Willstätt

Willstätt will Freizeit-Infos für Familien verbessern

Redaktion
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31. Mai 2018

Vorfreude auf neues Angebot für Familien: Geschäftsführer Alexander Feldberger vom Start-Up Famigo (links) und Willstätts Bürgermeister Marco Steffens. ©Gemeinde Willstätt

Die Gemeinde Willstätt kooperiert mit einem Start-Up-Unternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, Familien mit Kindern den Zugang zu Urlaubs- und Freizeitangeboten digital leichter zu machen.

»Mit Famigo bekommen wir ein Werkzeug an die Hand, auf das wir schon lange gewartet haben, ohne es zu wissen«, sagt Willstätts Bürgermeister Marco Steffens. »Wir werden uns damit digital vollkommen neu aufstellen können, ohne alles neu machen zu müssen.« 

Familien haben besondere Bedürfnisse

Es geht um Urlaubs- und Freizeitangebote für Familien mit Kindern. Diese Klientel hat sehr spezifische Bedürfnisse, wenn es etwa um die Wahl des Urlaubsortes geht. Dabei geht es um mehr als nur die passende Unterkunft, erläutert der Gründer und Geschäftsführer von Famigo, Alexander Feldberger. Häufig fehlten detaillierte lokale und regionale Informationen für einen unbeschwerten Urlaub mit Kindern – etwa über Spielplätze, über Wanderwege, die auch für Kinderwagen geeignet sind, oder über besonders kinderfreundliche Gaststätten mit regionalen Speisen auf der Karte. Dies hat laut Feldberger eine Studie in Kooperation mit der Hochschule Heilbronn ergeben, bei der knapp 1200 Familien befragt wurden. 

Infos abgestimmt aufs Alter 

Hier setzt Famigo gemeinsam mit den örtlichen Verwaltungen, Vereinen und Verbänden, Handel und Gastronomie an und bietet umfassende Orts-Informationen für Familien an – für den Jahresurlaub, den Ausflug am Wochenende oder als Schlechtwetter-Programm – abgestimmt aufs Alter der Kinder und die jeweiligen Interessen. 

Rückgriff auch auf »User Generated Content«

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Dabei greift das Unternehmen vor allem auf zwei Informationsquellen zurück: die bereits vorhandenen Infos, die auf verschiedenen Web­sites von Kommunen oder Interessengruppen wie Vereinen zur Verfügung stehen. Auch online nicht sichtbare Inhalte von Privatleuten, etwa für eine Krabbelgruppe oder Baby-Yoga, werden eingebunden. So wird Famigo auch für diese Anbieter zu einem digitalen Schaufenster. Zum anderen greift Famigo auf sogenannten »User Generated Content« zurück und bezieht Infos von denen, die es am besten wissen: den Familien selbst.

Willstätt will sich als familienfreundliche Kommune profilieren – und so stieß das Start-Up-Unternehmen bei Marco Steffens auf offene Ohren. »Ich habe selbst zwei Kinder und konnte die Idee deshalb sofort nachvollziehen«, sagt er. »Wir bekommen ja auch immer wieder Rückmeldungen – aus der Verwaltung, von Vereinen, von Bürgern. Mal gibt es einen neuen Termin fürs Kinderturnen, mal ist ein Gerät auf dem Spielplatz kaputt. Nur gab es bisher nie die Möglichkeit, diese Infos für die Familien zu bündeln und zugänglich zu machen. Genau das erhoffen wir uns jetzt von Famigo.« 

Infos kommen direkt aufs Smartphone

Die gebündelten Infos will Famigo nicht nur online verfügbar und auffindbar machen. Sie sollen auch direkt zu den Nutzern aufs Smart­phone gelangen. »Familien teilen uns das Alter ihrer Kinder mit und ihre Interessen«, erläutert Feldberger. »Wir können ihnen dann die für sie interessanten Infos ›à la carte‹ zur Verfügung stellen.« Jede Familie, so seine Vision, soll gemäß ihrer Wünsche und Bedürfnisse eine personalisierte Website der Stadt oder Kommune bekommen.

»Austausch ist Fundgrube für neue Ideen«

Gerade die Zusammenarbeit mit Verwaltungen sei da von großer Bedeutung, betont Feldberger. »Jeder Austausch mit ihnen ist eine Fundgrube für neue Ideen.« Und auch der Willstätter Bürgermeister zeigt sich begeistert von der Kreativität und der Professionalität des Famigo-Teams. »Da ist richtig Leidenschaft dabei.«

Stichwort

Famigo

Das Familien-Start-Up wurde 2018 in Offenburg gegründet. Gründer und Inhaber ist Alexander Feldberger, selbst Vater zweier Kinder und ehemaliger Geschäftsführer bei der HLX Touristik GmbH. Das Unternehmen wird von der Wirtschaftsregion Ortenau, dem »Baden Campus Accelerator« und der bwcon gefördert. Seit letzter Woche gehört Famigo zu den sechs Finalisten beim Ideenwettbewerb »Tourismus digital« des Ministeriums der Justiz und für Europa. Zu den Pilotkunden zählt neben Willstätt auch die Stadt Gengenbach. Mehr Infos im Internet: famigo.info

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