Fasnachtssamstag

Willstätt feiert Seniorenfasnacht

Autor: 
Klaus Elff
Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
13. Februar 2018

Logenplätze: Willstätts Prominenz – darunter Bürgermeister Marco Steffens und Ortschaftsräte – gab sich beim Fasnachtsamstag der Senioren die Ehre. ©Klaus Elff

Ein Programm hatte Helga Birk für die Willstätter Senioren am Fasnachtssamstag zusammengestellt, das sich als eine wahre Freude für Augen, Ohren und den Gaumen entpuppte.

Der Fanfarenzug aus Willstätt gab mit kräftigen Tönen und Rhythmen das Startzeichen zu einer kurzweiligen, närrischen Veranstaltung für die Besucher des Seniorennachmittags der Gemeinde. Nicht nur die Sekretärin Helga Birk, auch ihr Chef, Bürgermeister Marco Steffens, mischte aktiv in der fasnachtlich geschmückten Festhalle Eckartsweier mit – und zwar mit einer Büttenrede. Selbst die ganze Gemeinde unterhielt mit ihren Fasnachtsvereinen die Senioren. 
Die Musik lieferten die Legelshurster unter der Leitung ihrer als »süßen Früchtchen« geschmückten Dirigentin Christine Schuller. Tusche, närrische Einmarsch- und Schunkelmusik kamen mit viel Schwung und Schmiss daher.
»Als badischer Schwoob« reimte der Bürgermeister Steffens in einem Dialektkauderwelsch in der Bütt seinen Bericht über den Zustand der Gemeinde. Vom Jahrhundertfeschd in Eckartsweier war zu hören, vom Hexentreffen in Willstätt, von denne Schnooge in Hesselhurst, von der umstrittenen Dorfmitte in Legelshurst oder den Fußballerinnen in Sand. So war ihm der Beifall der Gesamtgemeindesenioren sicher. 

Der Narrensamen der Eckartsweierer »Wölfe« tanzte als Seefahrer über die Bühne, die Legelshurster Gymnastik-Gruppe Ruth Beil zeigte mit viel Bein beim Knieballett ein mitreißendes Schauspiel, bei dem der Bürgermeister und der Narrenpräsident der »Wölfe« Edgar Reuter den Sichtschutz hielten. 

Diesen Nachmittag ließ sich selbst die mit 93 Jahren älteste der Seniorinnen nicht entgehen, hob der Wortführer Reuter hervor. Und weil es die 33. Seniorensitzung der Gemeinde war, bekam jeder Akteur auf der Bühne eine Rose eigenhändig vom Bürgermeister überreicht. Bei den Knien wurde allerdings nur das rechte Knie mit einer Rose bedacht.
Und wieder brauste der Beifall auf, als die »Tanzmäuse« vom TV Willstätt auf die Bühne sprangen und die Halle begeisterten. Dietmar Zapf hatte viel über Politik zu berichten. Er wurde für seine topaktuellen Gags mit zahlreichen verdienten Tusche belohnt. 

- Anzeige -

Dass die Eckartsweierer Prinzengarde Beifall bekam, war sehr berechtigt, konnten sie doch durch Perfektion der Schritte und charmanter Präsentation nicht nur die männlichen Besucher begeistern. 

Total verflogen

Von den Eckartsweierer Narren kamen auch »Die drei Gesellen«, die eigentlich nach Jerking fliegen wollten, aber in Nordkorea landeten und dort als »ehemalige DDR-Sportler« eingespannt wurden. Umwerfend Hubert Benz als Chef-Kim, stark die Mitfahrer Reiner Hetzel und Alexander Stöckel.

Bevor zum Schluss die einheimischen »Wölfe« die Bühne unsicher machten, traten aus Willstätt die Moscherosch-Sänger auf. Auch sie trafen mit ihren Liedern und Schlagern den richtigen Ton fürs Herz der Senioren. Und genau zu diesem Schlussauftakt hatte der durch das Programm führende Narrenpräsident unter dem Beifall aller sich noch eine närrische Riege aus Prominenten der Gemeinde auf die Präsidiumsstühle geholt. So ergab sich ein schönes Schlussbild am Ende eines unterhaltsamen Nachmittags in der Eckartsweier Festhalle. 

