Großer Besucherandrang

Tag der offenen Tür im Tierheim in Neumühl

17. Juli 2017
&copy Udo Künster

Beim Tag der offenen Tür wurden Vorstand und Leitung des Kehler Tierheims vom großen Interesse der Bevölkerung überrascht. Während der sechs Stunden verwandelte sich die alte Landstraße nach Neumühl zu einem großen Parkplatz, und im aufgestellten Festzelt waren zeitweise kaum Sitzplätze zu finden.

Ein Jahr, nachdem es im Vorstand des Tierschutzvereines einen Wechsel gab, feierte das Tierheim Kehl seinen 51. Geburtstag. »Heute ist kein Tag für Vermittlungen. Ich denke, dass viele Besucher sich einen Eindruck vom Zustand des Heimes machen wollten, und wer sich für ein Tier interessiert, der wird im Laufe der Woche wieder reinschauen«, sagte Vorsitzender Hans-Peter Glauner, der sich wie Heimleiterin Martina Heich und die vielen amtlichen und ehrenamtlichen Helfer über den überraschenden Ansturm wunderte und freute.

An der Kuchentheke der Hundefreunde Willstätt wurden bis in den späten Nachmittag die gespendeten Backwerke verkauft, Veggieburger fanden ebenso Absatz wie die Grillspezialitäten. Bürgermeisterstellervertreter Fritz Vogt unterhielt die Gäste mit seinem Akkordeon, Monika Mätz bot schöne Dinge für jede Gelegenheit an, und an einem kleinen Flohmarktstand konnte viel Zubehör zu günstigen Preisen erworben werden.

Star des Tages: Tierheimkatze "Ginger"

Ein Schätzspiel sowie ein Malwettbewerb für Kinder rundete das Programm ab, bei dem nicht nur die Tiere, sondern auch der Zustand der Räume im Mittelpunkt standen. »Es war auch ein guter Tag, um neue Kontakte zu knüpfen«, erklärte Glauner, der in Gesprächen neue Unterstützer gewinnen konnte.

Star des Tages war Tierheimkatze »Ginger«, die sich von jedem Besucher streicheln und auf den Arm nehmen ließ. Einige Besucher kamen auch mit eigenen Hunden vorbei, die sich interessiert beschnupperten und auch mal einen Blick zu den Artgenossen hinter den Gitterstäben warfen.

Sieben Hunde stehen zur Vermittlung

Armin Mätz aus Kehl kam mit Bailey. Die Mischlingshündin, im Tierheim geboren, hatte er vor drei Jahren als Welpe geholt und würde sie nie mehr eintauschen. Derzeit stehen von zwölf Hunden sieben zur Vermittlung an, und im Katzenhaus warten 20 von 40 Katzen auf neue Besitzer.

Ein Problem ist die momentane Kitten-Schwemme. Viele neu geborene Katzen werden derzeit abgegeben und meist von Pflegefamilien mühsam aufgezogen. In Zusammenarbeit mit Aktion Tier engagiert sich der Tierschutzverein ab sofort im Finden und Kastrieren verwilderter Katzen, die anschließend wieder in die Freiheit übergeben oder bei Zuneigung an Menschen vermittelt werden.

Autor:
Udo Künster

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