Güterumschlag

Tag der Logistik im Kehler Hafen

Autor: 
Michele Gerstl
Lesezeit 3 Minuten
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21. April 2018

Per Schiff, Zug und Lkw gehen im Kehler Hafen täglich Waren aus der ganzen Welt ein – aber auch raus, und zwar am meisten Papierware. ©Michele Gerstl

Im Kehler Hafen geht's ganz schön rund beziehungsweise eckig zu, denn dort gehen täglich Container aus aller Welt rein und raus. Am Donnerstag, dem Tag der Logistik, hat der Kehler Hafen gezeigt, wie.

Normalerweise ist nur wenigen Personen Zutritt zu Kehler Hafenbetrieben erlaubt. Am Donnerstag, dem Tag der Logistik, hat der Euroterminal Kehl (ETK), in Zusammenarbeit mit der Hafenverwaltung Kehl und drei weiteren Partnern die Regeln ausnahmsweise gelockert. An diesem Tag sollen nämlich Unternehmen der Logistik-Branche die Tore öffnen – so der Gedanke bei der Bundesvereinigung Logistik, die diese Veranstaltung 2008 ins Leben gerufen hat. 

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107 Besucher kamen nach Kehl, die alle von Berufs wegen her etwas mit Logistik zu tun haben. Für die Öffentlichkeit war der Termin nicht gedacht. »Das würde sonst den Rahmen sprengen, auch aus Sicherheitsgründen. Hier herrscht schließlich Echtbetrieb«, begründet Carsten Berger, Vertriebsleiter beim Unternehmen »Hager & Schmidt Logistics« (Duisburg), das zusammen mit der Kehler Spedition »Klumpp & Müller« zu je 50 Prozent am ETK beteiligt ist. Während die Hafenverwaltung fürs Umschlagen, also das Heben und Senken von Containern, zuständig ist, kümmert sich der ETK um die Speditionsabwicklung. Sechs Tage die Woche werden auf dem 50 000 Quadratmeter großen Hafengelände Container ent- und verladen, die mit dem Schiff, dem Zug oder dem Lkw eintreffen. Darin enthalten ist Ware aus aller Welt, die entweder weiter auf die Reise geschickt oder an Kundschaft am Oberrhein verteilt wird. Es werden aber auch Güter versendet – am häufigsten Papierware, so Berger. Etwa dreimal pro Woche trifft der Zug aus Rotterdam oder Antwerpen ein. Schiffe sind es etwa 15 pro Woche. Bei den Lkw sind es zur Zeit rund 150 pro Tag. Jedes Transportmittel hat so seine Vorzüge und schneidet in puncto Kosten, Zeit und Kapazität unterschiedlich ab. Mit dem Zug beispielsweise geht es am schnellsten, dafür hat das Schiff aber eine viermal so große Kapazität, erklärt Berger. Letztendlich muss aber der Kunde entscheiden, womit seine Ware transportiert werden soll. Genau das macht er allem Anschein nach immer öfter – die Container-Umschlagszahlen sind in den vergangenen zehn Jahren laut Carsten Berger um etwa 50 Prozent gestiegen. Der Kehler Hafen mit seinen 4315 Mitarbeitern sei zur »ernst zu nehmenden Konkurrenz« geworden, auch für den benachbarten Hafen in Straßburg. »Es geht mehr um Logistik-Logik und Hirnschmalz, als um die Unternehmensgröße. Am Ende zählt, wie flexibel man ist, wie strukturiert man arbeitet und wie schnell die Abfertigung läuft.« 

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