Advent / Kultur

Weihnachtskonzert der Musikschule Kehl

Autor: 
Simona Ciubotaru
Lesezeit 3 Minuten
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09. Dezember 2019

Beim Weihnachtskonzert der Musikschule Kehl wirkten rund 100 Musikschüler mit. ©Simona Ciubotaru

100 Schüler musizierten und sangen in verschiedenen Ensembles beim Weihnachtskonzert der Musikschule Kehl.

Die Stadthalle ist bis auf den letzten Platz voll und eine feierliche Stimmung, mit Lampenfieber gemischt, macht sich im Raum breit: 100 Musikschüler werden in Kürze das traditionelle Weihnachtskonzert halten und dabei ihr, mit viel Arbeit und Durchhaltevermögen erworbenes Können in einem abwechslungsreichen Programm vorzeigen. Familien und Freunde sind alle da und fiebern, zweifelsohne mit den Lehrern zusammen, der Aufführung entgegen.

Groß war die Leistung der Musiker, denn sie vermochten, über anderthalb Stunden hindurch, Konzentration und Power aufrechtzuerhalten.

Anspruchsvolle Stücke

Es wurden gar keine leichten Stücke, sondern anspruchsvolle Musik aus verschiedenen Epochen gespielt: Händel und Saint-Saëns für Orchester und Klavier, spanische Klänge für klassische Gitarre, österreichische Hirtenlieder und eine französische Pastorale für Blockflöten, Tango aus Holzbläsern, Popsongs auf Marimbaphon und Schlagzeug.

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Sehr rührend wirkten die kleinen Sänger – die Jüngsten gerade mal vier Jahren alt – aus Madeleine Hubers Kurs für musikalische Früherziehung, die zusammen mit dem Kinderchor unter Ellen Oertels Leitung Friedens- und Weihnachtslieder aus Österreich, Böhmen und Israel, mitunter sogar im Kanon, vorführten.
Kassandra Grieser und Diana Keller, Claudia Ullmanns Schülerinnen, die „Angels’ Carol“ von J. Rutter im Duett sangen, wirkten professionell und klangen ebenso.
Unter Leitung von Ellen Oertel und Suzanne Da Costa-Kunz erklangen Kompositionen von Händel und Sätze aus „Karneval der Tiere“ von Saint-Saëns zum Teil kompakt und ausdrucksstark. Die älteren Schüler spielten dabei wunderbar  – etliche davon haben zahlreiche Bühnenauftritte innerhalb von verschiedenen Ensembles hinter sich, und ihre Versiertheit kann man hören. Vor allem die Celli und die erste Geige führten miteinander ein Dialog mit weicher, runder Klangfarbe.
Die kleinsten Instrumentalisten hielten wacker mit, und das war schön zu sehen und berührte. Für sie dürfte dieser Abend, auf der großen Bühne und mit hunderten Zuhörern im Saal, eine prägende Erfahrung werden, unvergesslich und anspornend.

Sechshändiges Klavierstück

Die Klavierklasse von Sylvie Gless und Claudia Ullmann fiel besonders auf – das Spiel von Maelann Bechtel und Sophie Mornet, im „Karneval der Tiere“, virtuos.  Auch das Trio Filip Fietz, Anton Ebertz und Maelann Bechtel im sechshändigen Klavierstück „Am Bache“ von P. Zilcher erntete viel Applaus. Sehr akkurat und feinfühlig spielten die Schüler des Gitarristen Jean-Marie Angster: Lino Meier, Erik und Lorenz Winkler, C. Mury Dith und Raphael Scheib.

„Die Kinder zeigen, was sie durch das Jahr gelernt haben. Ich bin sehr zufrieden mit dem Gesamteindruck“ sagte Musikschul-Leiterin Ellen Oertel. Mit guten Recht: Das Publikum genoss die Aufführung und belohnte die Musiker mit einem tosenden Applaus.

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