Kehl

Schwimmverein Kehl wehrt sich gegen Badschließung

Autor: 
Udo Künster
Lesezeit 2 Minuten
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29. April 2017
Der stellvertretende Vorsitzende Peter Mahrholz (von links), Vorsitzender Sven Pieber und Gerd Baumer blicken auf 10716 Unterschriften zum Erhalt des Hallenbades.

(Bild 1/2) Der stellvertretende Vorsitzende Peter Mahrholz (von links), Vorsitzender Sven Pieber und Gerd Baumer blicken auf 10716 Unterschriften zum Erhalt des Hallenbades. ©Udo Künster

Zurückhaltend optimistisch schaut der Schwimmverein Kehl in die Zukunft und auf die künftige Nutzung des Hallenbads. Grund sind die aktuellen Zahlen der Unterschriftensammlung, die Mitglied Gerd Baumer am Mittwochabend im Sundheimer Gasthaus »Sternen« präsentierte.

»Die Stadtverwaltung hat wohl nicht mit dem Interesse in der Bevölkerung gerechnet«, sagte Vorsitzender Sven Pieber, als Schwimmvereinsmitglied Gerd Baumer während der alljährlichen Versammlung die neuen Zahlen der vorgelegten Unterschriftslisten verkündete. Stand 26. April haben 10 716 Bürger aus Kehl und dem Umland ihre Unterschrift geleistet, davon 600 online. »Und darunter sind nur die mitgezählt, die auch wirklich unterschrieben haben und nicht nur ein Name auf den Listen steht«, betonte Gerd Baumer. 

Monatlich habe das Hallenbad bis zu 5000 Besucher, die nicht nur aus Kehl, sondern auch aus den Stadtteilen oder aus der Gesamtgemeinde Willstätt anreisen. Da anscheinend auch bei den Gemeinderäten ein Nachdenken über eine komplette Schließung und die Folgen eingesetzt habe, blicke man der Bürgerversammlung am 17. Mai in der Stadthalle optimistisch entgegen. Bis man am 22. Mai Oberbürgermeister Vetrano die Unterschriftenlisten aushändigen wird, sollen noch einige Möglichkeiten genutzt werden, weitere Unterschriften zu sammeln. So werde der Schwimmverein beim Tramfest zugegen sein und am Vereinstag in der Stadthalle. 

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Erneut betonten Sven Pieber und sein Stellvertreter Peter Mahrholz, dass es beim Gespräch mit dem Beigeordneten Harald Krapp und Michael Heitzmann von der Stadt Kehl keine Offenlegung der Fakten bezüglich des Hallenbaddaches gab. 

Es gäbe nur einen Zustandsbericht, aber kein Gutachten und keinen Prüfbericht. »Uns wurde sofort gesagt, es gibt kein Gespräch über die Technik«, sagte Pascal Mnich, sportlicher Leiter und Trainer. Einig waren sich die Mitglieder, dass Kehl kein Spaßbad oder große Wellnessbereiche benötigt. Dies würde durch die Konkurrenz in der Region abgedeckt, da auch in Sundheim ein großer Wellnessbereich auf dem Kaufeisen-Areal entstehen soll. Die Geschäftsberichte des Vorsitzenden und der Kassenwartin Sandra Mnich waren kurz und die vorgelegten Belege und der Bestand der Kasse durch die Kassenprüfer Bettina Federer und Sibylle Mors als in Ordnung beschrieben. Beide Kassenprüferinnen wurden für weitere drei Jahre in ihrem Amt bestätigt.

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