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Kehl

Dalim Software: Von der Keller-Werkstatt zum Global Player

Unternehmensbesuch des Kehler Rathauschefs mit der Wirtschaftsförderin Fiona Härtel bei einer Software-Firma
19. Mai 2017
&copy Dalim

OB Toni Vetrano hat das weltweit tätige und erfolgreiche Unternehmen Dalim Software mit Hauptsitz in Kehl erstmals besucht. 

Angefangen hat alles mit einer Handvoll Studenten, die im Keller der Straßburger Universität an Computern herumtüftelten. Inzwischen hat das Unternehmen Dalim Software weltweit Hunderte Kunden, darunter der Europarat, Airbus, Ikea, Caffè Nero, die Modemarke Max Mara und der australische Medienkonzern News Corp. Die Firma verkauft ihre Software für die Speicherung und Verwaltung von Grafiken, Videos, Musikdateien und Textbausteinen an Unternehmen und Einrichtungen aus allen Branchen. An ihrem Hauptsitz in Kehl und an Außenstandorten in Paris, Hamburg, Sao Paolo und Orlando beschäftigt sie rund 60 Mitarbeiter, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung.

Burda als Kunde

Ursprünglich waren Druckereien und Verlage die einzigen Kunden des Unternehmens, das sich 1985 als Dalim GmbH in Straßburg gegründet hat. Der Burda-Konzern in Offenburg nutzte für die Produktion seiner Zeitschriften beispielsweise die Drucksoftware von Dalim – und ist der Firma bis heute treu geblieben. Mit dem technischen Fortschritt erschlossen sich dem jungen Unternehmen, das von Studenten ins Leben gerufen wurde, weitere Geschäftsfelder: Grafische Gestaltung und Kommunikation beschränkten sich mit Beginn des Computer- und Internetzeitalters nicht mehr nur auf gedruckte Produkte, sondern auch auf digitale Inhalte. 

Heute machen Druckereien noch ein Drittel des Gesamtgeschäfts der Dalim Software GmbH aus, wie sie seit 1999 heißt. Ihnen bietet das Unternehmen Unterstützung beim Umstieg von konventionellen Druckverfahren auf den digitalen Druck. Die restlichen Kunden kommen aus vielen Branchen; einen wichtigen Teil nehmen sogenannte Marketing und Media Services ein, wie der geschäftsführende Gesellschafter der Firma, Carol Werlé, erklärt. Dies sind Unternehmen, die andere Firmen bei der Produktion von Marketing- und Werbeunterlagen unterstützen. Dabei geht es unter anderem um die Programmierung von Webshops und Apps, aber auch um die Umsetzung von Graphiken für unterschiedliche Werbeformate. »In den vergangenen fünf Jahren ist der Anteil der Kunden aus diesem Bereich um ganze zehn Prozent gestiegen«, berichtet er. Auch immer mehr Modelabels interessierten sich für die Produkte von Dalim, die Carol Werlé zusammenfassend als Softwarelösungen und Apps für Graphikkommunikation in der Industrie beschreibt. Die Firmen, welche die Software von Dalim kaufen, zahlen nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Wartung der Programme. Dalim unterstützt sie bei der Verwendung und der Aktualisierung.

Ein Beispiel

Ein Lebensmittelhersteller macht Werbung für seine Produkte in einer Broschüre, die wöchentlich in den Briefkästen verteilt wird. Gleichzeitig möchte er die Produkte im Internet bewerben, oder auf Plakaten und Großleinwänden. Die Werbefotos bündelt die Software von Dalim in einem System, sodass für die unterschiedlichen Formate jeweils nur eine Quelle genutzt werden muss. Dies erspart den Mitarbeitern in den einzelnen Bereichen eines Betriebs Zeit und Arbeit, da sie keine Dateien mehr per Mail hin und her schicken und unterschiedlich formatieren müssen. Sie müssen sich lediglich auf einer Website einloggen und haben Zugriff auf sämtliche Inhalte. 
80 Prozent der Software-Produkte werden exportiert, auch an Firmen in Lateinamerika, Asien und den USA. 
 

Autor:
Redaktion