Wer Ärger macht, fliegt raus

Stadt reagiert auf Massenstreit im Kehler Freibad

Autor: 
Redaktion
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17. Juni 2019
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Nicht immer geht es im Kehler Freibad so ruhig zu wie auf diesem Foto. ©Stadt Kehl

Nach dem Streit unter rund 200 Jugendlichen im Kehler Freibad, will die Stadt strikt von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und bereits am Eingang auffälligen Badegästen den Zutritt verwehren – das geht aus einer am Montag vom Rathaus veröffentlichten Pressemitteilung hervor. Auch Shishas sollen verboten werden.

200 rivalisierende junge Badegäste aus Frankreich waren sich am 5. Juni im Kehler Freibad in die Haare geraten, beinahe wäre das Bad sogar geschlossen worden.

Aus dem Vorfall, über den Baden Online am Mittwoch vergangener Woche zuerst berichtet hatte, zieht die Kehler Stadtverwaltung nun Konsequenzen: Die Stadt Kehl werde ihr Hausrecht in den Freibädern künftig konsequent ausüben, heißt es in einer am Montag auf der Rathaus-Seite veröffentlichen Pressemitteilung. Konkret heiße das: Wer sich bereits vor Einlass in die Bäder so verhalte, dass zu befürchten sei, dass er sich nicht an die Benutzungsordnung halte, müsse draußen bleiben. Sollte es im Bad zu einer unübersichtlichen Situation kommen, werde das Personal das Bad schließen und bis zur Klärung der Verhältnisse keine weiteren Besucher mehr einlassen. Außerdem sollen aufgrund verschiedener Vorkommnisse ab sofort keine Shishas mehr zugelassen werden, heißt es.

Vorrang für Kehler

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Gemäß der Bädersatzung der Stadt Kehl bedürfe – juristisch betrachtet – jeder Besucher der Bäder einer Zulassung, erläutert die Stadtverwaltung. Anspruch auf Zulassung und damit auf Einlass haben demnach alle Einwohner der Stadt Kehl. Alle anderen Personen können zugelassen werden. Deshalb wird vom Rathaus empfohlen, einen Personalausweis mitzunehmen. Kehler würden im Fall einer Überfüllung des Bades vorrangig eingelassen. empfiehlt die Stadt Kehlerinnen und Kehlern beim Besuch der Bäder, den Personalausweis mitzubringen – damit können sie, im Falle, dass eine Überfüllung des Bades droht, ihren Wohnsitz nachweisen und werden vorrangig eingelassen. Als Reaktion auf die Vorfälle in den vergangenen Wochen behält sich die Stadt vor, die Bäder zu schließen, wenn eine Situation entsteht, die für das Bäderpersonal unübersichtlich ist. Auch dies, heißt es, sei in der Bädersatzung so vorgesehen.

Mit Taschen-Kontrollen gegen Shishas

Aufgrund verschiedener Vorkommnisse – Verbrennungen bei Badegästen, glühende Kohlen am Fuße der Bäume – dürfen ab sofort keine Shishas mehr mit in die Bäder gebracht werden. Das Bäderpersonal, heißt es, wird im Zweifelsfall die Taschen vor dem Einlass ins Bad kontrollieren.

»Wir werden unser Hausrecht konsequent durchsetzen«, wird Oberbürgermeister Toni Vetrano in der Pressemitteilung zitiert – dies sowohl zum Schutz des Bäderpersonals als auch zum Wohle »der Badegäste, die sich unseren Bädern korrekt verhalten und sich dort wohlfühlen sollen«.

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