Hintergründe der Handyproduktion

Was ist drin und wo kommt’s her?

Autor: 
Redaktion
Lesezeit 3 Minuten
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19. November 2019

Referent James Drake Iga klärte die Schüler der Hebelschule darüber auf, welche seltenen Rohstoffe in ihren Handys verbaut sind und warum sie diese nicht einfach wegschmeißen sollen, wenn sie ausgedient haben. ©Stadt Kehl

Welche wertvollen Res­­sourcen stecken in meinem Handy und warum ist es wichtig, dieses am Ende seiner Lebenszeit nicht einfach wegzuwerfen, sondern zu recyceln? Antworten auf diese Fragen erhielten 22 Fünft- bis Zehntklässler der Hebelschule bei einem Vortrag.

Der Vortrag sollte auf die teils gefährlichen Arbeitsbedingungen rund um die Handyproduktion aufmerksam machen und fand im Rahmen der „Handy-Aktion Baden-Württemberg“ statt. Noch bis zum 22. November stehen dabei an mehreren Standorten in der Kernstadt und den Ortschaften Kartons bereit, in die ausgediente Mobilgeräte eingeworfen werden können.

Platin, Silber und Gold sind ohne Frage wertvolle und seltene Rohstoffe. Und doch hat sie fast jeder täglich mehrmals indirekt in der Hand, da sie Bestandteil der meisten Smartphones sind.

Häufig sind darin außerdem sogenannte Metalle der Seltenen Erden verbaut, wie Neodym oder Samarium, deren Namen wir meist gar nicht kennen. Diese werden unter teilweise katastrophalen Bedingungen für Menschen und Umwelt gewonnen.

„Da häufig gesetzliche Regelungen fehlen, der Verkauf der Rohstoffe jedoch viel Geld bringt, führt dies in den Ländern, in denen diese Rohstoffe vorkommen, zu Konflikten und sogar Kriegen“, berichtet die städtische Klimaschutzmanagerin Lea Unterreiner. Und auch in den weiteren verarbeitenden Produktionsschritten, die häufig in asiatischen Ländern stattfänden, seien die Arbeitsbedingungen meist schlecht. 

Um Jugendliche für diesen verborgenen Hintergrund der weltweiten Handyproduktion zu sensibilisieren, wird das Thema im Rahmen der “Handy-Aktion Baden-Württemberg“ auch in Vorträgen an Schulen aufgearbeitet.

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Den Auftakt machte die Hebelschule. Auf Einladung des städtischen Bereichs Stadtplanung/Umwelt zeigte der ursprünglich aus Uganda stammende Referent James Drake Iga den Klassensprecherinnen und -sprechern der fünften bis zehnten Jahrgangsstufen dabei einen ganz besonderen Einblick in das Innenleben ihrer Handys. 

Die Schulstunde begann mit einem Quiz, bei dem die Mädchen und Jungen Fragen rund um Smartphones und deren Herstellung beantworten mussten.

Im Anschluss verteilte James Drake Iga drei Koffer, in denen sich neun häufig in Handys verbaute Rohstoffe befanden. Auf einem Arbeitsblatt daneben standen die Namen Kunststoff, Kupfer, Aluminium, Silizium, Eisen, Lithium, Tonminerale, Gold und Tantal geschrieben. Die Aufgabe der Jugendlichen lag nun darin, die Rohstoffe korrekt zuzuordnen.

Das durch Glitzerpartikel symbolhaft dargestellte Gold zu benennen, fiel den Schülerinnen und Schülern leicht. Mit einem im Koffer beigefügten Magneten konnten viele der Teilnehmer auch Eisen identifizieren, das davon natürlich angezogen wurde. Wie nun jedoch Tantal oder Silizium aussieht, war den wenigsten bewusst und sorgte für einige Aha-Momente.

Ihr neu erworbenes Wissen dürfen die Klassensprecherinnen- und Sprecher nun in ihren jeweiligen Klassen weiter verbreiten und so ihre Altersgenossen auf die Themen Ressourcenknappheit und Recycling der seltenen Rohstoffe aufmerksam machen.

Alica Heuberger, für die Schülermitverwaltung (SMV) zuständige Lehrerin an der Hebelschule, ist von der Sinnhaftigkeit der Veranstaltung überzeugt: „Dieses Thema eignet sich für alle Klassenstufen, da die Schülerinnen und Schüler heutzutage bereits sehr früh ein eigenes Handy besitzen.“ 

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