Kehl
Dossier: 

Tiefengeothermie-Projekte auf französischer Rheinseite

Autor: 
red/fj
Lesezeit 2 Minuten
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08. Oktober 2014

Bohrturm bei Mauerstetten (Allgäu), mit dem in 4 000 Meter Tiefe nach Heißwasser für ein Geothermie-Kraftwerk gebohrt wird. ©Oliver Brunner

Im Straßburger Hafen, in Hoenheim, Eckbolsheim und Vendenheim will das Unternehmen Fonroche Tiefengeothermie-Projekte umsetzen. Électricité de Strasbourg ist Inhaberin einer Aufsuchungserlaubnis für Illkirch-Graffenstaden und will dort in großer Tiefe nach Erdwärme suchen.Im November könnte die in Frankreich vorgeschriebene Bürgerbeteiligung für die ersten Projekte beginnen.

Das haben Vertreter der französischen Aufsichtsbehörde DREAL (Direction Régionale de l’Environnement, de l’Aménagement et du Logement) in der Sitzung der grenzüberschreitenden Umwelt-Arbeitsgemeinschaft der Städte Straßburg und Kehl berichtet. Die DREAL und Vertreter des Regierungspräsidiums Freiburg haben zudem die unterschiedlichen Genehmigungsverfahren dargestellt. Vertreter beider Behörden haben sich bereits vor der Sitzung getroffen und bemühen sich darum, dass für Geothermie-Projekt eine Möglichkeit für ein grenzüberschreitendes Beteiligungsverfahren gefunden wird.

Alle Antragssteller haben Anfang 2014 ihre Anträge zurückgezogen, berichtete Xavier Arnoult von der DREAL den Mitgliedern der Umwelt-AG, nachdem die Behörde ein Gutachten und Nachbesserungen gefordert hat, anhand derer nachgewiesen werden sollte, dass Ereignisse wie in Lochwiller und Stauffen, in Basel, Landau oder St. Gallen ausgeschlossen werden können. Fonroche hat im Juli seine überarbeiteten Anträge  für den Strasbourger Hafen und Eckbolsheim erneut eingereicht, ebenso wie Électricité de Strasbourg für Mittelhausbergen im August. Die übrigen Anträge – vor allem der für Illkirch – werden dieser Tage erwartet.

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Das Bürgerbeteiligungsverfahren für das Fonroche-Projekt im Straßburger Hafen könnte im Laufe des Novembers beginnen –  in Frankreich ist die gleiche Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen wie zum Beispiel für den Bau der Tram nach Kehl. Das bedeutet, dass auch Bürgerinitiativen sowie alle Bürgerinnen und Bürger – auch aus Kehl – die Möglichkeit haben,  ihre Anregungen, Bedenken und Einwände vorzubringen.

Transparente Verfahren sind auch ein Anliegen des Straßburger Beigeordneten für Stadtentwicklung und Energie Alain Jund: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit dürfe beim Thema Geothermie kein Produkt des Zufalls sein, erklärte er. Wie der Kehler Oberbürgermeister Toni Vetrano betonte er, dass er die Ängste der Bürgerinnen und Bürger verstehen könne, warnte aber gleichzeitig davor, die Geothermie zu verteufeln: Wolle man das Atomkraftwerk in Fessenheim stilllegen, so benötige man Alternativen zur Energiegewinnung. Man müsse große Vorsicht walten lassen, aber Geothermie könne eine Alternative darstellen.

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