Kehl

Stadt Kehl kündigt strenge Feuerwerks-Kontrollen an

Redaktion
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
03. Dezember 2023
Ein buntes Bild bot dieses Silvester-Feuerwerk beim letzten Jahreswechsel beim Blick von Kork in Richtung Kehl. Doch nicht überall ist das Abbrennen von Raketen und Co. erlaubt.

Ein buntes Bild bot dieses Silvester-Feuerwerk beim letzten Jahreswechsel beim Blick von Kork in Richtung Kehl. Doch nicht überall ist das Abbrennen von Raketen und Co. erlaubt. ©Rolf Hoffmann

Nach Ausschreitungen in der letzten Silvesternacht hat die Kehler Stadt hat eine Karte veröffentlicht, die alle Verbotszonen anzeigt. Wer dort Silvesterböller oder -raketen abschießt, muss mit einem Warngeld von bis zu 10.000 Euro rechnen.

„Das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen ist verboten", schreibt die Stadt Kehl via Pressemitteilung. Die Einhaltung von Paragraf 23 der ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz, die in einem Radius von 100 Metern um die entsprechenden Gebäude gilt, werde zum Jahreswechsel in Kehl von Polizei und Kommunalem Ordnungsdienst kontrolliert.

"Das bedeutet, dass mit einem Bußgeld rechnen muss, wer beispielsweise auf dem Marktplatz Feuerwerkskörper zündet", so die Stadt. Polizei und Stadt reagierten mit den verstärkten Kontrollmaßnahmen auf die Ereignisse in der Neujahrsnacht 2022/2023.

Mehrere Brände

Nach zwei durch die Corona-Pandemie beeinflussten Jahreswechseln hatten in der jüngsten Silvesternacht überdurchschnittlich viele Menschen das neue Jahr in der Fußgängerzone begrüßt, was zu mehreren Feuerwehreinsätzen führte: Durch Feuerwerkskörper wurden vor einem Lokal Sonnenschirme in Brand gesteckt, außerdem kam es im Umfeld des Marktplatzes zu weiteren Kleinbränden.

Feuerwehrangehörige wurden darüber hinaus Zeugen, als sich Menschengruppen mit Feuerwerksraketen beschossen, die sie horizontal abfeuerten. "Durch die Nähe zur Friedenskirche darf auf dem Marktplatz nicht geböllert werden", betont die Stadtverwaltung. Dasselbe gelte innerhalb eines Hundertmeterradius' um die Sankt-Johannes-Nepomuk-Kirche, die Christus-Kirche, die Johannes-Kirche und die Kirche Sankt Maria.

Weitere Verbotszonen

- Anzeige -

Geschützte Bereiche und damit Verbotszonen für Feuerwerk umgeben neben dem Krankenhaus auch Alters- und Pflegeheime, was beispielsweise in Kork zu einer ausgedehnten Verbotszone rund um das Gelände der Diakonie führt. Bereiche, in denen kein Feuerwerk gezündet werden darf, gibt es damit in sieben von zehn Ortschaften – ausgenommen bleiben Odelshofen, Zierolshofen und Querbach.

Auf dieser Basis hat die Stadtverwaltung sowohl für die Kernstadt als auch für die betroffenen Ortschaften Karten erstellt, auf denen die Zonen, in denen kein Feuerwerk abgebrannt werden darf, farblich markiert sind.

Fachwerkhäuser meiden

"Das Feuerwerksverbot gilt auch für die Umgebung von sogenannten brandempfindlichen Gebäuden, wozu beispielsweise Fachwerkhäuser gehören", lässt die Stadt wissen. Weil diese aber nicht kartiert seien, könnten keine speziellen Zonen ausgewiesen werden.

Wer in all den genannten Bereichen beim Zünden von Silvesterraketen erwischt wird, muss mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen. Dieses wird auf den Einzelfall bezogen festgelegt und kann bis zu 10.000 Euro betragen.

