Kehl

Signierstunde mit Elke Heidenreich in Kehler Buchhandlung

Autor: 
Karin Bürk
Lesezeit 3 Minuten
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25. Juni 2019

Während Elke Heidenreich im Beisein von Christina Baumgärtner (hinten) Bücher signiert, plaudert sie auch entspannt mit den Anwesenden. ©Karin Bürk

Sie ist ein Taussendsassa und wer kennt sie nicht in der Rolle der Comedy-Figur »Else Stratmann: Elke Heidenreich war am Samstag zu Gast in der Buchhandlung Baumgärnter und signierte ihr neues Buch »Alles fließt«.
 

Sie hat Theatergeschichte und Germanistik studiert. Musik und Literatur sind ihre Leidenschaften. Sie moderierte fünf Jahre die Sendung »Lesen« im ZDF. Quirlig betritt Elke Heidenreich den Laden der Buchhandlung Baumgärtner und wird gleich von zahlreichen Lesern, die sich um den Tisch mit ihren Büchern versammelt haben, freudig begrüßt. Sie freut sich über jeden Einzelnen, der an diesem Samstag gekommen war. 

Entspannt plaudert sie über ihr Buch, um es dann persönlich zu signieren. »Bin ich richtig frisiert«, fragt sie, nachdem die ersten Handys gezückt wurden. »Ich bin in den Regen gekommen, als ich vom Schiff in die Stadt lief, da musste ich mir erst einmal einen Schirm kaufen.« Ja, es war alles perfekt. Zu Heidenreichs Outfit passt ihr frecher Haarschnitt. Und sie hat auch für jeden ein offenes Ohr der ihr, während sie das Buch signiert, eine kleine Anekdote aus dem eigenen Leben erzählt. Irgendwie stand dabei immer der Rhein im Mittelpunkt, so wie auch in Heidenreichs Buch.

Angeregter Austausch

Gleich in ihrem ersten Gespräch mit einer Leserin hat der Rhein eine ganz persönliche Verbindung geknüpft. Die Wohnorte früher, wie sollte es anders sein, am Rhein, lagen nicht weit voneinander entfernt. Die eine lebt mittlerweile in Kehl, die andere ist in Köln geblieben. »Der Rhein ist mitgereist«, wie Heidenreich lachend anmerkt. Oder die zwei Leserinnen, die schon als Kinder eine ganz spezielle Bindung zu »Vater Rhein« hatten und heute noch als Erwachsene haben. Sie wurden von Heidenreich mit den »Rheintöchtern« aus Wagners Nibelungen-Oper verglichen. »Nur die Dritte fehlt«, stellt sie lachend fest. Doch es gibt sie, die dritte Schwester, die konnte leider an diesem Samstag nicht zur Signierstunde kommen.

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Weitere Stühle werden noch aufgestellt, überall stehen oder sitzen nun die Leser, um einfach die entspannte lockere Stimmung zu genießen. Elke Heidenreich kann man stundenlang zuhören. Ihre markante Stimme wird sofort und überall erkannt. Sie erzählt von ihrem 30 Jahre alten Pelikanfüller und von dem Tintenfass mit brauner Farbe, das sie auch immer mitnimmt. Sie scheint nie verlegen zu sein, freut sich, wenn sie erkannt wird und hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen.

Zurzeit reist Heidenreich mit dem »Arosa«-Schiff auf dem Rhein. Von Köln über Speyer, Mannheim, Kehl und wieder zurück nach Köln. Auf keinen Fall darf die Drosselgasse in Rüdesheim ausgelassen werden. Dort will sich die bekennende Weintrinkerin doch noch das eine oder andere Gläschen schmecken lassen. Die Station in Kehl nutzt sie nicht nur um ihr Buch zu signieren, auch ein Besuch in Straßburg stand auf dem Programm – wurde Straßburg doch auch ein Kapitel in ihrem Buch gewidmet.

»Warum ist es am Rhein so schön«, dieses bekannte Lied aus den 20er-Jahren musste Heidenreich ihrem Opa immer wieder auf ihrem Kinderakkordeon vorspielen. Zusammen mit dem Fotografen Tom Krausz hat die Autorin über mehrere Wochen den Fluss, auf seinen über mehr als 1200 Kilometern, zu Fuß, mit dem Auto und vor allem mit dem Schiff, begleitet. 

Ihr  Buch über den deutschesten aller Flüsse ist mit vielen eindrucksvollen Fotos bebildert und gibt die Antwort, warum es am Rhein so schön ist.

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