Willstätt - Eckartsweier

Syrisch-orthodoxe Ordensschwester in Eckartsweier

Autor: 
Klaus Elff
Lesezeit 2 Minuten
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15. Mai 2019

Eindrücke von menschlicher Not, die niemanden kalt ließen: Schwester Hatune Dogan in Eckartsweier. ©Klaus Elff

Schwester Hatune Dogan kümmert sich um Not leidende und bedrängte Menschen in aller Welt. Am Samstagabend hielt sie einen beeindruckenden Vortrag in Eckartsweier. 

Schwester Hatune Dogan war am Samstagabend im Gasthaus »Krone« von Eckartsweier zu Gast. Zu dem Vortrag eingeladen hatten Ulla Steiner und Wilfried Puhl-Schmidt, Mitglied der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte. Eine kleine Zahl von Besuchern war der Einladung gefolgt.

Vertreibung aus der türkischen Heimat

Hatune Dogan berichtete von ihrer Vertreibung in früher Jugend aus ihrer türkischen Heimat, wo sie und ihre aramäische Familie diskriminiert und verfolgt wurden. Einstmals waren die dort lebenden Menschen fast 100 Prozent Christen; inzwischen seien dort nur noch wenige Christen übrig geblieben. 

Hilfsprojekte in 13 Ländern

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Später studierte Schwester Hatune Dogan in Europa Theologie und wurde Mitglied eines syrisch-orthodoxen Klosters. Jetzt ist sie in vielen Teilen der Welt unterwegs, um Not leidenden und bedrängten Menschen zu helfen. So hat sie nach eigenen Angaben 38 Projekte in 13 Ländern in Arbeit und ist daher stets auf finanzielle Hilfe angewiesen.

Beklemmende Bilder

Sie zeigte dazu eine Reihe von Bildern und Filmausschnitten, die ihre Aussagen mehr als deutlich unterstrichen. Manche Bilder waren nahezu unerträglich: hungernde Kinder; Menschen, die im Müll leben; Bilder von den »Wasserstellen«, wo Menschen sich mit Wasser versorgen müssen, von ausgebrannten Kirchen, in denen verfolgte Christen bei lebendigem Leib verbrannten – es waren Eindrücke, die nicht kalt lassen konnten. 

Der Beifall der Anwesenden konnte nur spärlich ausdrücken, was die Vortragende in ihnen bewegt hatte.

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