Info

Die Feuerwehr gibt Tipps

Die Feuerwehr gibt ergänzend folgende Tipps, damit die Silvester möglichst sicher bleibt:

  • Feuerwerkskörper und Raketen sind „Sprengstoff“ und gehören nicht in die Hände von Kindern, Jugendlichen und alkoholisierten Personen.
    Knallkörper und Raketen nur im Freien verwenden. Ausreichenden Sicherheitsabstand zu Personen und Gebäuden einhalten und die Gebrauchsanweisung beachten.
  • Feuerwerkskörper nur dort zünden, wo dies erlaubt ist.
  • Nach dem Anzünden einen ausreichenden Sicherheitsabstand einnehmen. Feuerwerkskörper und Raketen nicht blindlings wegwerfen – und niemals auf Menschen oder Tiere zielen.
  • Nicht gezündete Feuerwerkskörper (Blindgänger) niemals erneut anzünden.
  • Raketen nur senkrecht abfeuern, sicheren Standplatz wählen (leere Flasche im Flaschenkasten). Auf eine sichere Flugrichtung achten.
  • Raketen bei stärkerem Wind und Windböen nicht abfeuern.
  • Auf keinen Fall Feuerwerkskörper selber herstellen oder illegal vertriebenes Feuerwerk erwerben. Hierbei kann es zu schwersten Verletzungen kommen. Auf das BAM-Prüfzeichen der Bundesanstalt für Materialforschung- und Prüfung achten.
  • Haus und Wohnung vor Brandgefahren schützen. Möbel, Hausrat und andere brennbaren Gegenstände von Balkonen und Terrassen entfernen.
  • Fenster und Türen schließen und Rücksicht auf Kinder und Tiere nehmen, die sehr unter der Knallerei leiden.
  • Bei einem Brand oder Unfall sofort den Notruf 112 wählen. Nur eine rasche Meldung bietet Gewähr für effektive Hilfe.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Kehl

Eine Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) wird von einem Biologen mit einem Handschuh gehalten.
vor 11 Stunden
Invasive Art
Invasive Art: Die Asiatische Hornisse ist auch in Kehl auf dem Vormarsch. Beim Vorsitzenden des örtlichen Imkervereins schrillen die Alarmglocken.
Mit einem fehlenden Schuh, aber dafür einem deutschen Reclam-Klassiker in der Hand begeisterte Kabarettist Fatih Çevikkollu das Kehler Kulturbühne-Publikum.
vor 14 Stunden
Kehl
Der Kölner Kabarettist Fatih Çevikkollu blickte auf der Kehler Kulturbühne auf eine der spannendsten Zeiten, in der Menschen je gelebt haben.
Ihnen liegt der Schutz der Amphibien am Herzen: Nabu-Mitglieder und Ehrenamtliche im Einsatz für die Erdkröten.
vor 17 Stunden
Kehl
Mitglieder des Nabu Kehl machten sich mit Ehrenamtlichen auf, um das Amphibienleitsystems zu reinigen und Schutzzäune zu errichten, damit Kröten nicht unter die Räder kommen.
Der von der Verwaltung und dem Ortschaftsrat favorisierte Standort für das Flüchtlingsheim an der Bahnlinie soll über die Baumgartenstraße (hinten) erschlossen werden.
19.02.2024
Flüchtlinge
Ein Wohnheim für Flüchtlinge soll in der Korker Baumgartenstraße gebaut werden. Zumindest sieht dies eine Verwaltungsvorlage für den Kehler Gemeinderat vor. Das Thema ist unter den Korkern höchst umstritten.
Eine im Wageninnern zurückgelassene Handtasche ist für Langfinger unwiderstehlich.
19.02.2024
Kehl
Angesichts mehrerer Autoaufbrüche am vergangenen Wochende raten die Beamten zur Vorsicht und geben Hinweise zur Prävention.
Kehler Krankenhaus: Was passiert nach 2028?
19.02.2024
Geplante Schließung
Eine Arbeitsgruppe des Kehler Gemeinderats soll den stabilen Klinikbetrieb bis zur geplanten Schließung in vier Jahren gewährleisten. Klinikchef Christian Keller stellt am Mittwoch, 21. Februar, im Gemeinderat ein Nachnutzungskonzept vor.
Die Trauerweiden an der Alten Kinzig sind laut Aussage der Gemeinde nicht mehr standsicher.
19.02.2024
Willstätt
Die malerischen Bäume an der Kinzig weisen starke Schäden auf und müssen gefällt werden. Am morgigen Dienstag kommt es deshalb zwischen 8 und 16 Uhr zu Sperrungen im Bereich der Hauptstraße und Hornisgrindestraße.
Viel Geld investiert der Eigenbetrieb "Abwasserbeseitigung" in die Sanierung der bestehenden Kanäle – wie hier in Sand. Künftig sollen jährlich mindestens rund 500.000 Euro in die Bestandserhaltung gesteckt werden.
19.02.2024
Willstätt
Die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung stehen in Willstätt finanziell solide da. Die Jahresabschlüsse 2022 der beiden Eigenbetriebe wurden jetzt vom Gemeinderat gebilligt.
Die Darsteller des musikalischen Abends zum Valentinstag, von links nach rechts: Andreas Dilles (Klavier), Lea Balzar (Violine, Sopran), Lilia Dornhof (Sopran) und Patrick Labiche (Tenor).
18.02.2024
Theater der 2 Ufer
Am Mittwoch war Valentinstag: Das Kehler Theater der zwei Ufer präsentierte am Samstag einen musikalischen Abend rund um die Irrungen und Wirrungen der Liebe.
Die esoterisch angehauchte Kleopatra Meyer (Ingrid Scheer, links) möchte mit Hilfe des Mediums Hansi (Bärbel Sim-Hoppler) das Diebesgut finden.
18.02.2024
Kehl
Das Alemannische Theater Kehl brachte am Samstag ihr neuestes Stück auf die Bühne. Das Publikum zeigte sich von der spritzigen Mundartkomödie begeistert.
Beim Auditverfahren Park-Pad wurden Handlungsfelder für eine zukunftsorientierte Parkraumpolitik erarbeitet.
18.02.2024
Parkpolitik
Die Stadt Kehl reagiert mit der Teilnahme an einem sogenannten Auditverfahren namens "Park-Pad" auf umweltpolitische Herausforderungen. Dabei soll das Parkraummanagement in der Innenstadt ins Visier genommen werden.
Ein Bündnis verschiedener Organisationen hatte zur Kundgebung aufgerufen.
18.02.2024
Kehl
Rund 1000 Kehler waren am Samstag dem Aufruf verschiedener Organisationen zu einer Kundgebung mit dem Motto „Gemeinsam gegen Rechts – Kehl ist weltoffen, bunt und tolerant“ gefolgt.

