Kehl/Straßburg
Dossier: 

Tiefengeothermie-Projekt im Straßburger Ölhafen vor dem Aus?

Autor: 
Redaktion
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26. Juli 2015
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Ort im Straßburger Ölhafen zeigt, wo einer der vier Bohrstandorte für ein Geothermiekraftwerk der Forma Foragelec sein wird Der Standort ist auf Höhe des Raiffeisenkraftfutterwerkes im Kehler Hafen Geothermie Tiefengeothermie ©Jürgen Lorey

Eine Expertenkommission hat eine negative Stellungnahme zum Tiefen-Geothermie-Projekt in Straßburg abgegeben. Die endgültige Entscheidung liegt allerdings bei der Präfektur.

Der Leiter der Enquete-Kommission für das von der Firma Fonroche geplante Tiefen-Geothermie-Projekt im Straßburger Ölhafen hat eine negative Stellungnahme abgegeben. Die endgültige Entscheidung liegt zwar bei der Straßburger Präfektur; dass diese nach dem Bericht der Enquete-Kommission noch eine Bohrgenehmigung erteilt, erscheint jedoch eher unwahrscheinlich. Positiv ausgefallen ist der Bericht der Kommission indes für das geplante Tiefen-Geothermie-Projekt in Illkirch-Graffenstaden, allerdings mit Einschränkungen.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Geothermie-Projekt im Ölhafen hatten mehr als 600 Kehler Bürgerinnen und Bürger Eingaben gemacht – so viele wie noch bei keinem Planungsverfahren auf der Straßburger Rheinseite. Bei der Öffentlichkeitsbeteiligung zur grenzüberschreitenden Tramlinie D waren nur ein paar vereinzelte Stellungnahmen von Kehler Bürgerinnen und Bürgern eingegangen.

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Der Leiter der Enquete-Kommission, Jean Annaheim, vertritt in seinem Abschlussbericht zum Geothermie-Vorhaben im Ölhafen die Ansicht, dass das Bohrunternehmen den Schutz des Grundwassers nicht ausreichend habe nachweisen könne. Für das Vorhaben in Illkirch-Graffenstaden hat der Leiter der Enquete-Kommission, Yves Kleiser, im Grundsatz eine positive Stellungnahme abgegeben, allerdings hat er acht Auflagen erteilt und elf Empfehlungen abgegeben.

Die Stadt Kehl hat zum Geothermie-Projekt im Straßburger Ölhafen eine ablehnende Stellungnahme abgegeben; zum Vorhaben in Illkirch-Graffenstaden kann die Stadt noch eine Stellungnahme nachschieben.

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