Kehl ist Vorreiter beim Umweltschutz

Wildblumen und Bäume verschönern die Stadt

Autor: 
Redaktion
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29. Juni 2020

Klein Allmend wurde bewusst mehr Profil gegeben. Die unebenen Flächen sorgen bei Regen für natürlichen Abfluss und unterstützen die Pflanzen im Wachstum. ©Stadt Kehl

Der Betriebshof hat in den letzten Wochen die Umweltüberlegungen der Stadt umgesetzt. Besonders ins Auge fallen dabei die Wildblumen am Straßenrand und die neue Anlage Klein Allmend.

Wildblumenwiesen tauchen derzeit vermehrt in Kehl auf. Neben den Zufahrten hat der Betriebshof viele Bereiche im Stadtgebiet bepflanzt, berichtet die Stadtverwaltung in einer Mitteilung.  „Wir haben in den vergangenen Wochen mehr als dreieinhalb Hektar Wildblumen gesät“, wird Frank Wagner, Bereichsleiter Grünflächen beim Betriebshof, darin zitiert. Und mehr als 1000 Bäume seien neu gepflanzt worden. Geplant waren 700. Die neue Flora verbinde Umwelt- und Artenschutz mit gestalterischen Vorteilen. Mit der Naturbegegnungsanlage Klein Allmend sei zudem eine aufwendige Grünzone entstanden.

Durchdachte Planung

Mit den Pflanzungen biete die Stadt nachhaltige, vielfältige und gesunde Grünflächen, berichtet Betriebshof-Leiter Peter Grün in der Mitteilung.  „Die dreieinhalb Hektar bilden lediglich den Anfang für weitere Naturbereiche.“ Die Standorte der Blumen seien nicht zufällig gewählt, sondern von Beginn an in die Umweltüberlegungen eingearbeitet worden. „Durch die farbenfrohen Einfahrten hat Kehl einen weiteren Blickfang erhalten. Wir bekommen täglich Anrufe von Menschen aus der Region, die ihre Wertschätzung dafür ausdrücken“, berichte Wagner.

Allein nahe der Parkflächen „Am Läger“ wachsen nun eine einen Hektar große Wildblumenwiese und 60 neugepflanzte Bäume. „Gleichzeitig haben wir unsere Aufmerksamkeit innerorts verstärkt auf Schulen und Kitas gelegt, da wir unsere zukünftigen Generationen wieder für heimische Obst- und Blumensorten begeistern möchten“, erläutert Wagner.

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Die Naturbegegnungsanlage Klein Allmend im Baugebiet Schneeflären stehe sinnbildlich für die Kehler Umweltüberlegungen: „Wir haben einzelne Naschgärten angelegt, in denen die Jungen und Mädchen regionale Leckereien wie Himbeeren, Trauben, Mirabellen und Kirschen probieren können“, wird Wagner zitiert. Neben den Obstgärten habe der Betriebshof Himmelsliegen, Ruhezonen, ein Insektenhotel, Weinreben und den heimischen Rheinkiesel in der Parkanlage vereint – auf künstlich hergestellten Schotter wurde komplett verzichtet, berichtet die Stadt. Der erste Bauabschnitt umfasst rund 630 Meter Wegstrecke, 260 neugepflanzte Bäume und Sträucher sowie zwei Hektar an Grünflächen. In einem zweiten Schritt soll das Gebiet erweitert werden.

Der Betriebshof verbaute in der Anlage eine größere Menge Erde, die ihm von anderen Baustellen ohne Mehrkosten zur Verfügung gestellt wurde. „Unebene Flächen sorgen für natürliche Entwässerungsmulden“, berichtet Wagner. So könne unter anderem auch Überschwemmungen vorgebeugt werden. 

Schutz für Insekten

„Neben den Wildblumen schneiden wir auch bestimmte Grasflächen nicht mehr regelmäßig zurück“, berichtet Wagner. Langgraswiesen hätten den Vorteil, dass sie eine bessere Stängelbildung aufweisen und dadurch mehr Schutz für Insekten bieten. Gleichzeitig sei längeres Gras weniger anfällig bei Dürrezeiten.“ Auch die Wildblumen schützen die neugepflanzten Bäume: „Weder Sonne, noch Wind kommen in direkten Kontakt mit der Erde.“ Dadurch sei der Bereich auf natürliche Weise vor Verdunstungen oder Verwehungen gesichert. Und auf das Gießen von Hand könne nahezu komplett verzichtet werden. 

Wie Kehls Vorreiterrolle beim Umwelt- und Artenschutz aussieht, zeigt der Kurzfilm „Wildblumenwiesen verschönern Kehl“, der auf dem Youtube-Kanal zu sehen ist unter folgendem Link: www.bo.de/JFX

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