Weitere Artikel aus der Kategorie: Kehl

Willstätt
vor 1 Stunde
2019 Jahr wird die Gemeinde Willstätt vor­aussichtlich 23 Flüchtlinge zusätzlich in die Anschlussunterbringung aufnehmen müssen. Diese Zahl nannte Integrationsmanager Philipp Bürkel am Mittwoch im Gemeinderat. Als Ziel seiner Arbeit nannte er »Hilfe zur Selbsthilfe«.
Kehl
vor 3 Stunden
Baustellen nerven – vor allem wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Gerade in Kehl bereiteten die durch die Tram-Bauarbeiten bedingten Behinderungen den Autofahrern – und zwar nicht nur den auswärtigen – einiges Kopfzerbrechen.
www.leutesheim.de
vor 10 Stunden
Joana Nesseler-Baas und Nicole Thorwarth haben einen Wettbewerb des Vereins Aktives Dorf gewonnen. Sie klickten als 500.000. Besucher zeitgleich auf www.leutesheim.de.
Ortschaftsrat
vor 13 Stunden
Pascal Woitschitzky ist neuer Leiter des Jugendkellers Auenheim. Der 22-Jährige stellte sich am Donnerstagabend den Mitgliedern des Ortschaftsrates vor. 
Personalmangel
vor 15 Stunden
Schlechte Nachrichten für Auenheim: Einige Bauprojekte, wie der zweite Rettungsweg in der Grundschule oder der Umbau des Farrenstalls, verzögern sich erneut.
Abschiedsinterview
vor 19 Stunden
Ende des Monats verlässt Thomas Braunstein nach elf Jahren Kehl. Ab Anfang Dezember leitet er die Seelsorgeeinheit Waldkirch. Im Interview mit der Kehler Zeitung spricht der 54-jährige Pfarrer über Ökumene, Rom und wie sich die Missbrauchsskandale innerhalb der Katholischen Kirche auf seine Arbeit...
Willstätt
vor 22 Stunden
Mit einer »süßen Überraschung« gratulierte der Willstätter Gemeinderat zu Beginn der Sitzung am Mittwoch Bürgermeister Marco Steffens zu dessen Sieg am Sonntag bei der OB-Wahl in Offenburg. 
Willstätt - Legelshurst
19.10.2018
Kritik an den Umbau­arbeiten am Eingangsbereich der Eichenwald-Grundschule wurde am Montag im Ortschaftsrat Legelshurst laut. Die Ausführung habe mit dem ursprünglichen Ortschaftsratsbeschluss nichts mehr zu tun, so der Vorwurf von Martin Walter (CDU). Im Bauamt lösten die Vorwürfe Verwunderung aus...
Willstätt - Legelshurst
19.10.2018
Rund ums Thema »Taufe« drehte sich der ökumenische Gottesdienst am Sonntagabend in Legelshurst. Die Konfirmanden gestalteten den Gottesdienst mit.
Gemeindeversammlung
18.10.2018
Das Thema kircheneigene Immobilien beherrschte die Versammlung der evangelischen Kirchengemeinde in der frisch renovierten Christuskirche am Mittwoch. Vor allem der Verkauf des Martin-Luther-Zentrums bereitet Schwierigkeiten.
Aufreger
18.10.2018
Parkgebühren für Busse ja, für Autos nein: Der Kehler Gemeinderat hat sich am Mittwochabend mit dem umstrittenen Verwaltungsvorschlag für eine Bewirtschaftung des P&R-Platzes hinter dem Bahnhof befasst und sich eindeutig positioniert.
Serie "Wohnraum-Not"
18.10.2018
Die Sozialverbände in der Ortenau wollen zur Armutswoche das Thema »Bezahlbarer Wohnraum« aufgreifen. Für Menschen mit geringem Einkommen ist es schwierig, eine Wohnung zu finden, die sie sich leisten können – auch in Kehl. Zusammen mit der Caritas und dem Diakonischen Werk stellt die KEZ vier...