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -
  • Von Fliesen, Türen, Bodenbelägen und Garagentoren bis hin zu Werkzeug, Maschinen, Arbeitskleidung und vieles mehr erstreckt sich das Sortiment des Baustoffhändlers Maier + Kaufmann in Steinach.
    vor 5 Stunden
    Maier + Kaufmann ist an vier Standorten präsent
    Seit über 90 Jahren ist Maier + Kaufmann für Privat- und Gewerbekunden der erste Ansprechpartner in der Region, wenn es ums Bauen, Renovieren und Modernisieren geht.
  • Wer in toller Gesellschaft Tanzen lernen will, ist im Tanzstudio DanceInLine an der richtigen Adresse.  
    10.02.2024
    Tanzstudio DanceInLine Offenburg erweitert das Kursangebot
    Die Freude an Tanz und Bewegung kennt kein Alter. Das weiß Julia Radtke. Deshalb bietet sie in ihrer Tanzschule DanceInLine in Offenburg Kurse für Junge und jung Gebliebene an. Zum neuen Jahr ist das Angebot enorm erweitert worden: Die Kurse starten bald!
  • Das Team von Headhunter-Swiss mit Standort in Lahr (von links): Geschäftsführer Nikodemus Schmidt, Personalassistentin Karolina Krupa und Personalberater Maximilian Farhand. 
    05.02.2024
    Headhunter-Swiss Lahr rekrutiert und vermittelt Mitarbeiter
    Recruiter bringen Unternehmen und Mitarbeiter zusammen. Headhunter-Swiss geht da einen gehörigen Schritt weiter, verbindet über Staatsgrenzen hinweg und begleiten die Interessierten auf ihrem Weg in den Alpenstaat.
  • Das Team der "Fussart"-Manufaktur (von links): Steffen Martini, die Gründer Simon Allgeier und Johannes Trautmann, Tanja Wurtz sowie Tanja Trautmann. Die Herstellung individueller Einlagen und orthopädischer Schuhe erfordert geschickte Handarbeit. Gleichzeitig kommen moderne Technologien für die präzise Fertigung und Anpassung zum Einsatz.
    30.01.2024
    "Fussart": Orthopädieschuhtechnik mit handwerklicher Finesse
    Die inhabergeführte Manufaktur "Fussart" bietet Orthopädieschuhtechnik mit handwerklicher Professionalität. In den großzügigen Räumlichkeiten werden die Füße umfassend analysiert. Denn jeder Fuß ist individuell.