Kehl

Tolles Neujahrskonzert des Kammerorchesters

Autor: 
Kurt Bayer
Lesezeit 3 Minuten
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16. Januar 2016

Schwungvoll und gut aufgelegt präsentierte sich das Kehler Kammerorchester unter der Leitung von Andreas Dilles bei seinem Neujahrskonzert in der Stadthalle. ©Eric Lurker

Gute Laune, farbenfrohe  Kostüme, schwungvolle Musik: Das Neujahrskonzert des Kehler Kammerorchesters unter der Leitung von Andreas Dilles war rundum gelungen. Auf dem Programm standen berühmte Musikstücke, die im Bewusstsein der Menschen fest verwurzelt sind. 

Mit der Ouvertüre zu »Dichter und Bauer« von Franz von Suppé eröffnete das Kehler Kammerorchester den Konzertabend. Das Kammerorchester Kehl verfügt über leistungsfähige Register und selbstbewusste Trompeten und Posaunen. Nach deren kräftigen Akkorden nahm das Melodienpotpourri seinen heiterten Lauf. Ein schönes Harfen- und Cellosolo und herrliche Holzbläserklänge gaben der Musik die duftige Note. Moderatorin Katharina Keck passte in ihrer lockeren Art zur Gesamtkonzeption des Abends.

Die Zusammenarbeit mit dem Ballettstudio von Wiebke Thomae führte zu hervorragenden Ergebnissen. 25 Mädchen zwischen 8 und 20 Jahren tanzten Solo, im Duo und in Gruppen – live und gut vom Orchester begleitet. Beim Auszug aus dem Ballett »Les Millions d’Arlequin« von Riccardo Drigo setzte das Ballett-Duo Madlin Prestel und Charlotte Wirth die Musik mit gekonnten Figuren in anmutige Bewegung um. Auszüge aus der Ballettsuite »Der Nussknacker« von Pjotr Iljitsch Tschaikowski führten das Programm zu einem ersten Höhepunkt. Bei der Ouvertüre tanzten zwölf »Schneeflocken« bewundernswert graziös nach den schön gerundeten Klängen des Orchesters. 

Charaktertänze 

Es folgten rein instrumental gut ausgearbeitete Charaktertänze:  der »Marche« hatte ein klares Tempo, der »Danse russe Trepak« eine derbe Eleganz, der »Tanz der Rohrflöten« eine duftige Note, der »Valse des fleurs« herrliche Holzbläser-, Horn- und Harfenklänge. Es gelang dem Orchester die detailliert angelegte Partitur wirklich zum Klingen zu bringen. 

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Der »Kaiserwalzer« von Johann Strauß Sohn führte in die Seligkeit des Wiener Walzers ein – eine Seligkeit allerdings, die ihre Ausführungstücken hat. Das Orchester gestaltete die Übergänge sauber und gab dem Walzer lebendigen Schwung. Auch die »Annen-Polka« von Strauß wurde von sieben Tänzerinnen mit graziösen Figuren gewürzt. Köstlich, wie exakt und humorvoll die Bewegungen den Musikfluss aufnahmen.

Den zweiten Teil des Konzertes eröffnete Jacques Offenbachs Ouvertüre zu »Orpheus in der Unterwelt«, der mit dem berühmten »Can-Can« endet und ein herrliches Violin-Solo und neckisch heitere Passagen beinhaltet. Es folgte eine köstliche Einlage: der argentinische Tango »Gallo Ciego« von Augustin Bardi. Selina Prümm gestaltete einen expressiven Solotanz. Es gehört Mut dazu, einen so berühmten Tanz allein auf die Bühne zu  bringen – doch das Wagnis gelang.

Jazzige Note 

Mit dem »Blue Tango« des amerikanischen Komponisten Leroy Anderson kam eine jazzige Note ins Programm. Der Walzer »Belle of the Ball« führte diesen Stil weiter und bildete mit den neun Tänzerinnen den Höhepunkt des zweiten Teils. 
Als zum Schluss alle Tänzerinnen auf die Bühne kamen, zeigte sich nochmals, mit welcher Präzision die Tanzschule Thomae den Bühnenauftritt bis hin zur Herstellung der Kostüme gestaltet. Die Zuhörer spendeten tosenden Applaus, der mit zwei Zugaben belohnt wurde.

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