Kehl

Kehler Flugtage: Tollkühne Manöver mit fliegenden Kisten

Autor: 
Ellen Matzat
Lesezeit 2 Minuten
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19. Juni 2017
Kunstflieger Patric Leis zeigte waghalsige Übungen.

Kunstflieger Patric Leis zeigte waghalsige Übungen. ©Ellen Matzat

Petrus als Ehrenmitglied im Verein bescherte dem Aero-Club Kehl über das ganze Wochenende an seinen 33. Flugtagen bestes Flugwetter und viele begeisterte Besucher. So erwiesen sie sich wieder als voller Erfolg.

Nachdem an Fronleichnam bei den Kehler Flugtagen die »Kleinen« ganz groß rausgekommen waren (wir haben berichtet), gehörte der Himmel am Samstag und Sonntag den »Großen«. Das jeweils fünfstündige Flugprogramm war äußerst vielfältig, abwechslungsreich, und den Zuschauern stockte zwischendurch regelrecht der Atem, wenn die tollkühnen Männer ihre fliegenden Kisten am Himmel tanzen ließen. 

Zu den spannenden Highlights gehörten die beiden Kunstflieger Patric Leis aus Landstuhl bei Kaiserslautern und Emmanuel Antal aus Haguenau im Elsass. Beide flogen mit Smoke, drehten Loopings, gerissenen Rollen, ließen sich mit der Torque-Rolle durch den eigenen Rauch fallen, zeigten gewagte Turn und vieles mehr.

»Ist ein bisschen anstrengend«, sagte der 31-jährige Leis lachend, als er nach der Show aus seiner Pitts S1 stieg. Er fliegt seit 2014 Kunstflug und ist seine Flug-Kür mit 17 Elementen dieses Jahr schon rund 40 Mal geflogen, sodass er sie in- und auswendig kennt. 

80 Jahre alte »Messerschmitt«

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Aber auch die Schweizer Staffel, bestehend aus vier Oldtimern, der Segelkunstflug, ebenfalls mit Smoke, der Motorkunstflug von Roland Kirchhofer und seiner russischen YAK 55 aus den 80er-Jahren, die Flugshow mit dem 80 Jahre alten Passagierflugzeug Messerschmitt ME 108, die sich nach wie vor im Originalzustand wie damals aus dem Werk befindet, die Fallschirmspringer und vieles mehr ließen den Himmel zur spektakulären Bühne werden. 

Die Piloten waren außer aus Deutschland auch aus Frankreich, der Schweiz und England angereist. Das Moderations-Trio bestand aus Heiko Mätz, Hervé Morel und Philipp Wirth. Die Drei wussten zu jeder Maschine, Vorführung sowie den Piloten etwas zu erzählen. 

Höhepunkt am Samstagabend war die beeindruckende Modell-Dämmerungsflugshow mit großem Feuerwerk der Modellfluggruppe »Stealth-Hangar« aus Pforzheim. Ihre Flieger waren sowohl mit LED als auch mit Feuerwerk ausgestattet und zeigten großartige Flugkünste am fast dunklen Nachthimmel. Der grandiose Abschluss war das große Feuerwerk.

Anschließend übernahm die Live-Band »Level Six« und heizte den Nachtschwärmern kräftig ein. Gut angenommen wurden auch die Stände auf dem kleinen Markt, bei dem es Spielsachen, Bücher und Anderes rund um die Fliegerei gab. Bei den Kindern stand wieder das Bungee-Trampolin hoch im Kurs, bei dem sich die ganz Mutigen in neun Metern Höhe mit Salti sozusagen im Kunstflug üben konnten.

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