Gedenken an Weltkriegsende

ZDF überträgt Gottesdienst in Kehler Friedenskirche live

Autor: 
Sabine Schafbauer
Lesezeit 2 Minuten
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13. Juli 2018

Das Vorbereitungsteam (von links): Franziska Kiefer, Annegret Brauch, Jacky Landmann, Dekan Günter Ihle, Pfarrerin Roos Van De Keere, Bremner Waironi, Elke Rudloff. ©Sabine Schafbauer

Zum Gedenken an »100 Jahre Ende des Ersten Weltkriegs« wird am Sonntag in der Kehler Friedenskirche ein deutsch-französischer Gottesdienst gefeiert – zweisprachig. Für die Live-Übertragung des ZDF musste alles bis ins kleinste Detail vorbereitet werden.

Pfarrerin Elke Rudloff überwacht als Senderbeauftragte des ZDF bei den Proben den genauen Ablauf und vor allem das Zeitmanagement.

Kirche an der Grenze

Die Medienbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland hat auch diesen Gottesdienst in Kehl für eine Live-Übertragung im ZDF ausgewählt. »Der besondere Gedenktag in einer Kirche an der Grenze und dazu noch das außergewöhnliche grenzüberschreitende Projekt ›Von Ufer zu Ufer‹ haben den Ausschlag für die Auswahl gegeben«, so Rudloff. 

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Die Vorbereitungen

Bereits im Frühjahr 2017 begann sie mit dem Planungsteam das Konzept zu entwickeln. Neben Dekan Günter Ihle und Pfarrerin Roos Van De Keere waren unter anderem Bezirkskantorin Carola Maute und die persönliche Referentin des Landesbischofs, Annegret Brauch, an der Planung beteiligt. Über Monate hinweg wurde der Ablauf des Gottesdienstes bis ins kleinste Detail definiert und in einem 35-seitigen Drehbuch festgehalten. Der Dekan und Roos Van De Keere erhielten ein Kameratraining in Berlin. »Da das ZDF den Gottesdienst mit Untertiteln überträgt, müssen die Texte jetzt so gesprochen werden, wie sie im Drehbuch stehen«, erklärte Rudloff. Obwohl die Beteiligten Ablauf und Texte selbst festgelegt haben, ist es nun doch ein Stück weit auswendig zu lernen, was man geschrieben hat, denn wenn das gesprochene Wort zu sehr von dem im Fernsehen einblendbaren Text abweicht, wäre das nicht gut. Das Drehbuch enthält auch exakte Anweisungen, wer wo stehen und in welche Richtung schauen soll. 

Faktor Zeit

Wichtig ist auch die Zeit. Der Fernsehgottesdienst dauert genau 45 Minuten, von 9.30 bis 10.15 Uhr. Also achtete Rudloff bei den Proben penibel auf die Einhaltung der Zeitvorgaben – zwei Minuten fürs Orgelvorspiel, drei Minuten für den Psalm, alles wird auf die Sekunde genau gestoppt. Eine weitere Herausforderung: »Die Kirche ist sehr schlicht, sie bietet nicht viel Bild an«, erklärt Rudloff: In der Übertragung werden deshalb auch Bilder aus der Umgebung eingeblendet wie zum Beispiel die Skulptur »Begegnung« aus dem Garten der zwei Ufer. Besucher des Gottesdienstes sollen am Sonntag um  9 Uhr da sein.

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