danach folgte die erste Dienststelle an der Hauptschule in Endingen für zwei Jahre, bevor sie 1980 an die Moscherosch-Schule nach Willstätt kam. 1989 erfolgte die Ernennung zur Fachoberlehrerin. Das Kollegium, so Bertram Walter, bezeichne Cordula Fischer als herzlich, hilfsbereit, kreativ und offen.
Gudrun Kiene studierte von 1980 bis 1984 die Fächer Deutsch, Französisch und Sport. Danach kam das Referendariat an der Klosterschule St. Hedwig in Bühl. Das 2. Staatsexamen folgte 1986. Ihre erste Dienststelle war die Schule in Bodersweier, bevor sie am 12. September 1997 an die Moscherosch-Schule nach Willstätt kam.
„Geradlinig und gesellig“
Ihre Einsatzfächer waren Deutsch, Englisch, Gesellschaftswissenschaften, Sport und Französisch in der Grundschule. Das Urteil des Kollegiums laute bei ihr: hilfsbereit, jugendlich, kompetent, kollegial-humorvoll, geradlinig, gesellig und chic, berichtete Bertram Walter.

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