Theater der 2 Ufer Kehl

Vergnügliche Revue über Lust und Last des Älterwerdens

Autor: 
Ellen Matzat
Lesezeit 3 Minuten
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13. Oktober 2019

Wolfgang Weber und Horst Kiss vom Theater der 2 Ufer nahmen vergnüglich die Lust und Last des Älterwerdens aufs Korn. ©Ellen Matzat

Einen vergnüglichen und abwechslungsreichen Abend erlebten die Gäste am Samstagabend bei der Uraufführung „Über die Lust und Last des Älterwerdens“. Die Akteure des Theaters der 2 Ufer vermischten eine lustige, fast kabarettistische Lesung mit passenden Gedichten, Kurzgeschichten, französischen Chansons und Liedern zum Mitsingen. 

„Wir sind drei Freunde und hatten Lust, zusammen eine interessante und literarisch niveauvolle Lesung zu gestalten“, schmunzelte Initiator und Schauspieler Horst Kiss vom Theater der 2 Ufer. Da alle drei in einem Alter zwischen den Jahren und Generationen sind, wo sich so manches Zipperlein bereits ankündigt, bot sich das Thema „Über die Lust und Last des Älterwerdens“ geradezu an. „Denn so wie uns geht es bestimmt vielen“, beschrieb Kiss die Grundidee, die er mit viel Humor anging. 

Trost für die „Alterspubertierenden“

Gerade mit den heiter interpretierten Texten und Szenen sprachen Kiss und Wolfgang Weber (Klavier) den „Alterspubertierenden“ Trost zu, indem sie mit viel Selbstironie mit den Sorgen des Alterns umgingen. Beim Tränen lachen kam den Zuhörern sicher die eine oder andere Szene nur allzu bekannt vor. Da auch die Themen mit den pubertierenden Kindern recht ähnlich sind, kam der Umgang mit dem bewegungsunfreudigen „Pubertier“ und seinen nicht miteinander verknüpften Synapsen im „Pubertier-Biotop“ ebenfalls zur Sprache. Darin würde die 14-jährige Tochter den Koalabär als das faulste Lebewesen der Welt toppen, wenn sie nicht zur Schule müsste. 

Passende Kurzgeschichten und Gedichte

Das „Quotenpubertier“ des Abends war der 17-jährige Simon Weber, der mit seiner Gitarre seinen Vater Wolfgang am Klavier begleitete und somit gar nicht dem typischen „Pubertier“ entsprach. Eine Uraufführung waren die Lesungen der dazu passenden Kurzgeschichten und Gedichte von Kiss´ Freund, Humorist, Literat und Musiker Rolf Böhm aus Breitbrunn in Oberfranken mit Titeln wie „Atemberaubendes“ oder „Wunsch und Bestimmung“. Zu Gehör kamen auch Gedichte und Geschichten weiterer großer Literaten wie Kurt Tucholsky („Der andere Mann“) oder Fred Endrikat („Erotisches Wechselspiel“). 

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Chansons von Yves Montand

Eine willkommene Erholungspause für die Mundwinkel waren die von Serge Blaszkiewiez gesungenen französischen Chansons von Yves Montand, die Wolfgang Weber am Klavier begleitete. Damit auch die Zuschauer ihren Beitrag zum Abend leisten konnten, gab es als Überleitungen immer wieder Songs zum Mitsingen wie „Du liegst mir am Herzen“, „Beim Kronenwirt“ oder „Eine Seefahrt, die ist lustig“, was gerne angenommen wurde. Gemeinsam entstand ein großer Chor. 

Längere Zugabe 

Das begeisterte Publikum ließ die Künstler erst nach einer längeren Zugabe von der Bühne. „Das war eine gute Wahl heute Abend“, schmunzelte Herbert Leidenheimer. Sein Freund Ludwig Basler, ein ebenfalls etwas reiferer Jugendlicher, pflichtete ihm bei: „Das war super und schon etwas Besonderes.“ „Der Abend gefiel mir wahnsinnig gut, auch gerade die Art des pointierten Vortragens sowie das Interaktive, wo man mitsingen konnte“, lobte Veronika Gerstle-Brunn aus Kehl. Kiss habe seine Texte so charmant rübergebracht, dass ihr das Älterwerden gar nichts mehr ausmache. Über die liebevoll gestalteten kleinen Texte, die auf Kärtchen verteilt wurden, freute sie sich ebenfalls sehr.

Knabbereien und selbstgebackenes Olivenbrot rundeten die schöne Atmosphäre ab.

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